{"id":50058,"date":"2020-05-14T22:00:00","date_gmt":"2020-05-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50058"},"modified":"2020-05-14T22:00:00","modified_gmt":"2020-05-14T22:00:00","slug":"corona-veraendert-den-mittelstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=50058","title":{"rendered":"Corona ver\u00e4ndert den Mittelstand"},"content":{"rendered":"<p><strong>K\u00d6LN \/\/<\/strong> Welchen Einfluss hat bzw. wird die Corona-Krise auf mittelst\u00e4ndische Unternehmen haben und welche Strategien haben diese, die Krise zu \u00fcberwinden? Die Unternehmensberatung Milz &#038; Comp. GmbH hat dazu 200 Unternehmer aus den unterschiedlichsten Branchen Ende April befragt. Die Ergebnisse waren teilweise erstaunlich.<\/p>\n<p>Obwohl fast 80 Prozent der Befragten glauben, dass die eigentliche Krise f\u00fcr Unternehmen noch bevorsteht, haben lediglich 10 Prozent der befragten Firmen erste Ver\u00e4nderungsprozesse eingeleitet und neue Ziele, Strategien und Visionen ins Auge gefasst. <\/p>\n<p><strong>Aktuelles Stimmungsbild<\/strong><br \/>\n\u201eMit dieser Studie, die wir im April durchgef\u00fchrt haben, wollten wir ein aktuelles Stimmungsbild der deutschen, insbesondere der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft, einfangen sowie erste Einsch\u00e4tzungen dar\u00fcber einholen, wie es aus Sicht der Befragten in Zukunft weitergeht\u201c, erkl\u00e4rt Vertriebsexperte und Unternehmensberater Markus Milz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Milz &#038; Comp. GmbH.<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsmodell \u00e4ndert sich<\/strong><br \/>\nDass nach Corona wieder alles so sein wird wie zuvor, glauben die wenigsten Teilnehmer der Umfrage: Fast zwei Drittel der befragten Unternehmer sind sich sicher, dass die derzeitige Situation das eigene Gesch\u00e4ftsmodell nachhaltig ver\u00e4ndern wird. 43 Prozent denken gar, dass die notwendigen Ver\u00e4nderungen der n\u00e4chsten 12 bis 18 Monate gravierender werden als die der letzten zehn Jahre.<\/p>\n<p>Fast genau so viele (42 Prozent) prognostizieren, dass ihr Unternehmen 2022 ein v\u00f6llig anderes sein wird, als es heute ist. Diese Auspr\u00e4gungen sind aber im Branchenvergleich sehr unterschiedlich: So gehen hiervon insbesondere Handel (59 Prozent), Telekommunikation und Internet, Dienstleistungen und Handwerk (je 54 Prozent) sowie metallverarbeitende Industrie und Maschinenbau (51 Prozent) aus \u2013 Automobil (45 Prozent) und sonstige Branchen (35 Prozent) eher weniger.<\/p>\n<p><strong>Wirtschaftliche Folgen<\/strong><br \/>\nDer Gro\u00dfteil der Befragten sch\u00e4tzte ihre Firmen vor der Corona-Pandemie als gesund ein und ist demzufolge auch zuversichtlich, die Krise zu \u00fcberstehen, so das Ergebnis der Studie. <\/p>\n<p>Dennoch: 79 Prozent der Unternehmer gehen gleichzeitig davon aus, dass das wahre Ausma\u00df der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Pandemie noch gar nicht absehbar ist. Gut ein Drittel (27 Prozent) sieht die st\u00e4rksten Ver\u00e4nderungen, mit denen sie in Zukunft konfrontiert sein werden, bei den Themen Digitalisierung, Homeoffice, Prozesse und Strukturen. 13 Prozent glauben, dass die gr\u00f6\u00dften Ver\u00e4nderungen im eigenen Produkt- und Leistungsportfolio liegen werden. Dass die gr\u00f6\u00dften Ver\u00e4nderungen auf Kunden- oder Marktseite liegen werden, glauben 9 Prozent. Und: Nur 5 Prozent sind der Ansicht, es werde sich nichts \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Obwohl sich der Gro\u00dfteil der befragten Unternehmer durchaus bewusst ist, dass ihr Unternehmen sich neu aufstellen sollte, gaben nur 10 Prozent an, die Krise schon jetzt aktiv anzugehen.<\/p>\n<p>Interessant ist auch das Ergebnis auf die Frage, was aktuell am dringendsten ben\u00f6tigt werde: 36 Prozent w\u00fcnschen sich die Situation vor der Krise zur\u00fcck, 13 Prozent die Beendigung des Lockdowns \u2013 mithin Dinge, die kein Unternehmer in der eigenen Hand hat. Nur 7 Prozent w\u00fcnschen sich ausreichend Zeit und Ressourcen f\u00fcr die Umsetzung von Ver\u00e4nderungsprozessen  und lediglich 4 Prozent gaben an, am eiligsten neue Visionen, Strategien und Ziele zu brauchen.<\/p>\n<p><strong>Investitionen und neue Strategien<\/strong><br \/>\n\u201eInvestitionen, neue Strategien sowie Ziele und damit verbundene notwendige Ausgaben werden auf die scheinbar besseren Zeiten nach Corona verschoben\u201c, bem\u00e4ngelt Markus Milz, der seit vielen Jahren erfolgreich mittelst\u00e4ndische Unternehmen ber\u00e4t. Die Hoffnung l\u00e4ge auf dem Sommer, da k\u00f6nne man nachholen, zum normalen Tagesgesch\u00e4ft zur\u00fcckkehren, so die Ansicht vieler Teilnehmer der Umfrage. \u201eWunschdenken\u201c, meint Milz \u2013 aus Erfahrung wei\u00df er: \u201eSelbst in strukturell gesunden Firmen wird die Liquidit\u00e4t nach etwa drei bis vier Monaten nach Beendigung des Lockdowns langsam knapp.\u201c<\/p>\n<p><strong>Neue Marktsituation<\/strong><br \/>\n\u201eDie Annahme, die Unternehmen m\u00fcssten doch eigentlich auf die neue Marktsituation schnellstm\u00f6glich reagieren, best\u00e4tigte sich nur bedingt\u201c, erl\u00e4utert Milz. Das sei bedenklich. Die Umfrage zeigt deutlich, dass ein Gro\u00dfteil aktuell noch relativ passiv bleibt und ihre Unternehmen \u201eauf Sicht\u201c steuern.<\/p>\n<p><strong>Sofortma\u00dfnahmen<\/strong><br \/>\nWas ist also zu tun? \u201eAlles, nur nicht einfach abwarten und auf bessere Zeiten hoffen\u201c, so Markus Milz. Er r\u00e4t ganz klar dazu, egal, um welche Branche es sich handelt, auf jeden Fall Sofortma\u00dfnahmen einzuleiten, um das wirtschaftliche \u00dcberleben nicht nur f\u00fcr 2020 zu sichern.<\/p>\n<p><i>red<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00d6LN \/\/ Welchen Einfluss hat bzw. wird die Corona-Krise auf mittelst\u00e4ndische Unternehmen haben und welche Strategien haben diese, die Krise zu \u00fcberwinden? Die Unternehmensberatung Milz &#038; Comp. GmbH hat dazu 200 Unternehmer aus den unterschiedlichsten Branchen Ende April befragt. Die Ergebnisse waren teilweise erstaunlich. 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