{"id":47184,"date":"2018-02-06T23:00:00","date_gmt":"2018-02-06T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=47184"},"modified":"2018-02-06T23:00:00","modified_gmt":"2018-02-06T23:00:00","slug":"wenig-wissen-um-e-zigarette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=47184","title":{"rendered":"Wenig Wissen um E-Zigarette"},"content":{"rendered":"<p><strong>STELLE \/\/ <\/strong>In einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands des E-Zigarettenhandels (VdeH) geben 54 Prozent der Befragten an, dass sie E-Zigaretten f\u00fcr mindestens genauso sch\u00e4dlich halten wie Tabakzigaretten. <\/p>\n<p>Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind in Deutschland allerdings bislang nicht zu den Menschen durchgedrungen, zugleich w\u00fcnscht sich die Mehrheit der Befragten mehr Informationen zur E-Zigarette.<\/p>\n<p>Rund 1,5 Millionen erwachsene Raucher sind in Deutschland von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette umgestiegen. Die E-Zigarette hat laut wissenschaftlichen Studien das Potenzial, die gesundheitlichen Risiken des Rauchens zu reduzieren: 95 Prozent weniger sch\u00e4dlich gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Zigaretten sind sie laut Experten von Public Health England. Der Gro\u00dfteil der Erwachsenen in Deutschland wei\u00df das jedoch nicht: 54 Prozent der in einer repr\u00e4sentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des VdeH Befragten geben an, dass sie E-Zigaretten f\u00fcr genauso sch\u00e4dlich oder sogar f\u00fcr sch\u00e4dlicher halten als herk\u00f6mmliche Tabakzigaretten.<\/p>\n<p><strong>Einseitige Berichte<\/strong><\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr das bestehende Meinungsbild sind offenbar fehlende Informationen: Mit 80 Prozent gibt die \u00fcberwiegende Mehrheit der 1014 Befragten an, dass sie die E-Zigarette aus Medienberichten kennen. Zufrieden sind sie mit der Berichterstattung jedoch nur zum Teil: 58 Prozent aller Befragten h\u00e4tten gerne mehr Informationen \u00fcber die Auswirkungen auf die Gesundheit durch den Konsum von E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten und die damit verbundenen Chancen.<\/p>\n<p>\u201eIn der Vergangenheit wurde in Deutschland sehr einseitig \u00fcber die E-Zigarette berichtet. Es war viel von giftigen Substanzen und spekulativen Langzeitfolgen die Rede \u2013 aber dem deutlich geringeren Gesundheitsrisiko wurde bislang kaum Beachtung geschenkt. Dabei schneidet die E-Zigarette im Vergleich mit Tabakprodukten in Sachen Schadstoffe um L\u00e4ngen besser ab\u201c, so Dac Sprengel, Vorsitzender des VdeH.<\/p>\n<p>Die Zahl der Studien, die E-Zigaretten als bessere Alternative zu Tabakzigaretten bewerten, ist umfangreich, doch in Deutschland noch nicht zu den Verbrauchern durchgedrungen: Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass E-Zigaretten 95 Prozent weniger sch\u00e4dlich sind als Tabakzigaretten, halten 84 Prozent der Befragten f\u00fcr weniger oder \u00fcberhaupt nicht glaubw\u00fcrdig. \u201eGro\u00dfbritannien nimmt hier eine absolute Vorreiterrolle ein. In der britischen Wissenschaft herrscht \u00fcber die E-Zigarette als Chance l\u00e4ngst Konsens \u2013 Deutschland hingegen hinkt hinterher. Wenn \u00c4rzte, Wissenschaftler und Politiker den vorhandenen Studien misstrauen, dann ist es h\u00f6chste Zeit, eigene Studien durchzuf\u00fchren\u201c, sagt Sprengel.<\/p>\n<p>Die Mehrheit der Deutschen w\u00fcnscht sich laut der Umfrage in Sachen E-Zigaretten fachlich und wissenschaftlich fundierte Aufkl\u00e4rung. Sie vertrauen vor allem Medizinern und Forschern: Mit 81 Prozent h\u00e4lt die \u00fcberwiegende Mehrheit der Befragten Lungenfach\u00e4rzte f\u00fcr glaubw\u00fcrdig, wenn es um die Bewertung der Chancen und Risiken von E-Zigaretten geht. Wissenschaftler an Universit\u00e4ten und Forschungseinrichtungen belegen mit 69 Prozent Platz 2, gefolgt von Verbraucherverb\u00e4nden mit 60 und Allgemeinmedizinern mit 51 Prozent.<\/p>\n<p>Einer der ersten Mediziner aus dem deutschsprachigen Raum, die die Chancen der E-Zigaretten erkannt haben und \u00f6ffentlich dazu stehen, ist Bernd Mayer, Pharmakologe an der Universit\u00e4t Graz: \u201eUntersuchungen zeigen, dass der Anteil toxischer Substanzen im Blut von E-Zigaretten-Dampfern bereits zwei Wochen nach dem Umstieg so niedrig ist wie der von Nichtrauchern. Wer auf Nikotinkonsum nicht verzichten will, hat mit der E-Zigarette eine wesentlich unbedenklichere Alternative.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Diskussion<\/strong><\/p>\n<p>Der VdeH will mit der Umfrage einen weiteren Beitrag dazu leisten, die \u00f6ffentliche Diskussion in Gang zu bringen: \u201eDer Umstieg auf die E-Zigarette kann dazu beitragen, die Gesundheitsrisiken von Rauchern drastisch zu verringern und die Lebensqualit\u00e4t eines F\u00fcnftels der Bev\u00f6lkerung zu verbessern. Diese Chance darf nicht vertan werden. Die Politik ist dabei ein unverzichtbarer Akteur. Erst wenn die Debatte offen und \u00f6ffentlich gef\u00fchrt wird, kann die Bev\u00f6lkerung aufgekl\u00e4rt werden und an die Stelle der Fehlinformationen k\u00f6nnen die bereits vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse treten\u201c, so Sprengel.<\/p>\n<p><i>vi<\/i><\/p>\n<p>(DTZ 06\/18)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>STELLE \/\/ In einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands des E-Zigarettenhandels (VdeH) geben 54 Prozent der Befragten an, dass sie E-Zigaretten f\u00fcr mindestens genauso sch\u00e4dlich halten wie Tabakzigaretten. Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind in Deutschland allerdings bislang nicht zu den Menschen durchgedrungen, zugleich w\u00fcnscht sich die Mehrheit der Befragten mehr Informationen zur E-Zigarette. 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