{"id":48416,"date":"2019-06-05T22:00:00","date_gmt":"2019-06-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=48416"},"modified":"2019-06-05T22:00:00","modified_gmt":"2019-06-05T22:00:00","slug":"fuer-den-handel-profitabel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=48416","title":{"rendered":"\u201eF\u00fcr den Handel profitabel\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>HAMBURG \/\/<\/strong> Seit rund einem halben Jahr ist Gerald Tijssen jetzt als Market Manager bei Reemtsma im Amt. \u00dcber seine ersten Erfahrungen und seine Ziele sprach DTZ in der Hamburger Unternehmenszentrale mit dem Niederl\u00e4nder.<\/p>\n<p><strong>Herr Tijssen, Sie waren f\u00fcr Imperial Brands unter anderem in den Niederlanden t\u00e4tig, sind Holl\u00e4nder \u2013 wie war es f\u00fcr Sie, zu Reemtsma nach Deutschland zu kommen?<\/strong><br \/>\n<strong>Gerald Tijssen: <\/strong>Sehen Sie: F\u00fcr mich ist es immer noch das gleiche Unternehmen. Was mich besonders gereizt hat, ist die Dynamik im deutschen Markt. Und dieser Markt spielt innerhalb unserer Konzerngruppe eine bedeutende Rolle, ist einer unserer Schl\u00fcsselm\u00e4rkte.<\/p>\n<p><strong>Wo sehen Sie die Dynamik?<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> Vor allem in den neuen Kategorien, in denen wir unterwegs sind. Immerhin sind wir hier schon seit einem Jahr mit MyBlu am Start. Und wir machen jetzt einen gro\u00dfen Schritt mit unserem neuen Kautabak Skruf.<\/p>\n<p><strong>Spannend.<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> Auf jeden Fall. Jedenfalls bedienen wir nicht nur die sich ver\u00e4ndernden Konsumentenw\u00fcnsche nach neuen Alternativen zur Nikotinaufnahme \u2013 wir schaffen mit unseren neuen Produkten sowohl uns als auch dem Handel neue M\u00f6glichkeiten. Zum Beispiel hat mich vor kurzem ein gro\u00dfer Sportverein angerufen und gefragt, ob wir nicht Sponsor werden wollen. Zwar sponsern wird aufgrund unseres Marketingkodexes keine Sportthemen \u2013 aber was ich sagen will: Das w\u00e4re nie geschehen, wenn wir noch ein klassisches Tabakunternehmen w\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Das bedeutet&#8201;\u2026<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> \u2026&#8201;dass die Welt uns zunehmend mit anderen Augen sieht und sieht, dass hier ein Wandel passiert.<\/p>\n<p><strong>Kommen wir zur\u00fcck zu Ihrem Start in Deutschland.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tijssen:<\/strong> Okay. Ein paar Unterschiede in der Mentalit\u00e4t gibt es schon. In Deutschland ist vieles anders. Deutschland ist sehr \u201egr\u00fcndlich\u201c und \u201ep\u00fcnktlich\u201c*. Und ich versuche jetzt, das mit meiner holl\u00e4ndischen Hands-on-Mentalit\u00e4t zu verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht das dann aus?<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> Gr\u00fcndlich zu sein ist wichtig, aber jetzt m\u00fcssen wir auch loslegen! Wenn uns diese Kombination gelingt, dann machen wir einen guten Job.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nUnd wie war der Schritt nach Hamburg f\u00fcr Sie ganz pers\u00f6nlich?<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen: <\/strong>Aufregend. Meine Familie lebt in der N\u00e4he von Amsterdam. Die sehe ich jetzt nur am Wochenende \u2013 das hat aber auch etwas f\u00fcr sich, weil ich mich unter der Woche voll auf die Arbeit konzentrieren kann. Und Hamburg ist toll \u2013 meine Familie besucht mich h\u00e4ufig&#8201;\u2026<\/p>\n<p><strong>Mit Reemtsma haben Sie einen Arbeitgeber mit langer Geschichte&#8201;\u2026<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen: <\/strong>\u2026&#8201;und sehr solider Reputation im Markt, ja. Ich finde es sehr wichtig, diese traditionellen Werte zu bewahren, denn auch deshalb vertrauen unsere Partner uns. Das gilt umso mehr, als wir unsere Produktpalette ver\u00e4ndern. Die Konsumenten sehen sich immer mehr nach weniger sch\u00e4dlichen Alternativen zum Rauchen um, das Dampfen gewinnt an Bedeutung. Das bedeutet f\u00fcr uns, dass auch wir als Unternehmen uns ver\u00e4ndern m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Aber die Zigarette spielt schon noch eine Rolle?<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen: <\/strong>(lacht) Sie wollen, dass ich sage, wir brauchen die Zigarette nicht mehr! Nein, nein, nein. Ich sehe das ganz anders als so mancher Wettbewerber. Da h\u00f6rt man nette PR-Statements, aber realistisch ist das nicht. F\u00fcr unsere Handelspartner macht die Zigarette manchmal 80 oder 90 Prozent ihres Umsatzes aus. Da haben wir eine Verantwortung. Aber auch der Konsument fragt klassische Tabakprodukte noch immer nach. Warum sollten wir so tun, als w\u00fcrden wir keinen Tabak mehr verkaufen wollen? Ich sehe das eher als \u00dcbergangsphase. Wir bei Reemtsma m\u00f6chten das Tabakgesch\u00e4ft in seiner bestehenden Form so lange erhalten, wie der Konsument die Produkte nachfragt. Und dadurch, dass wir uns bei den neuen Kategorien engagieren, stellen wir sicher, dass wir auch k\u00fcnftig die W\u00fcnsche der Konsumenten erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sie sprechen von E-Zigaretten?<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> Genau. Diese ist f\u00fcr die Zukunft sehr wichtig. Und ich spreche von Kautabak, der auch sehr wichtig werden wird. Das ist alles kein \u201eEntweder-oder\u201c, sondern ein \u201eSowohl-als-auch\u201c. Es gibt f\u00fcr den erwachsenen Raucher mehrere Optionen, Nikotin zu sich zu nehmen \u2013 unsere Aufgabe ist es, die Konsumentennachfrage verantwortungsvoll zu bedienen.<\/p>\n<p><strong>Das wird den Handel freuen.<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> Wenn Sie sich heute ein typisches Gesch\u00e4ft anschauen, dann nimmt der Umsatz mit Zeitungen und Zeitschriften, mit Tabak, mit vielen Produkten ab. Also m\u00fcssen wir den Handel unterst\u00fctzen. Das tun wir zum Beispiel, indem wir ihm die Chance bieten, mit neuen Produkten neue Kunden zu gewinnen.<\/p>\n<p><strong>Diese Botschaft kommt im Handel an?<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> Meine ersten sechs Monate hier habe ich nicht zuletzt daf\u00fcr genutzt, den H\u00e4ndlern zuzuh\u00f6ren. Da habe ich klares Feedback bekommen. Die Erwartungen und Anforderungen des Handels sind sehr klar.<\/p>\n<p><strong>Stehen die Bed\u00fcrfnisse der Konsumenten dem entgegen?<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> Nein. Die Konsumenten wollen smarte L\u00f6sungen. Die m\u00fcssen wir bieten, damit das Gesch\u00e4ft auch f\u00fcr den Handel profitabel bleibt. So haben wir gerade drei neue Davidoff-Produkte auf den Markt gebracht \u2013 hochwertiger Tabak, wertige Verpackung, verbesserte Filter und Papier, das f\u00fcr eine geringere Rauchentwicklung sorgt. Also: Wir fokussieren nicht nur auf die neuen Kategorien.<\/p>\n<p><strong>Ihren Hauptumsatz machen Sie mit Tabakwaren?<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen:<\/strong> Absolut, ja. Wenn wir allerdings einen Blick auf Myblu werfen, stellen wir fest, dass sich die Zahlen im ersten Halbjahr ausgezeichnet entwickeln. Kurze Zeit nach dem bundesweiten Start in 2018 haben wir laut Nielsen die Marktf\u00fchrerschaft \u00fcbernommen. Und wir haben diese Position laut den aktuellen Zahlen immer noch inne, obwohl ja neue Wettbewerber in den Markt eingetreten sind.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nKonkurrenz belebt ja bekanntlich das Gesch\u00e4ft.<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen: <\/strong>Tats\u00e4chlich halte ich das f\u00fcr positiv. Dadurch wird das Spiel spannender. Aber im Ernst: Der zunehmende Wettbewerb sorgt nat\u00fcrlich f\u00fcr mehr Aufmerksamkeit. Und der Markt ist so gro\u00df, dass alle Player wachsen k\u00f6nnen. Aber wir wollen die Nummer 1 bleiben.<\/p>\n<p><strong>Wie hoch ist denn Ihr Marktanteil derzeit?<\/strong><br \/>\n<strong>Tijssen: <\/strong>Fast 27 Prozent.<\/p>\n<p><i>max<\/i><\/p>\n<p><i>Lesen Sie das vollst\u00e4ndige Interview in unserer Printausgabe DTZ 24\/19.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HAMBURG \/\/ Seit rund einem halben Jahr ist Gerald Tijssen jetzt als Market Manager bei Reemtsma im Amt. \u00dcber seine ersten Erfahrungen und seine Ziele sprach DTZ in der Hamburger Unternehmenszentrale mit dem Niederl\u00e4nder. 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