{"id":42401,"date":"2013-10-07T22:00:00","date_gmt":"2013-10-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=42401"},"modified":"2013-10-07T22:00:00","modified_gmt":"2013-10-07T22:00:00","slug":"rekordjahr-fuer-tabakwaren-facheinzelhandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=42401","title":{"rendered":"\u201eRekordjahr\u201c f\u00fcr Tabakwaren-Facheinzelhandel"},"content":{"rendered":"<p><strong>HAMBURG (DTZ\/fnf). <\/strong>Seit 2002 erheben der BTWE, British American Tobacco Germany und Unternehmensberater Ralf Finken den Betriebsvergleich f\u00fcr den Tabakwarenfachhandel. Der BAT BTWE Betriebsvergleich 2012 zeigt wieder einmal sowohl gute als auch negative Tendenzen. Zun\u00e4chst die guten: Der Rohertrag ist weiter gestiegen und das Betriebsergebnis ein gro\u00dfer Erfolg. Negativ bleiben hingegen die weiterhin abnehmende Kundenzahl pro Woche sowie die r\u00fcckl\u00e4ufigen Ergebnisse im Kernsortiment Presse. <\/p>\n<p>Erfreulich ist die Entwicklung bei Zigaretten und Other Tobacco Products (OTP). Beide Segmente haben sp\u00fcrbar zugelegt. Sorge macht weiterhin das Pressesortiment. Nach einer leichten Erholung in den beiden vorangegangenen Jahren liegt ihr Umsatzanteil seit Erhebung des Betriebsvergleiches nun auf einem historischen Tiefstand. Bei angenommenen sechs \u00d6ffnungstagen liegt der Rohertrag im Pressesortiment bei 40 Euro t\u00e4glich.<\/p>\n<p><strong>Der Rohertrag<\/strong>Die Entwicklung des Rohertrages (Umsatz minus Wareneinsatz) ist ein wichtiges Barometer f\u00fcr den Gesch\u00e4ftserfolg und gleichzeitig eine zentrale Kennziffer der Unternehmenskalkulationen. 2012 ist der Rohertrag deutlich gestiegen und erzielte mit 22,70 Prozent einen neuen H\u00f6chstwert seit Erhebung des BAT BTWE Betriebsvergleichs. Die Ursachen liegen in den Bereichen Provisionserl\u00f6se, sonstige Sortimente und RBA. Diese haben Bestwerte erzielt und heben den Rohertrag auf die historische Marke. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig die st\u00e4ndige Erneuerung und das aktive Steuern der Gesch\u00e4fte ist.<\/p>\n<p><strong>Kosten und Betriebsergebnis<\/strong>Die Entwicklung der Kosten sowie das Betriebsergebnis 2012 sind die positive Botschaft des diesj\u00e4hrigen Betriebsvergleiches. Insgesamt hat die Branche ein sensationelles Ergebnis erzielt. Die Kosten haben sich im Vergleich zu den letzten Jahren nur in einem Bereich stark ver\u00e4ndert. In den Lohnkosten. Diese sind in Summe stark gestiegen. Nicht jedoch prozentual. Das sehr gute Ergebnis ist also diesmal nicht einem verbesserten Kostenmanagement geschuldet, sondern einem h\u00f6heren Rohertrag. <\/p>\n<p>Die betrieblichen Leistungsziffern umfassen Faktoren wie Personal- und Raumleistung oder die Kundenfrequenz. Sie geben Aufschluss \u00fcber den Erfolg, den Mitarbeiter erzielen, \u00fcber die Qualit\u00e4t der Nutzung der Fl\u00e4chen sowie die Entwicklung der w\u00f6chentlichen Kundenzahl. Damit sind sie eine wichtige Messlatte f\u00fcr Verbesserungen. Sie sind folglich zentrale Kennziffern f\u00fcr den Betriebserfolg.<\/p>\n<p>Die Anzahl der Wochenkunden bleibt das Sorgenkind im Tabakwarenfacheinzelhandel. Seit der Erhebung der Daten f\u00fcr den BAT BTWE Betriebsvergleich ist sie auf einem erneuten historischen Tiefstand gesunken und hat seit 2002 um mehr als 1&#8201;000 Kunden pro Woche abgenommen. <\/p>\n<p>Der Umsatz pro Kunde und Kaufakt ist erneut gestiegen. Die schon klassische Umsatzsteigerung auf Basis von Preiserh\u00f6hungen mal au\u00dfer Acht gelassen, ergibt sich an dieser Stelle ein sehr positives Bild in der Rohertragssteigerung. <\/p>\n<p><strong>BTWE: Appell f\u00fcr Erhalt der Nachhaltigkeit bei Ertr\u00e4gen<\/strong>Die positive Gesch\u00e4ftsentwicklung der am BAT-BTWE-Betriebsvergleich 2012 beteiligten Tabakwaren-Einzelhandelsunternehmen freut den Branchenverband BTWE ganz besonders. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Willy Fischel: \u201eHier zeigt sich, dass der Tabakwaren-Einzelhandel in der Lage ist, mit kluger Sortimentspolitik und Optimieren der von ihm beeinflussbaren Kostenstrukturen auch existenzsichernde Betriebsergebnisse zu erwirtschaften und damit die gesellschaftlichen Nahversorgerfunktionen ebenso gut zu gew\u00e4hrleisten wie effiziente Distribution und wirksame Verbraucheransprache. Dazu ist aber auch ein politisches und wirtschaftliches Umfeld notwendig, das dem Handel die erforderliche Ertragskraft l\u00e4sst. In 2012 war dies relativ gut gew\u00e4hrleistet. Im Jahr 2013 f\u00fchrten Marktentwicklung und preispolitische Entscheidungen im ersten Halbjahr zu R\u00fcckg\u00e4ngen sowohl auf Absatz- wie auch auf Ertragsseite. Inzwischen zieht das Gesch\u00e4ft wieder an, und wir hoffen, dass der Fachhandel die Delle im zweiten Halbjahr wieder m\u00f6glichst weitgehend ausgleichen kann. Angesichts der Verunsicherung durch die Signale der politischen Landschaft \u2013 vor allem in Sachen TPD und Rauchverbote \u2013 braucht der Fachhandel aber mehr denn je den engen Schulterschluss zu seinen Partnern auf Hersteller- bzw. Lieferantenseite. Das bedeutet vor allem das Schaffen und Erhalten von Nachhaltigkeit in der Gestaltung der Vertragsbeziehungen mit ausreichenden Margen f\u00fcr den Handel. Die Profitabilit\u00e4t muss wieder in den Vordergrund r\u00fccken vor kurzfristigem Marktanteilsdenken.\u201c<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrlichere Darstellung des BAT BTWE Betriebsvergleichs in tabellarischer Form sowie ein erg\u00e4nzendes Interview mit Unternehmensberater Ralf Finken finden Sie auf Seite 4 dieser Ausgabe.<\/p>\n<p>(DTZ 41\/13)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HAMBURG (DTZ\/fnf). Seit 2002 erheben der BTWE, British American Tobacco Germany und Unternehmensberater Ralf Finken den Betriebsvergleich f\u00fcr den Tabakwarenfachhandel. Der BAT BTWE Betriebsvergleich 2012 zeigt wieder einmal sowohl gute als auch negative Tendenzen. Zun\u00e4chst die guten: Der Rohertrag ist weiter gestiegen und das Betriebsergebnis ein gro\u00dfer Erfolg. 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