{"id":50732,"date":"2020-09-30T22:00:00","date_gmt":"2020-09-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50732"},"modified":"2020-09-30T22:00:00","modified_gmt":"2020-09-30T22:00:00","slug":"bundesinstitut-testet-liquids","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50732","title":{"rendered":"Bundesinstitut testet Liquids"},"content":{"rendered":"<p><strong>BERLIN \/\/<\/strong> Das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) hat gemeinsam mit den Chemischen und Veterin\u00e4runtersuchungs\u00e4mtern Karlsruhe und Sigmaringen eine Stichprobe von 57 E-Liquids vom deutschen Markt und aus internationalen Online-Shops auf Vitamin-E-Acetat und weitere Verbindungen \u00fcberpr\u00fcft. Ergebnis: Nur in einem Produkt fanden sich sehr geringe Mengen an Vitamin-E-Acetat, von denen keine gesundheitlichen Auswirkungen zu erwarten sind.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Vorgaben<\/strong><br \/>\n\u201eDieses Resultat spricht daf\u00fcr, dass von E-Liquids, die deutschen Regelungen entsprechen, keine Gefahr durch Vitamin-E-Acetat ausgeht\u201c, sagt BfR-Pr\u00e4sident Andreas Hensel, und er f\u00fcgt hinzu: \u201eUmso mehr ist davon abzuraten, E-Liquids selbst zu mischen und damit ein gesundheitliches Risiko einzugehen.\u201c In den USA kam es im vergangenen Jahr zu schweren Lungenentz\u00fcndungen und Todesf\u00e4llen. Dort wurde \u00f6liges Vitamin-E-Acetat, das im Verdacht steht die Lunge zu sch\u00e4digen, den verdampfenden Fl\u00fcssigkeiten (E-Liquids) beigemischt.<\/p>\n<p><strong>Unproblematische Spuren<\/strong><br \/>\nIn den vom BfR untersuchten Liquids fanden sich nur gesundheitlich unproblematische Spuren von Vitamin E. In insgesamt 20 Proben wurde THC (Tetrahydrocannabinol) nachgewiesen, davon in neun F\u00e4llen in gesundheitlich unproblematischer Konzentration, w\u00e4hrend elf Proben wegen erh\u00f6hten THC-Gehalts zu beanstanden waren. Dazu sind weitere Untersuchungen geplant.<\/p>\n<p><strong>Internationaler Standardisierung<\/strong><br \/>\nAus Sicht des BfR sollten wegen m\u00f6glicher gesundheitlicher Beeintr\u00e4chtigungen durch das \u201eDampfen\u201c international standardisierte Nachweismethoden f\u00fcr Inhaltsstoffe von E-Liquids etabliert werden. <\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick<\/strong><br \/>\nDie Todesf\u00e4lle in den Vereinigten Staaten hatten sowohl auf Seiten der Konsumenten als auch der Politik in Deutschland zu massiven Verunsicherungen gef\u00fchrt und Fehlvorstellungen \u00fcber das gesundheitspolitische Potenzial von E-Zigaretten verst\u00e4rkt. Ende 2019 wurden die gesundheitlichen Risiken des E-Zigaretten-Konsums von mehr als 60 Prozent der Deutschen als genauso hoch oder gar h\u00f6her, verglichen mit dem Konsum klassischer Tabakzigaretten, eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p><strong>Vertrauen wiederhergestellt<\/strong><br \/>\nDie Berichte \u00fcber die Vorkommnisse in den USA hatten f\u00fcr Umsatzeinbr\u00fcche im Handel gesorgt. Nachdem die US-Gesundheitsbeh\u00f6rde im Januar 2020 bekannt gegeben hatte, dass die Vorf\u00e4lle auf gestreckte Schwarzmarktdrogen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind und nichts mit regul\u00e4ren E-Zigaretten zu tun haben, sind das Vertrauen der Konsumenten und die Ums\u00e4tze wieder gestiegen. <\/p>\n<p><strong>E-Zigarette deutlich weniger sch\u00e4dlich<\/strong><br \/>\nTats\u00e4chlich sind E-Zigaretten, wie Jan M\u00fccke, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), betont, auch nach Einsch\u00e4tzung des Deutschen Krebsforschungszentrums nach aktueller Studienlage \u201edeutlich weniger sch\u00e4dlich als herk\u00f6mmliche Zigaretten\u201c. M\u00fccke begr\u00fc\u00dft die Klarstellung des BfR. Nun seien Beh\u00f6rden, Industrie und Handel gemeinsam gefordert, das Vertrauen der Verbraucher in diese risiko\u00e4rmeren Produkte zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nRisiko\u00e4rmere Alternative<\/strong><br \/>\nWie M\u00fccke weiter feststellt, spiegeln sich die grassierenden Fehlvorstellungen \u00fcber die E-Zigarette ebenfalls in den am 2. Juli 2020 vom Bundestag verabschiedeten Werbeverboten f\u00fcr diese Produktkategorie wider. Die weitgehende Beschr\u00e4nkung der kommerziellen Kommunikation f\u00fcr E-Zigaretten sende ein fatales Signal gerade auch an Raucher, die an einer risiko\u00e4rmeren Alternative zum Tabakkonsum interessiert seien. <\/p>\n<p><strong>Werbeverbote konterkarieren<\/strong><br \/>\n\u201eDie zus\u00e4tzlichen Werbeverbote f\u00fcr E-Zigaretten konterkarieren deren gesundheitspolitisches Potenzial zur Schadensminimierung und m\u00fcssen zeitnah auf den Pr\u00fcfstand gestellt werden\u201c, fordert der BVTE-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. \u201eDie Hersteller m\u00fcssen potenzielle, erwachsene Konsumenten auch k\u00fcnftig \u00fcber die Eigenschaften und Vorteile ihrer E-Zigaretten informieren und aufkl\u00e4ren k\u00f6nnen\u201c, so M\u00fccke.<\/p>\n<p><i>red<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN \/\/ Das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) hat gemeinsam mit den Chemischen und Veterin\u00e4runtersuchungs\u00e4mtern Karlsruhe und Sigmaringen eine Stichprobe von 57 E-Liquids vom deutschen Markt und aus internationalen Online-Shops auf Vitamin-E-Acetat und weitere Verbindungen \u00fcberpr\u00fcft. 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