{"id":44949,"date":"2015-09-21T22:00:00","date_gmt":"2015-09-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=44949"},"modified":"2015-09-21T22:00:00","modified_gmt":"2015-09-21T22:00:00","slug":"gute-stimmung-auf-der-diesjaehrigen-intertabac","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=44949","title":{"rendered":"Gute Stimmung auf der diesj\u00e4hrigen InterTabac"},"content":{"rendered":"<p><strong>DORTMUND \/\/ <\/strong>\u00dcberwiegend positiv \u2013 so l\u00e4sst sich die Stimmung auf der diesj\u00e4hrigen InterTabac in den Dortmunder Westfalenhallen beschreiben. Die wohl wichtigste Messe der Branche weltweit fand am vergangenen Wochenende statt. Insgesamt kamen an den drei Tagen rund 11&#8198;500 Besucher (Vorjahr: 11&#8198;000), davon etwa 40 Prozent aus dem Ausland. Die Zahl der Aussteller ging dabei leicht von 499 auf 487 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das kleine Minus bei den Unternehmen tat jedoch der Qualit\u00e4t der Leistungsschau gut. Nach dem Eindruck vieler Fachbesucher waren Mini-Unternehmen, die in fr\u00fcheren Jahren mit \u201eTapeziertischen\u201c vor Ort waren, der Messe ferngeblieben oder hatten ihre St\u00e4nde den wachsenden Anspr\u00fcchen der InterTabac-G\u00e4ste angepasst.<\/p>\n<p>Trotz der insbesondere aufgrund der angespannten Situation in Sachen TPD&#8198;2 wenig erfreulichen Aussichten zeigten sich zahlreiche Aussteller durchaus optimistisch. Bernd Michahelles, Chef von Santa Fe Natural, zeigte sich allerdings auch etwas wehm\u00fctig: \u201eBehalten wir den sch\u00f6nen Anblick weitgehend unverf\u00e4lschter Produktverpackungen am besten so in Erinnerung&#8198;&#8230;\u201c, sagte der Hamburger Tabakmanager mit Blick durch die Ausstellungshalle.<\/p>\n<p>Dennoch: Auch im kommenden Jahr d\u00fcrfte die InterTabac zum Mekka der Branche werden. \u201eDie InterTabac hat 2015 ihren gro\u00dfen Erfolg fortgesetzt\u201c, konstatierte etwa Thomas Sch\u00e4fer, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Einzelhandelsverbandes Westfalen-M\u00fcnsterland, \u201eerstklassige Messest\u00e4nde, tolles Ambiente und hervorragender Service haben einmal mehr die Tabakfamilie \u00fcberzeugt. Wir freuen uns schon auf 2016.\u201c Und Willy Fischel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) hob hervor: \u201eAus Handelssicht ist die InterTabac als Order-, Informations- und Kommunikationsplattform unverzichtbar. Hier werden neue Trends geboren, Gesch\u00e4fte gemacht und national und international neue Akzente gesetzt.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat sich laut Umfragen der Besuch der Fachmesse f\u00fcr mehr als 90 Prozent der Besucher gelohnt. Bei den Austellern gaben knapp 89 Prozent an, ihre Erwartungen seien teilweise oder vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt worden, 6,1 Prozent waren sogar zufriedener als erwartet.<\/p>\n<p>Die positive Stimmung auf der InterTabac darf jedoch nicht dar\u00fcber hinweg t\u00e4uschen, dass die Branche durch die TPD&#8198;2 an den Rand der Leistungsf\u00e4higkeit gedr\u00e4ngt wird. So wies Patrick Engels, P\u00f6schel-Chef und Vorsitzender im Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) darauf hin, dass die eigentlich angestrebte 1&#8198;:&#8198;1-Umsetzung der Vorgaben aus Br\u00fcssel offenbar Makulatur sei. Die vorgesehenen Bildwarnhinweise f\u00fcr Pfeifentabak sowie Zigarren und Zigarillos, die Verbote von Zusatzstoffen ohne wissenschaftliche Begr\u00fcndung und das Verbot von Werbung und von der Abgabe von Warenproben an erwachsene Konsumenten gehe weit \u00fcber das hinaus, was die EU-Kommission vorschreibe. Engels: \u201eViele meiner Kollegen unter den mittelst\u00e4ndischen Tabakherstellern wissen nicht, ob beziehungsweise mit welchem Portfolio sie bei der n\u00e4chsten InterTabac noch dabei sein k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Auch Jan M\u00fccke, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Zigarettenverbandes (DZV), forderte eine 1&#8198;:&#8198;1-Umsetzung der Richtlinie, \u201eum nationale Alleing\u00e4nge zu Lasten der Wirtschaft, der Verbraucher und des Bundeshaushaltes zu verhindern\u201c. M\u00fccke verwies einerseits auf ein Gutachten der Technischen Hochschule Leipzig, das f\u00fcr das Marktsegment Fabrikzigarette eine Umsetzungsdauer von mindestens 15 Monaten und von wenigstens 20 Monaten beim Feinschnitt erforderlich sieht. Andererseits nannte der DZV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer allein durch das Vorziehen des Mentholverbotes von 2021 auf 2016 einen Steuerschaden f\u00fcr den deutschen Fiskus von rund 1,8 Milliarden Euro in Kauf nehme, denn das Verbot \u201ekommt im europ\u00e4ischen Binnenmarkt einer Einladung gleich, Tabakprodukte im Ausland zu kaufen und die dortige Tabaksteuer statt der deutschen zu bezahlen\u201c. M\u00fccke: \u201eDieser wirtschafts- und fiskalpolitische Irrweg muss umgehend beendet werden.\u201c<\/p>\n<p>Rainer von B\u00f6tticher, Pr\u00e4sident des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE), machte erg\u00e4nzend deutlich: \u201eNur durch den legalen Verkauf von Zigaretten kann der Jugendschutz in Deutschland fl\u00e4chendecken gew\u00e4hrleistet werden. Auf dem Schwarzmarkt fragt niemand nach dem Ausweis.\u201c Immerhin machte der Unternehmer deutlich, dass es als Folge der TPD&#8198;2 k\u00fcnftig \u201enoch mehr als bisher auf die Beratungskompetenz des Tabakwaren-Facheinzelhandels ankommt\u201c.<\/p>\n<p>Doch w\u00e4hrend sich dem Handel wenigstens kleine Lichtblicke bieten, sieht die deutsche Zigarrenindustrie schwarz: \u201eBei bis zu 3000 verschiedenen Formaten ist es wirtschaftlich gar nicht m\u00f6glich, f\u00fcr jede Verpackung die unz\u00e4hligen Warnhinweise vorr\u00e4tig zu halten und anzubringen. Au\u00dferdem ist es unm\u00f6glich, die angedachten Ma\u00dfnahmen bis zum Mai 2016 umzusetzen\u201c, erkl\u00e4rte Peter W\u00f6rmann, Vorsitzender des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie und selbst mittelst\u00e4ndischer Unternehmer.<br \/>max<\/p>\n<p>(DTZ 39\/15)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DORTMUND \/\/ \u00dcberwiegend positiv \u2013 so l\u00e4sst sich die Stimmung auf der diesj\u00e4hrigen InterTabac in den Dortmunder Westfalenhallen beschreiben. Die wohl wichtigste Messe der Branche weltweit fand am vergangenen Wochenende statt. Insgesamt kamen an den drei Tagen rund 11&#8198;500 Besucher (Vorjahr: 11&#8198;000), davon etwa 40 Prozent aus dem Ausland. 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