{"id":50472,"date":"2020-07-22T22:00:00","date_gmt":"2020-07-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50472"},"modified":"2020-07-22T22:00:00","modified_gmt":"2020-07-22T22:00:00","slug":"e-zigarette-gute-aussichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50472","title":{"rendered":"E-Zigarette: Gute Aussichten"},"content":{"rendered":"<p><strong>BERLIN \/\/<\/strong> Das B\u00fcndnis f\u00fcr Tabakfreien Genuss (BfTG) hat die E-Branche nach ihrer Einsch\u00e4tzung der wirtschaftlichen Zukunft befragt.<\/p>\n<p>Zwei Drittel der deutschen E-Zigarettenh\u00e4ndler und -hersteller sind optimistisch (siehe Grafik unten). Sie bewerten die Chancen f\u00fcr die E-Zigarette trotz zuletzt schwieriger Umst\u00e4nde als gut (46 Prozent) oder sogar sehr gut (22 Prozent). Das ist eines der Ergebnisse der Umfrage des BfTG, an der rund 600 Branchenvertreter teilgenommen haben.<br \/>\nEnde 2019 hatte die Berichterstattung \u00fcber Erkrankungen und Todesf\u00e4lle in den USA f\u00fcr Umsatzeinbr\u00fcche im Handel gesorgt. 83 Prozent der betroffenen Unternehmen gaben in der aktuellen Umfrage an, dass ihre Ums\u00e4tze aus diesem Grund zur\u00fcckgegangen sind. <\/p>\n<p><strong>Ums\u00e4tze im Handel steigen<\/strong><br \/>\nIm Januar 2020 hat die US-Gesundheitsbeh\u00f6rde erkl\u00e4rt, dass die Vorf\u00e4lle auf gestreckte Schwarzmarktdrogen zur\u00fcckzuf\u00fchren seien und nichts mit regul\u00e4ren E-Zigaretten zu tun h\u00e4tten. Dies hat das Vertrauen der Konsumenten und damit die Ums\u00e4tze im Handel wieder steigen lassen.<\/p>\n<p>Von der f\u00fcnfw\u00f6chigen Schlie\u00dfung des Einzelhandels war auch der E-Zigarettenfachhandel betroffen. Bei 74 Prozent der Umfragen-Teilnehmer hatte sich der Umsatz w\u00e4hrend des Lockdowns gegen\u00fcber den ersten beiden Monaten 2020 verschlechtert. Doch die Entwicklung seit der Wiederer\u00f6ffnung stimmt zuversichtlich: 45 Prozent der Branchenteilnehmer geben an, dass sich das Gesch\u00e4ft wieder verbessert hat, knapp ein F\u00fcnftel (19 Prozent) haben sogar deutliche Verbesserungen verzeichnet.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren hat der E-Zigarettenmarkt in Deutschland ein kontinuierliches Wachstum erfahren. Aufgrund der Negativ-Meldungen und der Auswirkungen der Corona-Krise werden die Ums\u00e4tze 2020 voraussichtlich schw\u00e4cher ausfallen als 2019. Die Einsch\u00e4tzung der Teilnehmer: 2020 wird ein Gesamtumsatz von rund 450 Millionen Euro erzielt. F\u00fcr 2021 erwartet die Branche einen Zuwachs um rund 20 Prozent auf rund 550 Millionen Euro. Zum Vergleich: Gegen Ende des Jahres 2019 hatte das BfTG die Umsatzprognose des deutschen E-Zigarettenmarktes f\u00fcr 2019 von 570 Euro auf 500 Millionen Euro korrigiert.<\/p>\n<p><strong>Regulierung bremst<\/strong><br \/>\nDustin Dahlmann, Vorsitzender des BfTG: \u201eNach schweren Zeiten f\u00fcr die E-Zigarettenbranche Ende 2019 und im Fr\u00fchjahr 2020 ist es nicht verwunderlich, dass die Ums\u00e4tze zur\u00fcckgegangen sind. Doch die positive Einstellung der H\u00e4ndler und das wiedererlangte Vertrauen der Konsumenten in die E-Zigarette stimmen uns optimistisch.\u201d<\/p>\n<p>Auf die Frage, welche Regulierungs-Ma\u00dfnahmen das Gesch\u00e4ft am st\u00e4rksten negativ beeinflussen w\u00fcrden, nennt mehr als die H\u00e4lfte der Teilnehmer (57 Prozent) eine m\u00f6gliche staatliche Beschr\u00e4nkung der Aromenvielfalt. Weitere Nennungen: E-Zigarettensteuer (24 Prozent) und Werbeverbot (15 Prozent).<\/p>\n<p>Die deutsche E-Zigarettenbranche leidet unter der Sechs-Monats-Frist und daraus resultierenden Direktimporten. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten berichtet von wirtschaftlichen Nachteilen durch direkt importierte Ware. 39 Prozent bewerten die Sechs-Monats-Frist als schlecht, 43 Prozent sogar als sehr schlecht f\u00fcr ihr Gesch\u00e4ft. Hintergrund: Hersteller und Importeure m\u00fcssen ihre Produkte sechs Monate vor dem Verkauf registrieren. Neue Produkte kommen also mit einer erheblichen Verz\u00f6gerung in den Handel. Das Problem: Verbraucher k\u00f6nnen in dieser Zeit die neuen Ger\u00e4te \u00fcber Direktimporte aus Drittstaaten beziehen. In Frankreich etwa k\u00f6nnen die Produkte direkt verkauft werden.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nOnline r\u00fcckl\u00e4ufig<\/strong><br \/>\nDie Zahl der reinen Online-H\u00e4ndler ist innerhalb eines Jahres auf elf Prozent gesunken. 2019 hatten noch 15 Prozent der Teilnehmer angegeben, E-Zigaretten und Zubeh\u00f6r ausschlie\u00dflich \u00fcber einen Online-Shop zu verkaufen. 37 Prozent nutzen beide Vertriebswege. Der Anteil der H\u00e4ndler, die ausschlie\u00dflich station\u00e4r vertreiben, ist innerhalb eines Jahres um 14 auf 52 Prozent angewachsen.<\/p>\n<p>Das Fazit von Verbandschef Dustin Dahlmann: \u201eUnsere Umfrage bildet die aktuelle Situation im deutschen E-Zigarettenmarkt ab. Die Tendenz ist weiterhin positiv, auch wenn das letzte Quartal 2019 und die Auswirkungen der Corona-Krise die Branche teilweise schwer getroffen haben. Bereits heute sehen wir deutliche Hinweise, dass sich das Gesch\u00e4ft wieder belebt hat und damit die im Vergleich zu Tabak deutlich weniger sch\u00e4dliche Alternative E-Zigarette in Zukunft erheblich dazu beitragen k\u00f6nnte, dass die Raucherquote in Deutschland sinkt. Voraussetzung: Der Markt darf nicht durch \u00fcberzogene politische Regelungen ausgebremst werden.\u201d<br \/>\n<i>vi<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN \/\/ Das B\u00fcndnis f\u00fcr Tabakfreien Genuss (BfTG) hat die E-Branche nach ihrer Einsch\u00e4tzung der wirtschaftlichen Zukunft befragt. Zwei Drittel der deutschen E-Zigarettenh\u00e4ndler und -hersteller sind optimistisch (siehe Grafik unten). Sie bewerten die Chancen f\u00fcr die E-Zigarette trotz zuletzt schwieriger Umst\u00e4nde als gut (46 Prozent) oder sogar sehr gut (22 Prozent). 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