{"id":39594,"date":"2011-01-26T23:00:00","date_gmt":"2011-01-26T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=39594"},"modified":"2011-01-26T23:00:00","modified_gmt":"2011-01-26T23:00:00","slug":"bravo-floppt-landlust-topp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=39594","title":{"rendered":"\u201eBravo\u201c floppt, \u201eLandlust\u201c topp"},"content":{"rendered":"<p><strong>BERLIN (DTZ\/schu).<\/strong> Das Winterwetter zum Jahresausklang 2010 hat wohl den Verkauf von Presseartikeln beeintr\u00e4chtigt und die weiter sinkenden Auflagenzahlen noch tiefer ins Minus gedr\u00fcckt. So m\u00fcssen fast alle Gattungen im vierten Quartal 2010 gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal 2009 zum Teil erhebliche Verluste einstecken. Einzig Printtitel aus den Segmenten der Eltern-, Kinder-, Wohn- und Garten- sowie Sportzeitschriften stemmen sich gegen den Trend, der durch elektronische Medien wie eBooks \u00e0&#8201;la Apples iPad sicherlich weiter abw\u00e4rts zeigt. Im vierten Quartal 2010 unterzogen sich 87 ePaper-Ausgaben einer Pr\u00fcfung.  <\/p>\n<p><strong>Dauerkandidat bei den Gewinnern<\/strong>Dauerkandidat bei den Gewinnern bleibt \u201eLandlust\u201c im wachsenden Segment der <strong>Wohn- und Gartenmagazine<\/strong>, das laut IVW um 490&#8201;000 zulegte. Die Auflage stieg um 22 Prozent bzw. 145&#8201;000 Hefte auf knapp 800&#8201;000 Exemplare. Hart traf es dagegen einen Kulttitel im Segment der <strong>Jugendmagazine<\/strong>: Die \u201eBravo\u201c brach um fast ein Viertel ein und lag bei deutlich unter 400&#8201;000 verkauften Heften. Heftig erwischte es auch \u201eComputer Bild\u201c, die im stark schw\u00e4chelnden Segment der IT\/Telekommunikations-Titel mit 93&#8201;000 bzw. 13 Prozent weniger verkauften Ausgaben unter die 600&#8201;000er-Marke rutschte. <\/p>\n<p><strong>Verluste bei den Aktuellen<\/strong>In der Gattung der <strong>aktuellen Magazine <\/strong>wurden der IVW rund 6 Mio. verkaufte Magazine gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind das 160&#8201;000 verkaufte Exemplare weniger (minus 3 Prozent). Einen Gro\u00dfteil der gemeldeten Titel mussten deutliche Verluste hinnehmen. Mit etwas mehr als 17 Mio. verkauften Ausgaben waren die <strong>Programmzeitschriften<\/strong> erneut eines der wichtigsten Pressgattungen. Jedoch verloren die Programmies gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal knapp 500&#8201;000 Exemplare oder 3 Prozent. <\/p>\n<p><strong><br \/>\nAbw\u00e4rts bei den Frauenmagazinen<\/strong>Deutlich abw\u00e4rts ging es im Segment der<strong> w\u00f6chentlichen Frauenzeitschriften<\/strong>: Insgesamt rund 9,7 Mio. verkaufte Hefte bedeuten im Vorjahresvergleich gut 600&#8201;000 bzw. 6 Prozent weniger. Im vierten Quartal 2010 waren der IVW-Auflagenkontrolle insgesamt 394 Zeitungen (369 Tages- und 25 Wochenzeitungen), 890 Publikumszeitschriften und 1&#8201;152 Fachtitel, 25 Supplements, 80 Kundenzeitschriften, 39 Handb\u00fccher und 270 Telekommunikationsverzeichnisse unterstellt. <\/p>\n<p>[bul]Das Segment der <strong>aktuellen Zeitschriften und Magazine<\/strong> gab um 162&#8201;000 Hefte bzw. minus 2 Prozent auf knapp 6 Mio. Exemplare nach. Gr\u00f6\u00dfte Verlierer waren \u201eIntouch\u201c mit 40&#8201;000 (minus 13 Prozent) und \u201eOK!\u201c mit 37&#8201;000 (minus 17 Prozent) weniger nachgefragten Ausgaben. Das Spiegel-Magazin rutschte um 4,1 Prozent klar unter die Millionengrenze: 41&#8201;000 subtrahiert bedeutet 974&#8201;000 Exemplare.<\/p>\n<p>[bul]Knapp eine halbe Million nicht verkaufter <strong>Programmzeitschriften<\/strong> (minus 2 Prozent) l\u00e4sst die Pressegattung an die 17 Millionen-Grenze fallen. Besonders hart traf es \u201eAuf einen Blick\u201c (fast 70&#8201;000 Exemplare weniger) und die \u201eFunk Uhr\u201c (minus 34&#8201;000), die beide um 5 Prozent einb\u00fc\u00dften. Den gr\u00f6\u00dften Sprung machte die noch kleine \u201eTV f\u00fcr mich\u201c mit knapp 40&#8201;000 bzw. 18 Prozent mehr verkauften Heften. Bei den <strong>14t\u00e4glichen Programmies<\/strong> b\u00fc\u00dften \u201eTV Movie\u201c und \u201eTV Spielfilm\u201c fast 8 Prozent ihrer Auflage ein. Dass es auch anders geht, zeigt die \u201eTV 14\u201c, die ihre Spitzenposition weiter ausbaute und auf fast 2,5 Mio. verkaufte Exemplare zulegte. <\/p>\n<p>[bul]\u00dcber 600&#8201;000 Presseerzeugnisse verlor die Rubrik <strong>w\u00f6chentliche Frauenzeitschrift<\/strong> und liegt damit weit unter 10 Mio. St\u00fcck. Klarer Verlierer ist mit minus 10 Prozent die \u201eFreizeit Revue\u201c, die auf nur noch 910&#8201;000 Exemplare im vierten Quartal kommt \u2013 im Vorjahreszeitraum war es weit \u00fcber eine Million. Nicht besser erging es der \u201eBild der Frau\u201c, die auch unter eine Million Ausgaben fiel (minus 5 Prozent bzw. 57&#8201;000 Exemplare weniger) sowie der \u201eNeuen Post\u201c (minus 5 Prozent\/37&#8201;000). Immerhin legten die Kleinauflagen \u201eViel Spa\u00df\u201c, \u201eLea\u201c und \u201eLisa\u201c im unteren vierstelligen Bereich zu. <\/p>\n<p>[bul]Im Sektor der Frauenzeitschriften zeigt die Tendenz gleichfalls weiter nach unten: <strong>14t\u00e4gliche Frauenzeitschriften <\/strong>verloren mehr als 60&#8201;000 Hefte und rangieren bei knapp unter 1,6 Mio. St\u00fcck. So b\u00fc\u00dfte \u201eF\u00fcr Sie\u201c 23&#8201;000 Magazine ein (minus 5 Prozent). Bei den <strong>monatlichen Frauenzeitschriften <\/strong>waren es weit \u00fcber 200&#8201;000 Hefte weniger (minus 4 Prozent); derzeitiger Stand: 4,6 Mio. St\u00fcck. \u201eCosmopolitan\u201c, \u201eGlamour\u201c und \u201eJoy\u201c, b\u00fc\u00dften teilweise bis weit \u00fcber 50&#8201;000 Exemplare ein. Den Gegenbeweis lieferten \u201eVital\u201c (10 Prozent bzw. \u00fcber 23&#8201;000 mehr verkaufte Magazine) und die Kleinauflage \u201eWelt der Frau\u201c, die um \u00fcber 50 Prozent obendrauf sattelten und nun bei fast 140&#8201;000 verkauften Titeln liegt. <\/p>\n<p>[bul]Erfreulich sieht es bei den <strong>Elternzeitschriften <\/strong>aus, wo die 1,6-Millionen-H\u00fcrde nur knapp verfehlt wurde (plus 14 Prozent\/200&#8201;000 Exemplare). Dem Kr\u00f6sus \u201eEltern\u201c (minus 3 Prozent bzw. \u00fcber 9&#8201;000 Hefte weniger) bot \u201eKinder\u201c mit \u00fcber 15&#8201;000 (plus 7 Prozent) mehr verkauften Ausgaben die Stirn.<\/p>\n<p>[bul]Abw\u00e4rts ging es bei den <strong>Jugendzeitschriften<\/strong>, wo \u00fcber 120&#8201;000 Ausgaben weniger verbucht wurden, aktuell sind es knapp 1,3 Mio. St\u00fcck. Den gr\u00f6\u00dften Absturz lieferte die \u201eBravo\u201c, die ann\u00e4hernd 120&#8201;000 Hefte (minus 24 Prozent) weniger an die jugendlichen Leser brachte. <\/p>\n<p>[bul]Bei <strong>Kinderzeitschriften<\/strong> griffen viele neue Kunden zu: knapp 230&#8201;000 Verkaufsexemplare (plus 11 Prozent) schraubten die Pressegattung auf fast 2,3 Mio. St\u00fcck. Allerdings bekamen die auflagenst\u00e4rksten Titel \u201eGeoLino\u201c gut 13&#8201;000 Hefte bzw. 5,8 Prozent weniger und \u201eMicky Maus\u201c (rund 12&#8201;000 weniger\/minus 7 Prozent) nichts vom Kuchen ab. <\/p>\n<p>[bul]Die Rubrik der <strong>Wohn- und Gartenzeitschriften <\/strong>entwickelte sich mit fast einer halben Million mehr verkauften Ausgaben gegen den Trend und liegt aktuell bei 7,7 Mio. St\u00fcck. Allerdings verbuchte \u201eHouse and more\u201c fast 100&#8201;000 weniger abgesetzte Ausgaben bzw. minus 5 Prozent. Neben \u201eLandlust\u201c darf sich auch \u201eSch\u00f6ner Wohnen\u201c mit einer Steigerung von 300&#8201;000 mehr verkauften Magazinen (plus 30 Prozent) zu den Gewinnern z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>[bul]Auch <strong>Esszeitschriften <\/strong>blieben vom Abw\u00e4rtstrend nicht verschont: Immerhin konnte trotz des Verkaufsminus von 61&#8201;000 Heften die 2-Millionen-Grenze gehalten werden. In diesem Segment verloren \u201eEssen &#038; Trinken f\u00fcr jeden Tag\u201c, \u201eLisa Kochen &#038; Backen\u201c sowie \u201eLust auf Genuss\u201c mehr als 13&#8201;000 Exemplare. Leicht zulegen konnten \u201eLecker\u201c und \u201eRezepte pur\u201c, im mittleren vierstelligen Bereich. <\/p>\n<p>[bul]Um knapp 90&#8201;000 Exemplare weniger rangieren <strong>Lifestylemagazine <\/strong>im vierten Quartal 2010 nun bei 1,5 Mio. St\u00fcck. \u201ePlayboy Deutschland\u201c blieb auf Vorjahresniveau: 260&#8201;000 \u201eBunny\u201c-Hefte (plus 1 Prozent bzw. 2&#8201;600 Ausgaben); daf\u00fcr ging es f\u00fcr \u201eSFT\u201c (minus 17 Prozent bzw. 20&#8201;000 Hefte) und \u201eFit for Fun\u201c (minus 14 Prozent\/ 28&#8201;000 Hefte) abw\u00e4rts. <\/p>\n<p>[bul]Die Gattung <strong>Motorpresse <\/strong>entwickelte sich stabil. Hier brachten 30&#8201;000 mehr verkaufte Magazine ein leichtes Plus auf 17,2 Mio. St\u00fcck. W\u00e4hrend \u201eAuto-Bild\u201c um 8&#8201;200 Ausgaben schrumpfte (584&#8201;000 St\u00fcck) machte \u201eAuto-Bild Allrad\u201c dies mit 7&#8201;300 mehr verkauften Bl\u00e4ttern (66&#8201;000) fast wett. \u201eAuto Motor und Sport\u201c verlor knapp 15&#8201;000 Ausgaben (minus 4 Prozent). <\/p>\n<p>[bul]Ein erfreuliches Quartalsergebnis lieferte die Rubrik der <strong>Sportzeitschriften<\/strong>: Hier steigerte sich die Verkaufsauflage um fast 72&#8201;000 Exemplare auf 2,9 Mio. St\u00fcck. W\u00e4hrend bei den \u201eKicker-Sportmagazin\u201c-Ausgaben f\u00fcr Montag und Donnerstag unter 10&#8201;000 Heften weniger verkauft wurden (minus 5 Prozent) verlor auch \u201eSport-Bild\u201c mit minus 4 Prozent bzw. rund 18&#8201;000 an Auflagenst\u00e4rke, aktuell nicht ganz 420&#8201;000 St\u00fcck. <\/p>\n<p>[bul]Mit am deutlichsten sackten <strong>Kino-, Video-, Audio- und Foto<\/strong>-Titel ab: minus 12 Prozent, bzw. 56&#8201;000 Magazine weniger bedeuten noch etwas \u00fcber 400&#8201;000 St\u00fcck. <\/p>\n<p>[bul]Gleiches gilt f\u00fcr <strong>Wissensmagazine<\/strong>, die um 11 Prozent bzw. 26&#8201;4&#8201;000 Hefte nachgaben und bei 2,1 Mio. St\u00fcck liegen. \u201eGeo\u201c b\u00fc\u00dfte 33&#8201;000 Ausgaben, bzw. minus 10 Prozent ein, \u201eWelt der Wunder\u201c gar 61&#8201;000 Exemplare bzw. minus 19 Prozent. <\/p>\n<p>[bul]Abw\u00e4rts ging es f\u00fcr <strong>Reisezeitschriften<\/strong>, die \u00fcber 100&#8201;000 Ausgaben verloren; momentaner Stand: 1,3 Mio. Hefte. Gebeutelt wurde \u201eExtra \/ tour\u201c mit 83&#8201;000 weniger verkauften Zeitschriften (minus 11 Prozent); zulegen konnte das \u201eADAC Reisemagazin\u201c um 13 Prozent bzw. 17&#8201;000 Ausgaben. <\/p>\n<p>[bul]Hart traf es die Pressegattung <strong>IT-\/Telekommunikation<\/strong>, die um \u00fcber 10 Prozent bzw. 340&#8201;000 Ausgaben nachgab und damit unter 3 Millionen St\u00fcck rutschte. \u201eComputer-Bild\u201c mit fast 100&#8201;000 Verkaufsexemplaren weniger bzw. minus 14 Prozent, \u201eComputer-Bild Spiele\u201c (minus 21 Prozent bzw. 58&#8201;000 Zeitschriften) sowie \u201ePC-Welt\u201c (minus 12 Prozent bzw. 44 000) verloren an Auflage. <\/p>\n<p>[bul]Glimpflich lief es f\u00fcr die <strong>Wirtschaftspresse <\/strong>ab, die leicht nachgab und mit 21&#8201;400 weniger verkauften Ausgaben nun hauchd\u00fcnn unter 2,9 Mio. Exemplaren liegt. Gr\u00f6\u00dfere Verluste mussten \u201eGuter Rat\u201c (minus 16 Prozent bzw. 45&#8201;000 Hefte weniger) und \u201eEuro\u201c hinnehmen, der sogar um ein Viertel weniger Magazine verkaufte \u2013 eine Abnahme um 36&#8201;000 Ausgaben. Die \u201eVDI Nachrichten\u201c blieben mit einer Auflage von 156&#8201;000 (plus 1&#8201;000 Hefte) stabil.<\/p>\n<p>(DTZ 04\/11)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN (DTZ\/schu). Das Winterwetter zum Jahresausklang 2010 hat wohl den Verkauf von Presseartikeln beeintr\u00e4chtigt und die weiter sinkenden Auflagenzahlen noch tiefer ins Minus gedr\u00fcckt. So m\u00fcssen fast alle Gattungen im vierten Quartal 2010 gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal 2009 zum Teil erhebliche Verluste einstecken. 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