{"id":46304,"date":"2017-05-31T22:00:00","date_gmt":"2017-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=46304"},"modified":"2017-05-31T22:00:00","modified_gmt":"2017-05-31T22:00:00","slug":"die-zukunft-des-tabakhandels-liegt-im-e-business","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=46304","title":{"rendered":"Die Zukunft des Tabakhandels liegt im \u201eE-Business\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>R\u00d6SRATH \/\/ <\/strong>Die Zukunft im Blick: Beim BTWE-Branchendialog traten am ersten Tag Experten aus den Bereichen E-Zigarette und \u201eHeat not burn\u201c vor die versammelten Fachh\u00e4ndler. Thema des Nachmittags: \u201eWie sich die Branche neu erfindet.\u201c <\/p>\n<p>Dac Sprengel, Vorsitzender des Verbands des E-Zigarettenhandels (VdeH), wies darauf hin, dass der Umsatz mit E-Zigaretten und Zubeh\u00f6r in Deutschland im vergangenen Jahr bei etwa 420 Millionen Euro gelegen habe. Zugleich habe die Branche in den vergangenen Jahren im Durchschnitt stets \u00fcber 50 Prozent zugelegt. Sprengel legte den Teilnehmern ans Herz, die Produktkategorien besonders sorgf\u00e4ltig auszuw\u00e4hlen. So sei es zum Beispiel nicht sinnvoll, erkl\u00e4rungsintensive Nachf\u00fcll-Systeme an Tankstellen verkaufen zu wollen, weil die Zeit f\u00fcr die Beratung fehle.<\/p>\n<p><strong>Was E-Zigarette und Tabakpfeife eint<\/strong><br \/>\nMit 30 bis 60 Minuten Erstberatung rechnet auch Frank Hackeschmidt bei einer Erstberatung f\u00fcr solche offenen Systeme. Hackeschmidt ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Handelsunternehmens iSmokeSmart und zugleich im Vorstand des B\u00fcndnis f\u00fcr Tabakfreien Genuss (BfTG) aktiv. Allerdings: Er vergleiche den Aufwand mit dem f\u00fcr eine klassische Tabakpfeife. Geld werde ohnehin nicht mit der Hardware, sondern in erster Linie mit den Liquids und Ersatzteilen gemacht.<\/p>\n<p>Margenstark mit steigendem Marktanteil und gro\u00dfem Potenzial \u2013 so sieht Bernd Kleinpeter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Liquid-Produzenten Niko Liquids, die E-Zigarette. Das Gesch\u00e4ftsfeld sei erwachsen und damit unverzichtbar geworden. Kleinpeter hob hervor, es habe eine Marktbereinigung eingesetzt, bei der Importeure nicht zul\u00e4ssiger Produkte aus Osteuropa oder Fernost und Hinterhof-Panscher billiger Liquids ihr Gesch\u00e4ft einstellen m\u00fcssten. Allerdings, so Kleinpeter weiter, gebe es auch heute noch nicht-verkehrsf\u00e4hige Ware im Handel, die den Anforderungen der TPD2 nicht entspreche. Das Problem: Es haftet der sogenannte Inverkehrbringer \u2013 also zun\u00e4chst der H\u00e4ndler. Schlie\u00dflich rief Kleinpeter dazu auf, den Schulterschluss zwischen Fachhandel und Herstellern zu wagen. H\u00e4ndler, die den Konsumenten kompetent berieten, k\u00f6nnten sich ein starkes Zusatzgesch\u00e4ft aufbauen. Der E-Zigarette geb\u00fchre ein fester Stammplatz im Regal, da sie den Status des Nischenproduktes verlassen habe.<\/p>\n<p><strong>iQos im Handel<\/strong><br \/>\nMit der Frage \u201eWas verkaufen wir morgen?\u201c setzte sich Julia Kerl auseinander, die bei Philip Morris als National Key Accounter f\u00fcr den Convenience Channel zust\u00e4ndig ist. Sie schlug den Bogen vom r\u00fcckl\u00e4ufigen Tabakmarkt, der zwischen 2000 und 2016 rund 28 Prozent verloren habe, zu einem notwendigen neuen Produkt. F\u00fcr Philip Morris ist das iQos mit dem Slogan \u201eDas \u00e4ndert alles\u201c. Kerl nannte vielversprechende Zahlen: So wurden in den deutschen Testm\u00e4rkten bereits mehr als 25.000 Ger\u00e4te verkauft, der Marktanteil liege dort bei gut 0,7 Prozent, Top-H\u00e4ndler verkauften mehr als 40 Heets-P\u00e4ckchen pro Woche. Laut Kerl will der Konzern nun bundesweit mit iQos-Boutiquen, einem Online-Store, einem fl\u00e4chendeckenden Netz an Heet-H\u00e4ndlern sowie etwa 800 bis 1000 Device-H\u00e4ndlern aktiv werden. Auf wenig Gegenliebe stie\u00df dabei die Ank\u00fcndigung, etwa 600 Au\u00dfendienstmitarbeiter auch f\u00fcr den Verkauf direkt an den Endkunden zu schulen.<\/p>\n<p>Den Abschluss des informativen Events bildete der Vortrag von Andreas Thoma, Head of Trade Marketing &#038; Distribution bei BAT Germany. Thoma stellte klar: F\u00fcr BAT bleibt auch die klassische Zigarette ein enorm wichtiges Thema, auch wenn sogenannte \u201eHeat not burn\u201c-Produkte und E-Zigaretten k\u00fcnftig parallel existierten. Aber: 77 Prozent aller Dampfer rauchten weiter, 88 Prozent verringerten ihren Konsum nicht oder nur marginal. Das liege auch daran, dass etwa jeder dritte Umsteiger nicht das gleiche Genusserlebnis versp\u00fcre wie beim Rauchen. F\u00fcr den Handel sei es entscheidend, das \u201erichtige\u201c Produktsortiment aufzunehmen, den Konsumenten zu leiten, im Gesch\u00e4ft zu kommunizieren und kompetent zu beraten. <\/p>\n<p>Aus dem Publikum kamen Fragen nach der Margenpolitik der Branchenriesen auf. Wenig zufrieden zeigten sich die Zuh\u00f6rer, als Thoma sagte, die Industrie m\u00fcsse jetzt in den Aufbau der Marken investieren und das nat\u00fcrlich finanzieren. Im Klartext: H\u00f6here Margen sind auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Dabei, konstatierte ein Teilnehmer , sei das \u201eeine existenzielle Frage\u201c.<\/p>\n<p>max<\/p>\n<p>(DTZ 22\/17).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00d6SRATH \/\/ Die Zukunft im Blick: Beim BTWE-Branchendialog traten am ersten Tag Experten aus den Bereichen E-Zigarette und \u201eHeat not burn\u201c vor die versammelten Fachh\u00e4ndler. 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