{"id":49040,"date":"2020-02-05T23:00:00","date_gmt":"2020-02-05T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=49040"},"modified":"2020-02-05T23:00:00","modified_gmt":"2020-02-05T23:00:00","slug":"der-tradition-verpflichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=49040","title":{"rendered":"Der Tradition verpflichtet"},"content":{"rendered":"<p><strong>N\u00dcRNBERG \/\/<\/strong> Die Pfeifenfabrik Vauen ist die letzte ihrer Art in Deutschland. Und sie h\u00e4lt nicht nur das Markenzeichen \u201eMade in Germany\u201c hoch, sondern \u00fcberrascht Handel wie Endkunden immer wieder mit kreativen Neuheiten wie j\u00fcngst mit der streng limitierten Serie \u201eTradition\u201c (DTZ berichtete). Um \u00fcber den Erfolg dieses Engagements zu sprechen, traf sich DTZ mit den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern Alexander Eckert und Martin Ramsauer.<\/p>\n<p><strong>Herr Eckert, Herr Ramsauer, wie verlief das vergangene Jahr f\u00fcr Ihr Unternehmen?<\/strong><br \/>\n<strong>Alexander Eckert:<\/strong> Wir sind mit dem Gesch\u00e4ftsverlauf im Jahr 2019 sehr zufrieden. Obwohl das Segment Pfeife im Moment schwierig ist, haben wir eine kleine Steigerung erzielen k\u00f6nnen. Bei unseren Filtern und beim Tabak haben wir, wie schon die Jahre vorher, weitere Umsatzzuw\u00e4chse verzeichnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Und welche Pl\u00e4ne haben Sie f\u00fcr die kommenden Monate?<\/strong><br \/>\n<strong>Martin Ramsauer:<\/strong> Wir sind gerade im Begriff unsere Fr\u00fchjahrsneuheiten dem Handel vorzustellen: Insgesamt 30 neue Pfeifenmodelle von 89 bis 159 Euro und unsere Jahrespfeife 2020 in acht Ausf\u00fchrungen stehen zur Auswahl. Im Fr\u00fchsommer kommen dann nochmals weitere Neuheiten hinzu, \u00fcber die ich aber noch nichts Genaues verraten m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>Sie hatten wieder den f\u00fcr Vauen eigentlich schon typischen Mix aus Klassik und Moderne im Angebot. Was lief hier besonders gut?<\/strong><br \/>\n<strong>Ramsauer:<\/strong> Wenn Sie von unserem Angebot im letzten Jahr sprechen, dann hatten wir gerade im Herbstprogramm wieder eine bunte Mischung, bei der f\u00fcr jeden Pfeifenliebhaber etwas dabei war. Unsere \u201eEdgar\u201c mit den K\u00fchlrippen kam \u2013 auch f\u00fcr uns \u2013 au\u00dferordentlich gut an. Sicher war hierf\u00fcr entscheidend, dass neben dem neuartigen Design auch ein echter, zus\u00e4tzlicher Nutzen geboten wurde, denn die K\u00fchlrippen tragen tats\u00e4chlich dazu bei, dass sich die Pfeife \u201ek\u00fchl\u201c rauchen l\u00e4sst und sich gut in der Hand anf\u00fchlt. Aber auch unsere \u201eKenia\u201c mit der sch\u00f6nen, bunten Holzverzierung erfreute sich gro\u00dfer Beliebtheit. Im Auenland gab es ebenfalls eine Neuerung mit der \u201eModon\u201c, die sich wohl aufgrund der bauchigen Form, die sich in die Hand schmiegt, sehr gut verkaufte.<\/p>\n<p><strong>Nun pr\u00e4sentierten Sie \u2013 au\u00dferhalb des \u00fcblichen Neuheiten-Turnus\u2018 \u2013 auch eine ganz neue Linie: die \u201eTradition\u201c. Welche Idee steckt dahinter?<\/strong><br \/>\n<strong>Eckert:<\/strong> Die \u201eTradition\u201c wurde als vollkommen neue Qualit\u00e4tskategorie bzw. Klassifizierung innerhalb unseres Gesamtprogramms ins Leben gerufen. Da wir wissen, dass es nicht wenige Pfeifenraucher gibt, die das Besondere, Au\u00dfergew\u00f6hnliche und Rare suchen, haben wir bei der Tradition (Bild oben) unser besonderes Augenmerk einer erstklassigen Maserung gewidmet. Rundherum exakte Straight-grain- und Bird\u2019s-eye-Maserungen. Dazu kommt ein Silberring am Holm und im Mundst\u00fcck ein Silberemblem mit unserem Logo, den gekreuzten Pfeifen. Die Oberfl\u00e4che des Pfeifenkopfes ist seidenmatt gl\u00e4nzend, was durch mehrfaches \u00d6len und einer Politur mit Carnaubawachs erreicht wurde. Der Wertigkeit der Pfeifen entsprechend, werden sie in einer sch\u00f6nen Schmuckverpackung geliefert. Als weitere Aufwertung gibt es diese Pfeifen auch als Set zusammen mit einem passenden, von Hand gedrechselten Pfeifenstopfer, der ebenfalls den Silberring und unser Logo tr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Ramsauer: <\/strong>Aufgrund des hohen Anspruchs, den wir im Hinblick auf die Maserungsqualit\u00e4t und damit die Sch\u00f6nheit an diese neue Pfeifenklasse stellen, fallen nur wenige St\u00fccke bei unserer j\u00e4hrlichen Pfeifenherstellung an. Erfahrungsgem\u00e4\u00df ist das bei 1000 Pfeifen, die bei uns hergestellt werden, nur h\u00f6chstens ein St\u00fcck mit dieser Maserungsqualit\u00e4t. Das bedeutet bei einer Jahresproduktion von rund 50&#8198;000 Pfeifen lediglich 50 St\u00fcck. Das erkl\u00e4rt nat\u00fcrlich auch den hohen Preis, den diese Pfeifen haben, der aber aufgrund der Wertigkeit absolut angemessen ist.<\/p>\n<p><strong>Vauen hat in Kooperation mit dem Hersteller Kohlhase &#038; Kopp auch eigene Tabakmischungen herausgegeben. Schreit die \u201eTradition\u201c nicht geradezu nach einer eigenen Tabakkollektion?<\/strong><br \/>\n<strong>Eckert:<\/strong> Daran haben wir nat\u00fcrlich auch schon gedacht und es wird bereits daran gearbeitet. Auch dieser Tabak soll etwas ganz Besonderes werden.<\/p>\n<p><strong>Im Mai macht die Gesetzgebung aromatisierten Zigaretten endg\u00fcltig den Garaus. K\u00f6nnte das generell eine Chance f\u00fcr die Pfeife sein?<\/strong><br \/>\n<strong>Ramsauer:<\/strong> Wir d\u00fcrfen uns gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass die Gesetzgebung \u2013 aufgrund der geringen Bedeutung des Pfeifentabaks, gemessen am \u00fcbrigen Tabakangebot \u2013 von einer Regulierung, was die Aromatisierung angeht, abgesehen hat. Wie lange das noch so ist, ist nicht zu sagen. Aber solange wir den Tabak noch aromatisieren d\u00fcrfen, ist das sicherlich ein Vorteil f\u00fcr das Pfeiferauchen. Das ist ja das Sch\u00f6ne daran, dass jeder den Tabak rauchen kann, der seinem Geschmack entspricht.<\/p>\n<p><strong>Nicht nur mit der \u201eTradition\u201c setzt Vauen Statements f\u00fcr das Genussrauchen. Wie sehen Sie das Thema in der derzeitigen Diskussion um den Nichtraucherschutz?<\/strong><br \/>\n<strong>Ramsauer:<\/strong> Sie sprechen das Entscheidende an: Das Pfeiferauchen ist Genussrauchen. Ein Pfeifenraucher f\u00fchlt sich selbst nicht als ein Raucher im herk\u00f6mmlichen Sinn. Deshalb versteht er auch nicht, warum er mit den \u00fcbrigen Rauchern, insbesondere den Zigarettenrauchern, in einen Topf geworfen wird. Wenn den Menschen die Freude am Genuss genommen wird, was bleibt dann noch? Wichtig ist nur, wie er genie\u00dft. Und wenn sich das in einem gewissen Rahmen h\u00e4lt, ist doch hiergegen nichts einzuwenden. Ganz abgesehen davon, dass beim Pfeiferauchen nicht inhaliert wird. Ich m\u00f6chte hier nicht den Eindruck erwecken, dass das Pfeiferauchen \u201eges\u00fcnder\u201c ist. Aber jeder Genuss kann f\u00fcr die Gesundheit abtr\u00e4glich sein, wenn er das rechte Ma\u00df \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p><strong>Auf der InterTabac konnte man hin und wieder neben E-Zigaretten auch E-Zigarren und sogar E-Pfeifen sehen. Da sich Vauen in der Vergangenheit h\u00e4ufig durch Innovationen hervorgetan hat, m\u00fcsste eine solche ja eigentlich auch aus N\u00fcrnberg kommen. Andererseits widerspr\u00e4che das dann ganz deutlich der herk\u00f6mmlichen Tradition des Pfeiferauchens. Wie denken Sie \u00fcber dieses Thema?<\/strong><br \/>\n<strong>Ramsauer: <\/strong>Nat\u00fcrlich haben wir dieses Thema genau beleuchtet. Wir sind \u00fcberzeugt, dass ein Pfeifenraucher eine E-Pfeife gar nicht m\u00f6chte. Denn ein Pfeifenraucher kann das Rauchen sein lassen, wenn er sich irgendwo befindet, wo nicht geraucht werden darf.<br \/>\n<strong>Eckert:<\/strong> Das Pfeiferauchen erfreut sich deshalb zunehmender Beliebtheit, weil es mehr ist, als nur ein Verrauchen von Tabak. Es ist eine sch\u00f6ne Besch\u00e4ftigung und man freut sich \u00fcber die Sch\u00f6nheit, die man in den H\u00e4nden h\u00e4lt. Es ist eine bestimmte Lebenseinstellung und mit der Pfeife kann man seiner Pers\u00f6nlichkeit Ausdruck verleihen.<\/p>\n<p><i>jgw<\/i><\/p>\n<p>(DTZ 07\/20)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>N\u00dcRNBERG \/\/ Die Pfeifenfabrik Vauen ist die letzte ihrer Art in Deutschland. Und sie h\u00e4lt nicht nur das Markenzeichen \u201eMade in Germany\u201c hoch, sondern \u00fcberrascht Handel wie Endkunden immer wieder mit kreativen Neuheiten wie j\u00fcngst mit der streng limitierten Serie \u201eTradition\u201c (DTZ berichtete). 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