{"id":50277,"date":"2020-06-14T22:00:00","date_gmt":"2020-06-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50277"},"modified":"2020-06-14T22:00:00","modified_gmt":"2020-06-14T22:00:00","slug":"liebe-leserinnen-liebe-leser-50","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50277","title":{"rendered":"Liebe Leserinnen, liebe Leser,"},"content":{"rendered":"<p>und, haben Sie sie schon auf Ihr Handy geladen, die neue Corona-Warn-App? Bis gestern Abend \u2013 kurz bevor das System f\u00fcr iOS- und Android-Ger\u00e4te freigeschaltet werden sollte \u2013 gab es noch eine ganze Reihe offener Fragen. <\/p>\n<p><strong>Oxford-Studie<\/strong><br \/>\nAuf jeden Fall wird das Tool erfolgreich sein, denn w\u00e4hrend es bislang in Auswertung einer Studie aus Oxford immer hie\u00df, mindestens 60 Prozent der Smartphone-Nutzer m\u00fcssten mitmachen, damit eine Pandemie einged\u00e4mmt werden k\u00f6nne, ist die Sprachregelung nun: Die App ist nur eine von mehreren Ma\u00dfnahmen und tr\u00e4gt dadurch auf jeden Fall dazu bei, vor Infektionen zu warnen und so die Verbreitung zu begrenzen. Allerdings gilt meines Erachtens dasselbe wie beim ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten R-Wert: Je kleiner die Datenbasis (ob an bekannten Infizierten oder Nutzern der App) ist, desto geringer ist die Aussagekraft der Informationen. In Australien, einem Vorreiter in Sachen Warn-App, wurde laut \u201eThe Guardian\u201c im ersten Monat genau eine Kontaktperson tats\u00e4chlich gewarnt.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Warn-App<\/strong><br \/>\nAch ja: Die deutsche Warn-App hat rund 20 Millionen Euro gekostet, monatlich kommen 2,5 bis 3,5 Millionen f\u00fcr den Betrieb dazu. Aber Geld spielt ja aktuell keine Rolle. Wir haben es ja \u2013 also: eigentlich nicht, aber wir borgen es uns. Die Nettokreditaufnahme 2020 d\u00fcrfte sich nach aktuellen Prognosen und unter Einbeziehen des zweiten Nachtragshaushaltes auf 218,5 Milliarden Euro belaufen. Falls nichts mehr obendrauf kommt. Der gigantische Betrag entspricht \u00fcbrigens fast der Gesamtneuverschuldung der Jahre 2005 bis 2019 (was besonders dramatisch klingt, aber die \u201eNullerjahre\u201c 2014 bis 2019 einschlie\u00dft \u2013 allerdings waren auch die Finanzkrisenjahren 2008 und 2009 enthalten). Die Schuldenquote \u2013 also das Verh\u00e4ltnis zwischen Gesamtschulden und Bruttoinlandsprodukt \u2013 in Deutschland wird von 60 auf rund 77 Prozent steigen. Der Abbau der Schulden wird die Bundesrepublik ab 2023 eine Milliarden Euro pro Jahr (20 Prozent) mehr kosten. <\/p>\n<p><strong>Mehrwertsteuersenkung<\/strong><br \/>\nAber wir haben ja die Mehrwertsteuersenkung, die ab 1. Juli Geld in die Kassen der H\u00e4ndler und in die Taschen der Konsumenten sp\u00fclen wird. Bl\u00f6d nur, dass die (doppelte) Umstellung auch Einiges kosten wird. Und viele Fragen gerade rund um die Preisbindung sind nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. Fest steht: Die Mehrwertsteuer auch auf Tabakwaren wird ebenfalls auf 16 Prozent reduziert. Der bisherige Satz von 19 Prozent wird lediglich zur Berechnung der Mindeststeuer herangezogen. Allerdings k\u00f6nnen H\u00e4ndler den Steuernachlass praktisch nicht an ihre Kunden weitergeben. Wir werden weiter berichten.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen erfolgreichen Tag. Unseren n\u00e4chsten Newsletter erhalten Sie am kommenden Freitag.<\/p>\n<p><i>Herzlich, <\/i><br \/>\n<i>Marc Reisner, <\/i><br \/>\n<i>Chefredakteur DTZ<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>und, haben Sie sie schon auf Ihr Handy geladen, die neue Corona-Warn-App? Bis gestern Abend \u2013 kurz bevor das System f\u00fcr iOS- und Android-Ger\u00e4te freigeschaltet werden sollte \u2013 gab es noch eine ganze Reihe offener Fragen. 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