{"id":46238,"date":"2017-05-03T22:00:00","date_gmt":"2017-05-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=46238"},"modified":"2017-05-03T22:00:00","modified_gmt":"2017-05-03T22:00:00","slug":"werbung-raus-aus-youtube","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=46238","title":{"rendered":"Werbung raus aus Youtube"},"content":{"rendered":"<p><strong>BR\u00dcSSEL \/\/<\/strong> Jetzt macht das Europ\u00e4ische Parlament in Sachen Werbung im Internet ernst. K\u00fcnftig sollen Netflix, Youtube und Co. strengere Vorschriften befolgen.<\/p>\n<p>Der Kultur- und Medienausschuss des Euro\u00e4ischen Parlaments hat einen Erlass beschlossen, mit dem die Beh\u00f6rden gegen verdeckte Reklame im Netz vorgehen k\u00f6nnen. Damit d\u00fcrften etwa f\u00fcr Youtuber bald dieselben Vorschriften gelten wie f\u00fcr Fernsehsender.<\/p>\n<p>Wer k\u00fcnftig Web-Videos produziert und ins Netz stellt, der wird gesetzlich verpflichtet, explizit auf Produktplatzierungen und erfolgte Sponsoring-Ma\u00dfnahmen hinzuweisen. Das soll f\u00fcr jede Form von Bewegtbild gelten. Bislang gibt es nur wenige Video-Produzenten, die in den sozialen Netzwerken darauf hinweisen, ob sie von Unternehmen unterst\u00fctzt wurden.<\/p>\n<p>Bislang gibt es keine allgemeing\u00fcltigen Regeln \u2013 was es f\u00fcr Konsumenten schwierig macht, die Aussagekraft solcher Sendungen zu bewerten. Die neue EU-Richtlinie zu audiovisuellen Mediendiensten schreibt vor, dass wahrheitsgetreu auf solche Werbeinhalte hingewiesen werden muss. Petra Kammerevert (SPD, S &#038; D), Vorsitzende des Ausschusses, erkl\u00e4rte in der \u201eNZZ\u201c dazu: \u201eVideos, die massenhaft Produktplatzierungen enthalten und deren Ersteller damit viel Geld verdienen, sollen nicht so tun, als w\u00fcrden sie ein objektives Bildungsangebot machen.\u201c<\/p>\n<p>Noch gravierender f\u00fcr die Tabakbranche ist ein paralleler Vorsto\u00df des Gremiums, mit dem Web-Film-Anbietern verboten werden soll, Reklame f\u00fcr Zigaretten und andere Tabakwaren \u2013 sowie f\u00fcr alkoholische Getr\u00e4nke \u2013 zu verbreiten. Das betrifft ausdr\u00fccklich auch Online-Videotheken wie Netflix.<\/p>\n<p>Lobbyisten der privaten Sender fordern bereits seit einiger Zeit, f\u00fcr Online-Dienste m\u00fcssten die gleichen Werbevorgaben gelten wie f\u00fcrs TV.<\/p>\n<p>Und noch einen Bereich wollen die europ\u00e4ischen Parlamentarier st\u00e4rker regulieren. Dabei geht es um eine Quote f\u00fcr europ\u00e4ische Produktionen. Anbieter wie Amazon Prime Video oder Netflix sollen dazu verdonnert werden, bestimmte Mindestanteile ihres Film- oder Serienangebots im EU-Raum herstellen zu lassen. Die Rede war von 30 Prozent. Damit m\u00fcssten sich die Internet-Dienstleister auch st\u00e4rker als bisher an der Filmf\u00f6rderung der EU-Mitgliedsstaaten beteiligen.<\/p>\n<p>In \u201eWerben &#038; Verkaufen\u201c bezog Marco Zingler, Vizepr\u00e4sident im Bundesverband Digitale Wirtschaft, Stellung: \u201eDie Angebotsvielfalt einzuschr\u00e4nken, wie vom Kulturausschuss des EU-Parlaments gefordert, ist der falsche Weg. Entscheidend f\u00fcr den Verbraucher ist die Frage nach der Qualit\u00e4t des Angebots. Dass die amerikanischen Anbieter dabei einen Vorsprung haben, kann man ihnen in einem freien Markt nicht vorwerfen.\u201c<\/p>\n<p>max<\/p>\n<p>(DTZ 18\/17)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BR\u00dcSSEL \/\/ Jetzt macht das Europ\u00e4ische Parlament in Sachen Werbung im Internet ernst. 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