{"id":47097,"date":"2017-12-20T23:00:00","date_gmt":"2017-12-20T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=47097"},"modified":"2017-12-20T23:00:00","modified_gmt":"2017-12-20T23:00:00","slug":"faszination-des-verbotenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=47097","title":{"rendered":"Faszination des Verbotenen"},"content":{"rendered":"<p><strong>CAMBRIDGE \/\/<\/strong> Die Wirkungslosigkeit von Schockbilder auf Tabakwaren wird schon lange angezweifelt. Eine neue Studie zeigt, dass die Kritiker dieser Ma\u00dfnahme Recht haben.<\/p>\n<p>Die Untersuchung der RAND Corporation malt ein neues Bild der jugendlichen Verhaltensweisen. demnach k\u00f6nnten Teenager durch Bildwarnhinweise in Tabakfachgesch\u00e4ften eher zum Zigarettenkonsum verleitet als davon abgeschreckt werden.<\/p>\n<p>Zu diesem Schluss kommt die Studie, die Anfang Dezember 2017 in der Fachzeitschrift \u201eNicotine &#038; Tobacco Research\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde. Ein Ergebnis, das die Auftraggebern, dem Nationalen Krebsinstitut der USA und der Nahrungs- und Medikamentenbeh\u00f6rde FDA zumindest nachdenklich machen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p><strong>Fragen zum Konsumverhalten <\/strong><br \/>\nInsgesamt nahmen 441 Jugendlichen zwischen elf und 17 Jahren am Experiment teil. Durch Frageb\u00f6gen wurde im Vorfeld bereits die Einstellung der Heranwachsenden zum Thema Rauchen gekl\u00e4rt. Darin wurden die Probanden auch nach ihrem Konsumverhalten befragt. <\/p>\n<p>Die Mehrheit der Teenager war entschlossen, nicht mit dem Rauchen zu beginnen. Etwa 20 Prozent stuften die Studienleiter als gef\u00e4hrdet ein, mit dem Rauchen anzufangen. F\u00fcnf Prozent der Jugendlichen hatte bereits geraucht. Anschlie\u00dfend wurden die Jugendlichen zum Einkaufen in ein simuliertes Gesch\u00e4ft geschickt. Die eine H\u00e4lfte ging in ein Gesch\u00e4ft, wo in der N\u00e4he der Tabakprodukte ein Bildwarnhinweise installiert war. Die andere H\u00e4lfte in einen Laden ohne Schockbild.<\/p>\n<p><strong>Bereitschaft sgar gestiegen<\/strong><br \/>\nDas Bild war eines von neun Fotos, die die FDA zuvor f\u00fcr Zigarettenpackungen ausgew\u00e4hlt hatte. Nach dem Einkauf wurden die Probanden erneut gefragt. Dabei zeigt sich, dass bei den Teenagern, die bereits als gef\u00e4hrdet eingestuft worden waren, und die das Schockbild gesehen hatten, die Bereitschaft gestiegen war mit dem Rauchen zu starten oder es fortzusetzen. Auf die anderen hatten die Bilder keinen Einfluss. <\/p>\n<p>William Shadel, Hauptautor der Studie, erkl\u00e4rte sich dieses Verhalten durch eine sogenannte konterintuitive Wirkung. \u201eEs ist m\u00f6glich, dass gef\u00e4hrdete Jugendliche mit einer Abwehrhaltung auf die Poster reagierten. Sie haben die Gesundheitsrisiken, die in den Plakaten portr\u00e4tiert wurden, verworfen oder heruntergespielt\u201c, zitiert die \u201eDeutsche Welle\u201c den Autor. <\/p>\n<p><strong>Durch Schockbilder erst aufmerksam geworden<\/strong><br \/>\nWeiter bestehe die M\u00f6glichkeit, dass die Teenager durch das Schockbild erst auf die Wand mit den Tabakprodukten aufmerksam geworden seien. Der Gesetzgeber m\u00fcsse vorsichtig sein, wenn er Bildwarnhinweis als Teil seiner Anti-Tabak-Strategie nutzte, findet Shadel. Effektiver als jedes Bild seien wom\u00f6glich Warnhinweise auf jeder einzelnen Zigarette. Ein entsprechender Versuch mit 1000 16- und 24-J\u00e4hrigen habe dies gezeigt. <i>red<\/i><\/p>\n<p>(DTZ 1\/18)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CAMBRIDGE \/\/ Die Wirkungslosigkeit von Schockbilder auf Tabakwaren wird schon lange angezweifelt. Eine neue Studie zeigt, dass die Kritiker dieser Ma\u00dfnahme Recht haben. Die Untersuchung der RAND Corporation malt ein neues Bild der jugendlichen Verhaltensweisen. demnach k\u00f6nnten Teenager durch Bildwarnhinweise in Tabakfachgesch\u00e4ften eher zum Zigarettenkonsum verleitet als davon abgeschreckt werden. 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