{"id":48452,"date":"2019-06-27T22:00:00","date_gmt":"2019-06-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=48452"},"modified":"2019-06-27T22:00:00","modified_gmt":"2019-06-27T22:00:00","slug":"vdeh-weg-mit-der-ideologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=48452","title":{"rendered":"VdeH: \u201eWeg mit der Ideologie\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>BERLIN \/\/ <\/strong>Die medial verbreitete Sorge vor einer \u201eE-Zigaretten-Epidemie\u201c unter Jugendlichen wird durch aktuelle Zahlen widerlegt: E-Zigaretten sind f\u00fcr Jugendliche von untergeordnetem Interesse. Zu diesem Ergebnis kommen \u00fcbereinstimmend aktuelle repr\u00e4sentative Untersuchungen aus Deutschland und Gro\u00dfbritannien. Darauf weist jetzt der Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) hin.<\/p>\n<p>E-Zigaretten seien im Vergleich zu Tabakrauch erwiesenerma\u00dfen 95 Prozent weniger sch\u00e4dlich, das sei mittlerweile wissenschaftlicher Konsens, so der Verband. E-Zigaretten w\u00fcrden fast ausschlie\u00dflich von \u2013 ehemaligen \u2013 Tabakrauchern genutzt und h\u00e4tten sich gegen\u00fcber klassischen Nikotinersatztherapien mit einer doppelt so hohen Wirksamkeit als probates Mittel zur Rauchentw\u00f6hnung bew\u00e4hrt. E-Zigaretten seien ein Produkt f\u00fcr erwachsene Raucher und geh\u00f6rten nicht in die H\u00e4nde von Kindern und Jugendlichen. <\/p>\n<p>Gleichwohl seien immer wieder mahnende Stimmen zu vernehmen, dass das Produkt E-Zigarette attraktiv f\u00fcr Jugendliche sei und zu einem Einstieg in den Tabakkonsum f\u00fchren k\u00f6nnte. Diese Sorge wird nunmehr durch zwei voneinander unabh\u00e4ngige Untersuchungen vollst\u00e4ndig entkr\u00e4ftet. <\/p>\n<p>Laut Debra-Studie nutzten nur 0,9 Prozent der Jugendlichen \u00fcberhaupt E-Zigaretten. Laut den aktuellen Ergebnissen der deutschen Befragung zum Rauchverhalten (Debra) nutzten lediglich 0,9 Prozent der 14- bis 17-J\u00e4hrigen aktuell E-Zigaretten. Im Vergleich zu den Ergebnissen vom Vorjahr sei dieser Wert um zwei Drittel (Vorjahr: 2,8 Prozent) gesunken \u2013 trotz hohen Wachstums der Branche und immer besserer Verf\u00fcgbarkeit der Produkte. <\/p>\n<p><strong>Vorbild England<\/strong><br \/>\nUnd laut Ash-Untersuchung ist die regelm\u00e4\u00dfige Nutzung unter Jugendlichen \u00e4u\u00dferst selten. In Gro\u00dfbritannien, in der EU auf Platz 1 bei der Tabakpr\u00e4vention, werden E-Zigaretten \u00f6ffentlich als Mittel f\u00fcr den Rauchausstieg empfohlen. Die k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Befragung der \u201eAction on Smoking and Health\u201c (Ash) deckten sich mit denen der deutschen Debra-Studie: Hier nutzten nur 1,6 Prozent der Elf- bis 18-J\u00e4hrigen E-Zigaretten h\u00e4ufiger als ein Mal pro Woche, davon nur 0,6 Prozent t\u00e4glich. Die Rate unter den Nie-Rauchenden liege mit 0,8 Prozent regelm\u00e4\u00dfiger Nutzung (und 0,1 Prozent h\u00e4ufiger als ein Mal pro Woche) noch einmal deutlich niedriger. <\/p>\n<p><strong>Kein Anzeichen f\u00fcr eine Epidemie<\/strong><br \/>\nDamit seien Anzeichen f\u00fcr eine \u201eEpidemie\u201c nicht zu erkennen \u2013 ganz im Gegenteil: Die j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten Zahlen belegten eindrucksvoll, dass es in Europa keinerlei Hinweise darauf gebe, dass E-Zigaretten unter Jugendlichen besonders beliebt w\u00e4ren. Obwohl der Markt sich rasant entwickelt und trotz der derzeit noch bestehenden Werbem\u00f6glichkeiten f\u00fcr das risikoreduzierte Produkt E-Zigarette nehme die Zahl minderj\u00e4hriger Konsumenten nicht etwa zu, sondern deutlich ab. <\/p>\n<p>\u201eDie Sorge vor Jugendgef\u00e4hrdung ist damit entkr\u00e4ftet. Zur geringeren Sch\u00e4dlichkeit der E-Zigarette haben wir den wissenschaftlichen Konsens auf unserer Seite. Diese Fakten lassen sich nicht beliebig unterdr\u00fccken. Es wird nun endg\u00fcltig Zeit, dass die E-Zigarette von allen Beteiligten als das wahrgenommen wird, was sie ist: eine nie dagewesene Chance f\u00fcr erwachsene Raucher im Sinne der Risikominimierung\u201c, mahnt Michal Dobrajc, Vorsitzender des VdeH. <\/p>\n<p>Der Verband hatte bereits in der Vergangenheit die unsachliche Auseinandersetzung mit dem Thema in Politik und Medien kritisiert und mehrfach eine Versachlichung der Debatte gefordert. <\/p>\n<p>\u201eDeutschland sollte die Beispiele in Gro\u00dfbritannien \u2013 und j\u00fcngst auch Neuseeland, wo das Gesundheitsministerium bald eine Kampagne starten wird, die Raucher dazu animieren soll, aufs Dampfen umzusteigen \u2013, nun zum Anlass nehmen, seine Verweigerungshaltung aufzugeben\u201c, fordert Dobrajc weiter. \u201eMit einer Raucherquote von 28 Prozent auf dem vorletzten EU-Rang bei der Tabakpr\u00e4vention zu sein, l\u00e4sst nur folgenden Schluss zu: Ideologie und Bevormundung d\u00fcrfen nicht mehr vor Vernunft und Wissenschaft stehen.\u201c<\/p>\n<p><i>vi<\/i><br \/>\n(DTZ 27\/19)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN \/\/ Die medial verbreitete Sorge vor einer \u201eE-Zigaretten-Epidemie\u201c unter Jugendlichen wird durch aktuelle Zahlen widerlegt: E-Zigaretten sind f\u00fcr Jugendliche von untergeordnetem Interesse. 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