{"id":45239,"date":"2015-12-16T23:00:00","date_gmt":"2015-12-16T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=45239"},"modified":"2015-12-16T23:00:00","modified_gmt":"2015-12-16T23:00:00","slug":"dritter-davidoff-standort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=45239","title":{"rendered":"Dritter Davidoff-Standort"},"content":{"rendered":"<p><strong>FRANKFURT \/\/<\/strong> Davidoff setzt gemeinsam mit dem Duty-free-Shop-Betreiber Gebr. Heinemann sein globales Einzelhandelskonzept um. DTZ sprach mit den beiden Firmenchefs.<\/p>\n<p><strong>Herr Hoejsgaard, der Davidoff-Humidor mit seiner gro\u00dfen Glasfront im Terminal 1 macht etwas her&#8197;\u2026<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>Hans-Kristian Hoejsgaard:<\/strong> Oh ja, und ich freue mich, dass wir am Flughafen Frankfurt den zweiten begehbaren Flagship-Humidor in Europa \u2013 und den ersten in der Europ\u00e4ischen Union \u2013 er\u00f6ffnen konnten. Vor ziemlich genau zwei Jahren sagte Claus Heinemann mir, er w\u00fcnsche sich ein bisschen mehr Aktivit\u00e4t im Tabak-Bereich. Ob Davidoff da mit Zigarren etwas tun k\u00f6nne. Und der jetzt eingeweihte Humidor ist das Ergebnis dieses Gespr\u00e4chs.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n\u201eDavidoff of Geneva \u2013 since 1911\u201c \u2013 Herr Heinemann, wie sehen Sie den neuen Humidor?<\/strong><br \/>\n<strong>Claus Heinemann:<\/strong> Der begehbare Humidor stellt den Anspruch unserer beiden Unternehmen auf h\u00f6chste Qualit\u00e4t und erstklassige Produktpr\u00e4sentation unter Beweis.<\/p>\n<p><strong>Und Sie, Herr Hoejsgaard?<\/strong><br \/>\n<strong>Hoejsgaard:<\/strong> Ein stilvoller Raum in modernem Dekor, in dem Aficionados vor dem Abflug erstklassige handgerollte Zigarren erstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftlich ist das aber nicht Ihr erstes gemeinsames Projekt mit dem Unternehmen Heinemann?<\/strong> <br \/>\n<strong>Hoejsgaard:<\/strong> Oh nein, die Beziehungen zwischen den Familien Heinemann und Oettinger-Schneider bestehen mittlerweile seit 45 Jahren.<br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> Genau. Ich arbeite jetzt seit \u00fcber 35 Jahren in der Branche und die Verbindung zwischen unseren Unternehmen begleitet mich \u00fcber die gesamte Zeit. Heinemann war \u00fcbrigens damals der Importeur von Davidoff-Zigarren in Deutschland. Aus dieser Zeit stammt die Davidoff-Krawatte, die ich anl\u00e4sslich der heutigen Feier aus dem Schrank geholt habe. (schmunzelt)<\/p>\n<p><strong>Ist das Projekt gelungen?<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> Auf jeden Fall. Ich freue mich sehr am Anblick des neuen Humidors in unserem Duty-Free-Shop mit den Reihen erlesener Zigarren. Im Genuss-Umfeld mit Schokolade, Spirituosen und Wein ist das genau die Mischung, mit der wir unsere internationalen Kunden \u00fcberzeugen k\u00f6nnen.<br \/>\nWer geh\u00f6rt denn zur Kernzielgruppe, Herr Hoejsgaard?<br \/>\n<strong>Hoejsgaard:<\/strong> Das sind Gesch\u00e4ftsleute und Privatreisende, die international unterwegs sind. Am Terminal 1 sind das morgens vor allem Amerikaner und Japaner, am Nachmitttag dann eher Chinesen. Das ist ein guter Mix.<\/p>\n<p><strong>Das ist Ihr dritter Standort in Frankfurt?<\/strong><br \/>\n<strong>Hoejsgaard:<\/strong> Genau, nach dem Flagship-Store an der Schillerstra\u00dfe und der neuen Lounge im Sheraton am Flughafen.<\/p>\n<p><strong>Wie wichtig sind denn Zigarren am neuen Standort?<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> Am Flughafen Frankfurt machen wir mit Zigarren ein Viertel des gesamten Tabak-Umsatzes \u2013 ein au\u00dferordentlich hoher Wert. Und Tabak wiederum macht etwa acht Prozent unseres Umsatzes an diesem Standort aus. Allerdings sprechen wir hier nur von unserem Kerngesch\u00e4ft: Spirituosen, Wein, Parf\u00fcm, Schokolade und Tabakwaren.<\/p>\n<p><strong>Und Sie sehen weitere Chancen f\u00fcr die Zigarre?<\/strong><br \/>\nHeinemann: Nat\u00fcrlich. Wenn wir kein Potenzial s\u00e4hen, h\u00e4tten wir das Projekt nicht realisiert. Wir m\u00fcssen uns ja gegen\u00fcber dem Landlord \u2026<\/p>\n<p><strong>Also Flughafenbetreiber Fraport&#8197;\u2026<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> \u2026&#8197;rechtfertigen. F\u00fcr jeden Quadratmeter wird eine Konzessionsabgabe f\u00e4llig. Wenn wir also mit dem Davidoff-Humidor nicht performen w\u00fcrden, w\u00fcrde Fraport sagen, wir sollten besser Whisky oder Cognac verkaufen.<\/p>\n<p><strong>Hilft die Zigarre Ihrem Gesamtgesch\u00e4ft?<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> Aber sicher. Zigarrenraucher sind Connaisseure. Wer eine Zigarre kauft, der greift auch zu edler Schokolade oder einem hervorragenden Rotwein. Das sind super Kunden.<\/p>\n<p><strong>Woran messen Sie Ihren Erfolg?<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann: <\/strong>Ganz wichtig ist f\u00fcr uns die Penetrationsrate, also die Quote, wie viele Flugg\u00e4ste tats\u00e4chlich in unser Gesch\u00e4ft kommen. Und dann die Frage: Wie viel geben die Kunden bei uns aus?<\/p>\n<p><strong>Apropos Erfolg:<\/strong> Wo wird Davidoff 2016 neue Stores er\u00f6ffnen?<br \/>\n<strong>Hoejsgaard: <\/strong>Das sind drei neue Gesch\u00e4fte in Amerika, n\u00e4mlich in Manhattan, in Houston und in Tampa. Au\u00dferdem werden wir am 1. M\u00e4rz einen gro\u00dfen Flagship-Store im chinesischen Fuyhou er\u00f6ffnen. Und in Moskau bauen wir ziemlich um; da wird es dann einen gro\u00dfen Humidor geben. Unsere Schwerpunkte 2016 liegen in Amerika und Asien.<\/p>\n<p><strong>Aber sowohl Davidoff als auch Heinemann m\u00fcssen W\u00e4hrungsschwankungen im Blick behalten.<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> Ja, unser Gesch\u00e4ft ist stark abh\u00e4ngig von der Entwicklung von W\u00e4hrungen. 2015 war f\u00fcr uns \u00fcberall dort erfreulich, wo der Euro gilt, weil etwa Amerikaner oder Chinesen in US-Dollar rechnen. F\u00fcr diese Zielgruppe war es g\u00fcnstig, im Euro-Raum einzukaufen. Die Amerikaner liegen gegen\u00fcber dem Vorjahr 30 Prozent im Plus. Also: An allen europ\u00e4ischen Standorten liegen wir \u00fcber Plan.<\/p>\n<p><strong>Wie ist das Jahr 2015 f\u00fcr Davidoff verlaufen?<\/strong><br \/>\n<strong>Hoejsgaard: <\/strong>Grunds\u00e4tzlich erfolgreich. 2015 ist die Marke Davidoff umsatzm\u00e4\u00dfig im zweistelligen Bereich gewachsen. Angesichts eines r\u00fcckl\u00e4ufigen Gesamtmarktes \u2013 insbesondere in Europa \u2013 ist das sehr sch\u00f6n. Allerdings haben uns als Schweizer Unternehmen der starke Franken und der schwache Euro beeintr\u00e4chtigt. Aber wir sind zufrieden \u2013 auch mit unserer Zweitmarke Camacho.<\/p>\n<p><strong>Wo hat Heinemann Probleme?<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> Die T\u00fcrkei ist f\u00fcr uns sehr wichtig. Istanbul sah hervorragend aus, bis es zu den politischen Turbulenzen mit Russland kam. Und Moskau ist nicht besonders erfreulich, nachdem der Rubel um fast 40 Prozent abgewertet hat. Die Russen, die sonst meist zum Teuersten gegriffen haben, achten nun sehr auf den Preis. F\u00fcr uns ist das eine neue Situation. Und \u00fcber die politische Situation in \u00c4gypten und Tunesien sprechen wir besser nicht&#8197;\u2026<\/p>\n<p><strong>Wo Schatten ist, ist aber auch Licht. Kommt das aus dem Reich der Mitte?<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> Ja, chinesische Kunden sind f\u00fcr uns enorm wichtig. Wir machen in Frankfurt 16 Prozent unseres Umsatzes mit ihnen. Und das mit zunehmender Tendenz: F\u00fcr 2015 verzeichnen wir Zuw\u00e4chse um 25 Prozent. <\/p>\n<p><strong>Das klingt gut. Wozu greifen die Asiaten besonders h\u00e4ufig?<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann:<\/strong> Die Chinesen lieben deutsche Produkte und exklusive Waren, ob es nun Parf\u00fcm, Schokolade, Spirituosen wie Whisky oder Cognac oder eben Zigarren sind, die sie gern als Geschenk mit nach Hause nehmen. Und die Chinesen sind die K\u00e4ufer, die den h\u00f6chsten Pro-Kopf-Betrag bei uns ausgeben.<br \/>\n<strong>Hoejsgaard:<\/strong> Stimmt, Zigarren sind bei Chinesen die drittpopul\u00e4rsten Geschenkartikel hinter Uhren und Rotwein. <br \/>\n<strong><br \/>\nWie gehen Sie mit den Regulierungen in Deutschland um?<\/strong><br \/>\n<strong>Heinemann: <\/strong>Das kann man ja nicht losgel\u00f6st von der EU betrachten. Aber man hat die Tabakwaren schon oft totgesagt \u2013 und wenn ich sehe, was wir f\u00fcr erfreuliche Ums\u00e4tze damit machen, bin ich weiter guter Dinge, wenn ich an die Zukunft denke.<br \/>\n<strong>Hoejsgaard: <\/strong>Die Regulierung ist auch f\u00fcr uns nat\u00fcrlich ein gro\u00dfes Problem. Ich freue mich, dass im zweiten Entwurf des deutschen Tabakgesetzes eine Ausnahmeregel f\u00fcr Artikel 11 vorgesehen ist.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIn dem es um die Warnhinweise geht \u2026<\/strong><br \/>\n<strong>Hoejsgaard: <\/strong>Genau. Trotzdem ist es \u2013 eigentlich zum ersten Mal \u2013 wirklich schwierig, Vorhersagen f\u00fcr das Gesch\u00e4ft im kommenden Jahr zu machen. Da gibt es einfach zu viele externe Variablen: gesetzliche Vorgaben, Terrorangriffe \u2013 das ist kein ruhiges Umfeld.<br \/>max<\/p>\n<p>(DTZ 51\/52\/15)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FRANKFURT \/\/ Davidoff setzt gemeinsam mit dem Duty-free-Shop-Betreiber Gebr. Heinemann sein globales Einzelhandelskonzept um. DTZ sprach mit den beiden Firmenchefs. 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