{"id":50636,"date":"2020-09-16T22:00:00","date_gmt":"2020-09-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50636"},"modified":"2020-09-16T22:00:00","modified_gmt":"2020-09-16T22:00:00","slug":"tabakwaren-deutlich-teurer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50636","title":{"rendered":"Tabakwaren deutlich teurer"},"content":{"rendered":"<p><strong>WIESBADEN \/\/<\/strong> Im August lag die Inflationsrate laut Statistischem Bundesamt (Destatis) bei 0,0 Prozent. Deutlich billiger wurden vor allem Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Mehr Geld hingegen mussten die Verbraucher f\u00fcr Tabakwaren ausgeben.<\/p>\n<p><strong>Verbraucherpreise<\/strong><br \/>\nEin Grund f\u00fcr die niedrige Inflationsrate ist die tempor\u00e4re Senkung der Mehrwertsteuer, die als eine Ma\u00dfnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung zum 1. Juli umgesetzt wurde. Gegen\u00fcber dem Vormonat Juli sanken die Verbraucherpreise im August um 0,1 Prozent. <\/p>\n<p><strong>G\u00fcnstiger<\/strong><br \/>\nG\u00fcnstiger als im August 2019 waren Haushaltsenergie und Kraftstoffe (minus 6,3 Prozent). Vor allem Heiz\u00f6l wurde deutlich billiger (minus 32,7 Prozent). F\u00fcr Kraftstoffe musste 11,3 Prozent weniger bezahlt werden als ein Jahr zuvor. Gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat, hingegen verteuerte sich Strom um 2,1 Prozent. <\/p>\n<p>Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,7 Prozent. Im Juli 2020 hatte die Teuerung f\u00fcr Nahrungsmittel noch bei 1,2 Prozent gelegen.<\/p>\n<p>Billiger wurden insbesondere Gem\u00fcse (minus 6,8 Prozent), teurer hingegen vor allem Obst (plus 5,8 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (plus 4,8 Prozent). <\/p>\n<p><strong>Tabakwaren<\/strong><br \/>\nMerklich teurer wurden auch Tabakwaren. Im August mussten die Konsumenten 6,5 Prozent mehr zahlen als im Jahr davor. G\u00fcnstiger hingegen war zum Beispiel die Anschaffung von Unterhaltungselektronik (minus 4,3 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Dienstleistungen<\/strong><br \/>\nF\u00fcr bestimmte Dienstleistungen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher mehr bezahlen, zum Beispiel f\u00fcr den Friseur und f\u00fcr K\u00f6rperpflege (plus 4,8 Prozent). Der Besuch in Restaurants, Caf\u00e9s und im Stra\u00dfenverkauf verteuerte sich \u2013 trotz Mehrwertsteuersenkung \u2013 um 1,9 Prozent. Als Grund vermutet Destatis unter anderem die Hygieneauflagen in Zeiten der Corona-Pandemie. Kaltmieten, die nicht von den niedrigeren Steuers\u00e4tzen betroffen waren, stiegen um 1,4 Prozent. <\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br \/>\nDie Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an f\u00fcr ein halbes Jahr gesenkt, um in der Corona-Krise den Konsum anzukurbeln. H\u00e4ndlern und Dienstleistern steht es frei, ob und wie sie die niedrigeren Steuers\u00e4tze an die Verbraucher weitergeben. Der genaue Umfang ist nach Angaben des Bundesamtes schwer messbar. Viele andere Faktoren beeinflussten die Preisentwicklung ebenfalls. <\/p>\n<p><strong>Inflationsrate<\/strong><br \/>\nDie Inflationsrate war in Deutschland in den vergangenen Jahren auf einem geringen Niveau. 2017 lag sie bei 1,5 Prozent, 2018 bei 1,8 und 2019 bei 1,4 Prozent. In den Jahren zuvor stiegen Preise sogar noch langsamer, bei Raten zwischen einem halben und einem Prozent. F\u00fcr 2021 wird aktuell eine Preissteigerung von 0,6 Prozent vorhergesagt. Die Europ\u00e4ische Zentralbank strebt f\u00fcr den gesamten Euroraum mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an.<\/p>\n<p><i>red<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WIESBADEN \/\/ Im August lag die Inflationsrate laut Statistischem Bundesamt (Destatis) bei 0,0 Prozent. Deutlich billiger wurden vor allem Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Mehr Geld hingegen mussten die Verbraucher f\u00fcr Tabakwaren ausgeben. 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