{"id":42975,"date":"2014-05-26T22:00:00","date_gmt":"2014-05-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=42975"},"modified":"2014-05-26T22:00:00","modified_gmt":"2014-05-26T22:00:00","slug":"menschen-markt-und-marken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=42975","title":{"rendered":"Menschen, Markt und Marken"},"content":{"rendered":"<p>R\u00d6SRATH (DTZ\/da). Der Zufall wollte es, dass just am vergangenen Sonntag, als in vielen EU-Mitgliederl\u00e4ndern das neue Europ\u00e4ische Parlament gew\u00e4hlt wurde, die Jahrestagung des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) stattfand. <\/p>\n<p>Kein Zufall war es indes, dass an diesem 25. Mai und am folgenden Tag beim BTWE-Branchendialog unter dem Motto \u201eMenschen, Markt und Marken\u201c die EU-Politik eines der Hauptthemen war. Dabei ging es jedoch weniger um die Europa-Wahlen als vielmehr um die neue Tabakproduktrichtlinie, kurz TPD 2, die am 20. Mai in Kraft getreten ist. Weiterer Themenschwerpunkt der Tagung waren Trends und Entwicklungen im Einzelhandel.<br \/>\nIn Europa sei viel von Demokratie und Freiheit die Rede, erkl\u00e4rte BTWE-Pr\u00e4sident Rainer von B\u00f6tticher. Aus seiner Sicht gerate die Demokratie der europ\u00e4ischen Staaten zunehmend unter die R\u00e4der. \u201eStatt in Berlin, London oder Paris wird immer mehr in Br\u00fcssel entschieden und das nicht nur zum Guten\u201c, so der BTWE-Pr\u00e4sident. Er ist \u00fcberzeugt davon, dass Br\u00fcssel nach der Tabakbranche weitere Branche mit Richtlinien \u00fcberziehen will.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf das derzeit brandhei\u00dfe Eisen Preisgestaltung bei der Zigarette erinnerte der BTWE-Pr\u00e4sident die Hersteller daran, dass die Tabaksteuer eine Verbrauchssteuer ist, die der Konsument zu zahlen habe und nicht die Industrie und der Handel. Er appellierte an die betreffenden Industrieunternehmen, Umsicht, Einsicht und Vernunft zu zeigen und ihre Verantwortung den nachgelagerten Wertsch\u00f6pfungsstufen gegen\u00fcber auch margenpolitisch zu leben. <\/p>\n<p>Veranstaltungsort der BTWE-Tagung war auch in diesem Jahr wieder das Geno-Hotel in R\u00f6srath bei K\u00f6ln. Dort trafen sich am Mittag des 25. Mai die BTWE-Delegierten zu ihrer Mitgliederversammlung. Dabei wurden Vorstand und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Entlastung erteilt. Bei den anstehenden Pr\u00e4sidiums-Nachwahlen wurde  Johannes Lomberg aus Eitorf bei Siegen als Nachfolger von Adam-Claus Eckert zum 2. Vizepr\u00e4sident gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><strong>Tabak-Spezialist versus Convenience-Shop<br \/>\n<\/strong><br \/>\nAm Nachmittag ging es unter der Moderation von BTWE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Willy Fischel um das Thema \u201eTabak-Spezialist versus Convenience-Shop\u201c. Unternehmensberater Ralf Finken stellte die Frage: \u201eHat das Tabakwarensortiment aus betriebswirtschaftlicher Sicht noch eine Zukunft? Oder anders gesagt: \u201eDie Sortimentswahrheit.\u201c Er verdeutlichte, dass Tabakwaren nach wie vor Hauptumsatztr\u00e4ger und Frequenzbringer im Tabakwarenhandel sind.<\/p>\n<p>Nach Ansicht von Torsten L\u00f6ffler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmensgruppe Dr. Eckert, ist das das Drei-S\u00e4ulenmodell \u201eTabakwaren, Presse, Lotto\u201c in seiner Urform nur  begrenzt zukunftsorientiert. Das Unternehmen hat deshalb neue Konzepte mit Convenience-Charakter entwickelt. <\/p>\n<p>Thomas Vollmer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wolsdorff Tobacco GmbH,  hingegen betonte: \u201eUnser Kerngesch\u00e4ft sind Tabakwaren und bleiben es.\u201c Als Zusatzsortimente nannte er Presseerzeugnisse und Getr\u00e4nke sowie Dienstleistungen (Lotto, Post etc.). Ein Conveniencegesch\u00e4ft werde Wolsdorff  nicht. <\/p>\n<p>Zu der anschlie\u00dfend von Klaus Peter Will moderierten Talkrunde mit Finken, L\u00f6ffler und Vollmer gesellten sich John-Aylesbury-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Dersche und Heinz Huckebrink, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DTV Einzelhandelssysteme, dazu. Auch f\u00fcr die 48 Gesellschafter der John-Aylesbury-Gruppe sind Convenience-Produkte kein Thema.  Als Zusatzsortiment w\u00fcrden Spirituosen bei fast allen Mitgliedern angeboten, wie Dersche sagte. Laut Huckebrink ist das Unternehmen DTV-Einzelhandelssysteme auch erfolgreich im Conveniencebereich t\u00e4tig. Von ganz entscheidender Bedeutung sei der Standort. Wichtig sei au\u00dferdem, dass der H\u00e4ndler ein Faible f\u00fcr das im Laden neu angebotene Sortiment haben sollte.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nMegatrends im Handel<\/strong><br \/>\n\u201eMegatrends im Handel\u201c beleuchtete Unternehmensberater Ulrich Eggert. Er warf die Frage auf: \u201eErleben wir derzeit eine Handelsrevolution ohne absehbares Ende?\u201c<\/p>\n<p>Zum traditionellen BTWE-Treff zwischen Handel und Industrie ging es am Sonntag Abend nach K\u00f6ln.  Das gesellige Beisammensein fand diesmal im \u201eLandhaus Kuckuck\u201c statt.<\/p>\n<p><strong>Kein Rauchverbot auf der Inter-tabac<\/strong><br \/>\nNach der Begr\u00fc\u00dfung und Grundsatzrede von BTWE-Pr\u00e4sident Rainer von B\u00f6tticher am n\u00e4chsten Morgen informierte Sabine Loos, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der  Westfalenhallen Dortmund, \u00fcber den aktuellen Stand der Dinge zur Inter-tabac. Schon jetzt sei die weltweit gr\u00f6\u00dfte Branchenmesse, die vom 19. bis 21. September 2014 in Dortmund veranstaltet wird, ausgebucht. Die Frage, ob auf der Inter-tabac geraucht werden darf, beantwortete Loos mit einem klaren \u201eJa\u201c.<\/p>\n<p><strong>Die Stunde Null nach TPD<\/strong><br \/>\nN\u00e4here Erl\u00e4uterungen zur EU-Tabakproduktrichtlinie gaben Dirk Pangritz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Zigarettenverbands (DZV), und Matthias Heddenhausen, Referent Industriepolitik des DZV. Bei der Umsetzung in deutsches Recht erhoffen sie sich, dass die vorhandenen Spielr\u00e4ume genutzt werden und dass es keine Versch\u00e4rfungen oder Verkn\u00fcpfungen mit sachfremden Themen gibt.<\/p>\n<p>&#9;<br \/>\n\u201eDie Stunde Null nach TPD\u201c hie\u00df das Thema, mit dem sich Repr\u00e4sentanten der Zigarettenindustrie auseinandersetzten. Die Frage lautete: \u201eWie sieht die Antwort der Industrie auf die TPD-Einschr\u00e4nkungen bei Warenpr\u00e4sentation, Sortiment, Vertrieb und Marketing aus?\u201c Dazu referierte Heike Maria Lau, Bereichsleiterin Politik &#038; Kommunikation von JT International Germany, \u00fcber die R\u00fcckverfolgbarkeit der Produkte und die damit einhergehenden \u00c4nderungen durch TPD 2 und Handlungsoptionen der Industrie, w\u00e4hrend sich Birgit Carlson, Trade Marketing Manager Reemtsma, mit dem Thema \u201eMarkenpr\u00e4senz am POS\u201c befasste.<\/p>\n<p>Thomas Schreyer, Head of Channel Management British American Tobacco (Germany), zeigte \u201ePerspektiven nach harter Regulierung\u201c auf. In diesem Zusammenhang berichtete er \u00fcber Erfahrungen aus jenen L\u00e4ndern, in denen es bereits Warnhinweise mit Horrorbildern gibt.<\/p>\n<p>Unter der \u00dcberschrift \u201eDie Zeit nach TPD\u201c besch\u00e4ftigte sich Frank Oesterhelweg, Manager Corporate Affairs Philip Morris, unter anderem mit dem Trend zu risikoreduzierten Tabakprodukten. <\/p>\n<p>(DTZ 22\/14)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00d6SRATH (DTZ\/da). Der Zufall wollte es, dass just am vergangenen Sonntag, als in vielen EU-Mitgliederl\u00e4ndern das neue Europ\u00e4ische Parlament gew\u00e4hlt wurde, die Jahrestagung des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) stattfand. Kein Zufall war es indes, dass an diesem 25. 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