{"id":48305,"date":"2019-04-24T22:00:00","date_gmt":"2019-04-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=48305"},"modified":"2019-04-24T22:00:00","modified_gmt":"2019-04-24T22:00:00","slug":"naechste-runde-in-der-verbotspolitik-wartet-bereits","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=48305","title":{"rendered":"N\u00e4chste Runde in der Verbotspolitik wartet bereits"},"content":{"rendered":"<p><strong>DORTMUND \/\/<\/strong> Der neue CEDT-Pr\u00e4sident Peter Schweinschwaller  wartete auf der MUT-Tagung in Dortmund mit einigen Daten und Zahlen auf, wobei er zum Teil auf Erhebungen von Euromonitor International aus dem Jahr 2017 zur\u00fcckgriff. Mit 150&#8201;.000 Mitgliedern ist die Conf\u00e9deration Europ\u00e9ene des D\u00e9taillants en Tabac (CEDT) nach Angaben von Schweinschwaller der gr\u00f6\u00dfte Einzelhandelsverband in Europa.<\/p>\n<p>Schweinschwaller rechntete vor, dass es weltweit 3,5 Millionen Tabakbauern gibt, die rund 15 Millionen Menschen besch\u00e4ftigen. Der CEDT-Pr\u00e4sident verdeutlichte, dass in einigen Entwicklungsl\u00e4ndern, etwa in Afrika, Tabakanbau und Tabakwirtschaft wichtige Einnahmequellen sind, um das Einkommen der Menschen zu sichern.<\/p>\n<p>Schweinschwaller zufolge rauchen rund um den Globus 19,7 Prozent der Erwachsenen. Fast 90 Prozent des Verkaufs von Tabakerzeugnissen entf\u00e4llt auf Zigaretten. Den globalen Zigarettenkonsum pro Jahr bezifferte er auf 5,4 Billionen St\u00fcck mit einem Umsatzvolumen von 699 Milliarden US-Dollar (619 Milliarden Euro). \u201eJ\u00e4hrlich w\u00e4chst der weltweite Zigarettenmarkt inklusive China um 2,8 Prozent, ohne China sind es 2,1 Prozent\u201c, berichtete der CEDT-Pr\u00e4sident. Den Durchschnittspreis f\u00fcr die 20-St\u00fcck-Packung gab er mit 2,58 Dollar (2,28 Euro) an.<\/p>\n<p><strong>Raucherquoten in Europa<\/strong><br \/>\nDie h\u00f6chste Raucherquote in Europa hat Griechenland mit einem Anteil von 38 Prozent, gefolgt von Bulgarien (35 Prozent), Kroatien (33 Prozent) und Frankreich mit einem Anteil von 32 Prozent. Deutschland liegt mit einem Raucheranteil von 27 Prozent etwa auf dem EU-Durchschnitt von 26 Prozent. Die wenigsten Raucher gibt es mit elf Prozent in Schweden und 19 Prozent in Finnland. Das h\u00e4ngt aber damit zusammen, dass in Skandinavien der rauchlose Snus weit verbreitet ist.<\/p>\n<p>Als erfreulich bezeichnete es Schweinschwaller, dass die Welt des Tabaks inzwischen gr\u00f6\u00dfer und vielf\u00e4ltiger geworden sei. Zu den klassischen Tabakerzeugnissen und Raucheraccessoires h\u00e4tten sich alternative Produkte gesellt, zum Beispiel E-Zigaretten, Tabakerhitzer, Shishas oder auch legale Cannabisprodukte. W\u00e4hrend die verbrennbaren Tabakerzeugnisse, allen voran Zigaretten, in der Europ\u00e4ischen Union pro Jahr zirka zwei Prozent beim Absatzvolumen verlieren w\u00fcrden, k\u00f6nnten alternative Nikotinprodukte deutliche Zuw\u00e4chse verzeichnen.<\/p>\n<p><strong>Rentabler Zigarettenschmuggel<\/strong><br \/>\nEin Problem sei der illegale Handel mit Zigaretten. Als Vertretung der Familienunternehmen des Tabakwareneinzelhandels unterst\u00fctzt die CEDT gesetzliche Initiativen gegen Schmuggel und Schwarzhandel. Zigarettenschmuggel ist rentabler als Drogenhandel\u201c, sagte Schweinschwaller und konstatierte, dass der Zoll personell zu schwach besetzt sei, um dem illegalen Zigarettenhandel ernsthaft einen Riegel vorzuschieben.<\/p>\n<p>N\u00e4her ging Schweinschwaller auf das Thema \u201eEU-Tabakproduktrichtlinie\u201c ein. Laut Europe Economics mit Daten vom Mai 2018 hatte die Einf\u00fchrung von Plain Packaging (Einheitspackungen) in Gro\u00dfbritannien keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Pr\u00e4valenz des Rauchens und auf den Tabakkonsum. Auch in Frankreich habe Plain Packaging nicht zu einem Absatzr\u00fcckgang gef\u00fchrt. \u201eLeider stieg 2016 der offizielle Verkauf von Zigaretten an\u201c, musste die franz\u00f6sische Gesundheitsministerin Agn\u00e8s Buzyn feststellen.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Verbote<\/strong><br \/>\n\u201eDennoch ist auf der politischen B\u00fchne bereits TPD&#8201;&#8201;3 ein Thema\u201c, erkl\u00e4rte Schweinschwaller. In der Diskussion seien unter anderen ein Verbot von Aromen und von Slim-Zigaretten, strengere Regulierungen von E-Zigaretten, eind\u00e4mmende Ma\u00dfnahmen bei Zigarettenresten sowie eine Versch\u00e4rfung der Messmethoden und Abrauch-Normen. Auch EU-weite Bildwarnhinweise auf Zigarren- und Zigarillopackungen seien denkbar. Hier wies Schweinschwaller auf die Drei-Prozent-Regelung hin. Diese besagt: Wenn der Marktanteil einer Produktgruppe die Drei-Prozent-Grenze \u00fcberschreitet, m\u00fcsse damit gerechnet werden, dass die EU in allen Mitgliedsl\u00e4ndern Schockbilder auf den Packungen vorschreibt. In die Berechnung d\u00fcrfte die EU-Administration nicht nur klassische Zigarren- und Zigarilloerzeugnisse, sondern wom\u00f6glich auch Ecozigarillos einbeziehen.<\/p>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion informierte Schweinschwaller, dass die Mitglieder der CEDT traditionell aus den Tabakmonopoll\u00e4ndern stammen, er aber Mitglieder aus anderen L\u00e4ndern gewinnen will. \u201eIch vertrete als CEDT-Pr\u00e4sident derzeit 40 Prozent der Tabakeinzelh\u00e4ndler in Europa. Mein Ziel ist eine Quote von 50 Prozent.\u201c <i>da<\/i><\/p>\n<p>(DTZ 18\/19)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DORTMUND \/\/ Der neue CEDT-Pr\u00e4sident Peter Schweinschwaller wartete auf der MUT-Tagung in Dortmund mit einigen Daten und Zahlen auf, wobei er zum Teil auf Erhebungen von Euromonitor International aus dem Jahr 2017 zur\u00fcckgriff. 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