{"id":39849,"date":"2011-05-11T22:00:00","date_gmt":"2011-05-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=39849"},"modified":"2011-05-11T22:00:00","modified_gmt":"2011-05-11T22:00:00","slug":"austria-tabak-will-zigarettenfabrik-im-hainburg-oesterreich-schliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=39849","title":{"rendered":"Austria Tabak will Zigarettenfabrik im Hainburg\/\u00d6sterreich schlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>WIEN (DTZ\/fnf).<\/strong> Austria Tabak, \u00f6sterreichische Tochtergesellschaft von JTI, beabsichtigt die Schlie\u00dfung ihrer Zigarettenfabrikation im \u00f6sterreichischen Hainburg und die Verlagerung der Produktion von dort auf andere Standorte. Betroffen sind rund 240 Mitarbeiter in Hainburg und 80 in der Firmenzentrale in Wien. <\/p>\n<p>[pic|303|l|||Das Werk Hainburg muss schlie\u00dfen, weil die notwendigen Produktionsvolumina nicht erreicht werden k\u00f6nnen, um den kostenintensiven Standort zu erhalten.|||]<\/p>\n<p>Als Grund nennt das Unternehmen den bereits eingetretenen bzw. noch erwarteten R\u00fcckgang der versteuerten Zigarettenmengen in den europ\u00e4ischen M\u00e4rkten. Damit mussten die Pl\u00e4ne von 2007, Hainburg als Zigarettenfabrik f\u00fcr ein j\u00e4hrliches Produktionsvolumen von 15-20 Mrd. St\u00fcck Zigaretten auszubauen, neu bewertet werden, f\u00fchrt Austria Tabak aus. Nach einer sorgf\u00e4ltigen Pr\u00fcfung der Entwicklung der EU-M\u00e4rkte habe das Unternehmen anerkennen m\u00fcssen, dass dieser Plan, f\u00fcr dessen Erreichen zwischenzeitlich Investitionen in Mitarbeiter, Maschinen und Infrastruktur get\u00e4tigt wurden, nicht l\u00e4nger realisierbar sei. <\/p>\n<p>Die aktuellen Produktionsprognosen f\u00fcr 2011 gehen nur mehr von rund 10 Mrd. Zigaretten aus. Die Gesamtkosten f\u00fcr die Infrastruktur der Hainburger Fabrik erlaubten daher keine kosteneffiziente Produktion mehr an diesem Standort. Austria Tabak beabsichtige daher, die Produktion zu verlagern und die Fabrik Hainburg zu schlie\u00dfen. Die externen Umfeldfaktoren haben sich nach Aussage von Austria Tabak seit 2007 dramatisch ver\u00e4ndert: In den EU-M\u00e4rkten ging sowohl der Konsum als auch das versteuerte Zigarettenvolumen zur\u00fcck, verst\u00e4rkt durch die Finanzkrise und Tabaksteuererh\u00f6hungen in ganz Europa. <\/p>\n<p>Gleichzeitig gab es einen Anstieg der nicht versteuerten Zigarettenmengen durch Schmuggel und der vermehrten Verf\u00fcgbarkeit von gef\u00e4lschten Produkten. Davon sind auch die Produktionsmengen in Hainburg stark betroffen, so Austria Tabak. Der \u00f6sterreichische Markt (entspricht ungef\u00e4hr 40 Prozent der Produktion von Hainburg), der sich selbst mit zunehmend gro\u00dfen Herausforderungen konfrontiert sieht, konnte den Volumenr\u00fcckgang der anderen M\u00e4rkte nicht wettmachen: Zum einen die dramatische Tabaksteuererh\u00f6hungen im Jahr 2011, bei denen die Regierung die von Austria Tabak und den Trafikantenvertretern gemachten Vorschl\u00e4ge zur Steigerung des Tabaksteueraufkommens und gleichzeitig weniger drastischen Auswirkungen auf den versteuerten Zigarettenmarkt nicht ber\u00fccksichtigte; zum anderen ein sehr hoher Anteil nicht in \u00d6sterreich versteuerter Zigaretten \u2013 beg\u00fcnstigt durch die Erh\u00f6hung der Einfuhrlimits von 200 auf 800 St\u00fcck Zigaretten. <\/p>\n<p>Unter diesen schwierigen Umst\u00e4nden sieht Austria Tabak es als umso wichtiger, dass ihre Produkte f\u00fcr den \u00f6sterreichischen Markt kosteneffizient produziert werden. Der inzwischen erfolgte R\u00fcckzug aus dem fr\u00fcher recht volumenstarken Handelsmarkengesch\u00e4ft von Austria Tabak in Deutschland hatte nach Aussage eines Unternehmenssprechers keinen Einfluss auf die jetzige Entscheidung. Als Konsequenz der beabsichtigten Schlie\u00dfung der Fabrik Hainburg wurde auch eine Bewertung der zuk\u00fcnftigen Anforderungen an den Wiener Standort gemacht. <\/p>\n<p>Dabei wurde in Betracht gezogen, dass es im Falle einer Schlie\u00dfung der Fabrik keinerlei funktionaler Unterst\u00fctzung mehr daf\u00fcr bedarf. Auch die Integration der \u00f6sterreichischen Einheit in die Konzernprozesse (Einf\u00fchrung von SAP und anderer Unternehmensprozesse) sei nun abgeschlossen. Austria Tabak hat allen betroffenen Mitarbeitern eine faire und angemessene Behandlung zugesichert.  <\/p>\n<p>Nach der geplanten Restrukturierung will JTI weiterhin 500 Mitarbeiter besch\u00e4ftigen und das f\u00fchrende Tabakunternehmen in \u00d6sterreich sein. Der \u00f6sterreichische Markt sei auch in Zukunft ein wichtiger Markt f\u00fcr JTI mit fortgesetzten Investitionen in die Mitarbeiter und sowie Marken. Das Gro\u00dfhandelsunternehmen Tobaccoland und die F&#038;E Einrichtung \u00d6kolab seien von den angek\u00fcndigten Pl\u00e4nen nicht betroffen. <\/p>\n<p>(DTZ 19\/11)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WIEN (DTZ\/fnf). Austria Tabak, \u00f6sterreichische Tochtergesellschaft von JTI, beabsichtigt die Schlie\u00dfung ihrer Zigarettenfabrikation im \u00f6sterreichischen Hainburg und die Verlagerung der Produktion von dort auf andere Standorte. Betroffen sind rund 240 Mitarbeiter in Hainburg und 80 in der Firmenzentrale in Wien. 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