{"id":41023,"date":"2012-04-16T22:00:00","date_gmt":"2012-04-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=41023"},"modified":"2012-04-16T22:00:00","modified_gmt":"2012-04-16T22:00:00","slug":"das-horrormaerchen-vom-boesen-passivrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=41023","title":{"rendered":"Das Horrorm\u00e4rchen vom b\u00f6sen Passivrauch"},"content":{"rendered":"<p><strong>MAINZ (DTZ\/cs).<\/strong> Kritiken am Passivrauch hat es in den vergangenen Jahren vereinzelt immer wieder gegeben, doch nur selten kamen diese von so glaubw\u00fcrdiger Stelle wie von Prof. Dr. Romano Grieshaber. Der Vorwurf, er stecke mit der \u201eTabaklobby\u201c unter einer Decke, greift bei ihm nicht.<\/p>\n<p>Der Mediziner hat in seinem Leben noch nie geraucht und war vor seinem Ruhestand als Pr\u00e4ventionsexperte f\u00fcr die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastst\u00e4tten zust\u00e4ndig. Dort k\u00fcmmerte er sich um rund vier Millionen Mitglieder, darunter Gastst\u00e4ttenpersonal, die Versicherungsschutz gegen alle Unf\u00e4lle und Erkrankungen genossen. <\/p>\n<p>[pic|330|l|||Romano Grieshabers \u201ePassivrauchen: G\u00f6tterd\u00e4mmerung der Wissenschaft\u201c.|||]<br \/>\nDaher wusste er: Kellnerinnen und Kellner erkranken nicht h\u00e4ufiger an Lungenkrebs als andere. Er ging der Sache auf den Grund und kam zu dem Ergebnis: Die Debatte um den Passivrauch ist haltlos. Mit der Ver\u00f6ffentlichung seines Buches \u201ePassivrauchen: G\u00f6tterd\u00e4mmerung der Vernunft\u201c musste er bis zu seiner Pensionierung warten, um seinen Job nicht zu riskieren. Doch jetzt liegen die Tatsachen auf dem Tisch. DTZ hat seine wichtigsten Thesen einmal zusammengefasst.<\/p>\n<p>Laut den Ergebnissen einer Schrift des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg aus dem Jahr 2005 sterben pro Jahr 3301 Menschen in\u00a0Deutschland an den Folgen des Passivrauches. Eine stolze Zahl, die den Autor Romano Grieshaber seinerzeit stutzig machte. Wenn man diesen Angaben Glauben schenken w\u00fcrde, dann w\u00fcrde das im Umkehrschluss bedeuten, dass Menschen, die an einem Ort besch\u00e4ftigt sind, wo mehr geraucht wird, also etwa in der Gastronomie, h\u00e4ufiger den Passivrauchtod sterben als in anderen Berufsgruppen. So untersuchte Grieshaber Statistiken, die \u00fcber die verschiedenen Berufsgruppen erworben worden waren und kam zu dem Ergebnis: Kellner und Kellnerinnen weisen keine erh\u00f6hte Krankheitsh\u00e4ufigkeit auf. Dies veranlasste Grieshaber, die Zusammenh\u00e4nge um die angebliche t\u00f6dliche Gefahr des Passivrauchens n\u00e4her unter die Lupe zu nehmen.<\/p>\n<p><strong>Die Rolle des DKFZ bei der WHO<\/strong><br \/>\nIm Laufe seiner Nachforschungen hatte er mit allerhand Anfeindungen zu tun, nicht zuletzt mit dem Krebsforschungszentrum selbst. Warum? An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass das Deutsche Krebsforschungszentrum, anstatt als unabh\u00e4ngige Forschungseinrichtung zu fungieren, sozusagen als verl\u00e4ngerter Arm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeitet. Seit ungef\u00e4hr 40\u00a0Jahren arbeitet die WHO fieberhaft (die Ironie ist beabsichtigt) an der Ausl\u00f6schung des Rauchens von\u00a0Tabak. Es hat also einen ganz bestimmten Hintergrund, weshalb sich in den letzten Jahren der Passivrauch zu einer der t\u00f6dlichsten Gefahren Deutschlands entwickelt hatte. 3301 Tote durch Passivrauch. Diese Zahl hallt nach, setzt sich fest. War vorher der Raucher f\u00fcr Nichtraucher h\u00f6chstens der unliebsame Stinker, bef\u00fcrchten sie heute schon durch geringste Tabakpartikel in ihrer Umwelt zu Tode kommen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><strong>Den Raucher untragbar machen<\/strong><br \/>\nDie Strategie der WHO ging also auf: Erst wenn die Nichtraucher bef\u00fcrchten, ihre eigene Gesundheit stehe auf dem Spiel, halten sie das Rauchen in ihrer Umgebung f\u00fcr untragbar. Der Raucher wird mit dieser Taktik also nach und nach verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Was viele in\u00a0Deutschland so nicht wissen: Schuld an dieser Misere ist die Unterzeichnung des \u201eWHO-Rahmenabkommens zur Eind\u00e4mmung des Tabaksgebrauchs\u201c welches am 16. Dezember 2004 von der\u00a0Bundesrepublik unterschrieben und am 27. Februar 2005 rechtsverbindlich wurde. Darin \u201eerkennen die Vertragsparteien an, dass Passivrauchen zu Krankheit, Invalidit\u00e4t und Tod f\u00fchrt\u201c. Weiterhin muss \u201eein Rahmen f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Tabakgebrauchs geschaffen werden, die von den Vertragsparteien auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene einzuleiten sind, um die Verbreitung des Tabakkonsums und des Passivrauchens stetig und wesentlich zu vermindern.\u201c Stetig ist hier das Schl\u00fcsselwort.<\/p>\n<p><strong>Falsche Berechnung<\/strong><br \/>\nObwohl die wissenschaftliche Methodik stark anzuzweifeln ist, die zur Ermittlung der Gefahr des Passivrauchs f\u00fchrte, muss die Bundesrepublik sich diesem Abkommen beugen. Bei der Kl\u00e4rung der Gef\u00e4hrlichkeit wurde ein gro\u00dfer Fehler gemacht. Der\u00a0Statistik liegt f\u00e4lschlicherweise die Annahme zugrunde, allein der Passivrauch f\u00fchre zum\u00a0Tod und argumentiert daher monokausal. Dar\u00fcber hinaus treten die meisten der Todesf\u00e4lle bei alten Menschen auf. Die Sterblichkeit kann also auch altersbedingt sein.\u00a0Dieser, sagen wir einmal, nicht ganz unwichtige Punkt wurde jedoch nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Da das Abkommen schon unterschrieben ist und auch Kritiker kein Chance haben, sich gegen diese Tatsachen zu wehren, wird also nun stetig versucht, dem Passivrauch ergo dem Rauchen den Garaus zu machen. Man denke da zum Beispiel an das Gastonomierauchverbot. In manchen Unterzeichnerl\u00e4ndern Europas gehen \u00dcberlegungen sogar schon soweit, den Tabakrauch sogar aus ihrem Privatbereich zu verbannen. Denn: was sich stetig zur\u00fcckentwickelt, verschwindet irgendwann. Antitabakaktivisten behaupten nun sogar, durch die Nichtraucherschutzgesetze seien Herzkrankheiten jetzt schon deutlich zur\u00fcckgegangen. Einer ernsthaften statistischen\u00a0Betrachtung halten diese Ergebnisbehauptungen laut Grieshaber jedoch nicht stand.<\/p>\n<p><strong>Bevormundungspolitik<\/strong><br \/>\nVielmehr wird dem Autor bewusst, wie stark sich durch die st\u00e4ndigen Reglementierungen eine Bevormundungspolitik entwickelt. Der selbstbestimmte Mensch war gestern! \u00dcberwiegt der angestrebte Nutzen \u201eNichtraucherschutz\u201c der Tatsache, dass dadurch Millionen von Menschen ihre freie Selbstbestimmung verlieren, obwohl die Untersuchungsbefunde der des DKFZ offensichtlich nicht korrekt sind? Hinzukommt, dass viele sensationsgeile Medien einfach dem Kanon des DKFZ ungepr\u00fcft folgen anstatt diese zu reflektieren und dann zu entlarven.<\/p>\n<p><strong>Wer stirbt, ist selber Schuld<\/strong><br \/>\nDie Richtung ist f\u00fcr Grieshaber offensichtlich. In einer Gesundheitspolitik, in der jede Erkrankung und jedes Gebrechen auf eigenes Fehlverhalten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, anstatt polykausal zu argumentieren, kann es am Ende nur ein Ergebnis geben: Wer stirbt, ist selber Schuld! Im Umkehrschluss hie\u00dfe das dann auch, dass das korrekte Befolgen aller Gesundheitsempfehlungen zu ewigen Leben f\u00fchren w\u00fcrde. So pl\u00e4diert Grieshaber vor allem an die Wissenschaft, mit scheinbaren\u00a0Wahrheiten zu brechen und offensichtlichen Denk- und Statistikfehlern auf den Grund zu gehen.<\/p>\n<p>Zum Buch: Romano Grieshabers \u201ePassivrauchen: G\u00f6tterd\u00e4mmerung der Wissenschaft\u201c, Publimkomz, 280 Seiten, gibt es f\u00fcr 19,95 im Handel. Jede Seite ist es wert, gelesen zu werden. Grieshaber zeigt die unterschiedlichsten Fakten und Widerlegungen auf, die selbst Kenner der Thematik gespannt weiterlesen l\u00e4sst. Ob ein Probeexemplar nach Heidelberg gegangen ist?<br \/>\nISBN: 978-3-00-037605-4<\/p>\n<p>(DTZ 16\/12)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MAINZ (DTZ\/cs). Kritiken am Passivrauch hat es in den vergangenen Jahren vereinzelt immer wieder gegeben, doch nur selten kamen diese von so glaubw\u00fcrdiger Stelle wie von Prof. Dr. Romano Grieshaber. Der Vorwurf, er stecke mit der \u201eTabaklobby\u201c unter einer Decke, greift bei ihm nicht. 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