{"id":39588,"date":"2011-01-19T23:00:00","date_gmt":"2011-01-19T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=39588"},"modified":"2011-01-19T23:00:00","modified_gmt":"2011-01-19T23:00:00","slug":"zigarettenhersteller-setzen-auf-den-produktionsstandort-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=39588","title":{"rendered":"Zigarettenhersteller setzen auf den Produktionsstandort Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><strong>HAMBURG (DTZ\/pnf\/fok). <\/strong>Die deutschen Werke der internationalen Zigarettenhersteller z\u00e4hlen zu den modernsten der Welt. Trotz eines leicht r\u00fcckl\u00e4ufigen Inlandsmarktvolumens sind in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in diese Produktionsst\u00e4tten geflossen, und auch 2011 investieren die Unternehmen hohe Betr\u00e4ge, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu erhalten. <\/p>\n<p>Offensichtlich haben die Standortvorteile Deutschlands in den Konzernzentralen einen hohen Stellenwert: Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, gute Infrastruktur und, mit Blick auf die Produktion, verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen. Angesichts des hohen Automatisierungsgrades in der Zigaretten- und Feinschnittproduktion spielen die im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern relativ hohen Lohnkosten offensichtlich nicht allein die ausschlaggebende Rolle. <\/p>\n<p>[pic|283|l|||Werkleiterin Christina Florian (r.) und Technikvorstand Dr. Rainer Eberlein freuen sich \u00fcber den Ausbau den Ausbau und die Modernisierung des Reemtsma-Werks.|||]<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist bei fast allen Herstellern eine Konzentration der Fertigung festzustellen: Werkschlie\u00dfungen im In- und Ausland gehen mit dem Ausbau der verbliebenen Produktionsst\u00e4tten einher. So etwa bei Reemtsma: Die Imperial Tobacco Tochter schlie\u00dft Mitte 2012 ihr Werk in Berlin, baut aber parallel die Fertigung in Langenhagen bei Hannover aus und setzt dabei auf modernste Techniken. Mit einem Investitionsaufwand von rund 145 Mio. Euro wurden bzw. werden dort zus\u00e4tzliche Lager- und Produktionsfl\u00e4chen von insgesamt 150&#8201;000 Quadratmetern geschaffen. <\/p>\n<p>Die Produktionskapazit\u00e4t steigt von 27 auf 34 Mrd. Zigaretten j\u00e4hrlich, die Mitarbeiterzahl soll von derzeit 660 auf 780 erh\u00f6ht werden. Neben dem Volumen f\u00fcr den deutschen Markt werden erhebliche Mengen an Fertigwaren und Fertigungsmaterialien in \u00fcber 100 L\u00e4nder exportiert, darunter die bekannten Marken Davidoff, JPS, R1 und P&#038;S.<\/p>\n<p>Der Ausbau des Werkes Langenhagen begann im Jahr 2009. Seither sind ein vollautomatisches, 4&#8201;100 Quadratmeter gro\u00dfes und 35 Meter hohes Hochregallager sowie eine 4&#8201;500 Quadratmeter gro\u00dfe Handlingfl\u00e4che mit integriertem Regionallager entstanden, die Hochregallager und die bestehenden Produktionsst\u00e4tten verbindet. Das Hochregallager bietet Platz f\u00fcr 24&#8201;000 Palettenstellpl\u00e4tze. In zwei weiteren Ausbaustufen entstanden Werkhallen mit 6&#8201;200 Quadratmetern zus\u00e4tzlicher Produktionsfl\u00e4che. Auf rund 3&#8201;600 Quadratmetern wurden Zigarettenmaschinen und Verpackungsanlagen der neuesten Generation installiert. <\/p>\n<p>Ab Februar 2011 erfolgt der Aufbau weiterer Maschinen, die auch f\u00fcr die Produktion von Feinschnitttabak dienen. Walter Prinz, Direktor f\u00fcr Produktion und Entwicklung beim Reemtsma-Mutterkonzern Imperial Tobacco, bezeichnete das Langenhagener Werk als einen der leistungsf\u00e4higsten und flexibelsten Standorte im Konzern. Gerade das Thema Flexibilit\u00e4t hebt er hervor, denn unter diesem Aspekt sei Langenhagen \u201eProduktionsweltmeister\u201c. <\/p>\n<p>Die Anforderungen der verschiedenen M\u00e4rkte mit unterschiedlichen Produkt- und Packungsvarianten spiegeln sich in der enormen Zahl von 800 Produktvarianten wider, die hier produziert werden. <\/p>\n<p>[pic|284|l|||Blick auf das Werk von British American Tobacco in Bayreuth, das inzwischen das gr\u00f6\u00dfte Werk des Konzerns weltweit ist.|||]<\/p>\n<p><strong>BAT Bayreuth: Produktionsrekord<\/strong> <\/p>\n<p>Doch auch andere Hersteller setzen auf Standorte in Deutschland. Die BAT beispielsweise stellte im Jahr 2010 in ihrem Werk Bayreuth einen neuen Produktionsrekord von fast 47 Mrd. St\u00fcck Zigaretten auf und ist aktuell das gr\u00f6\u00dfte Werk im BAT-Konzern weltweit. 2010 war u.a. die Produktion der Marke Prince nach Franken verlagert worden. <\/p>\n<p>In den letzten f\u00fcnf Jahren wurden 125 Mio. Euro in die Bayreuther Produktion investiert, f\u00fcr 2011 sind weitere 25 Mio. Euro vor allem f\u00fcr die Anschaffung neuer Maschinen vorgesehen. Die Mitarbeiterzahl soll unver\u00e4ndert bei gut 1&#8201;400 liegen. Das geplante Produktionsvolumen f\u00fcr 2011 liegt bei 53 Mrd. St\u00fcck. Um dies zu erm\u00f6glichen, wurde mit den Mitarbeitern ein neues Schichtmodell vereinbart, das seit Anfang 2011 eine Produktion rund um die Uhr \u2013 7 Tage \u00e0 24 Stunden \u2013 realisiert. <\/p>\n<p>Innerhalb des Gesamtkonzerns ist Bayreuth ein strategisches Werk, das sich sowohl durch hohe Flexibilit\u00e4t als auch durch Innovationskraft auszeichnet. Doch Marc Van Herreweghe, BAT-Produktionsdirektor Westeuropa, mahnt zur Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit, da die Produktionskosten in Bayreuth deutlich \u00fcber dem westeurop\u00e4ischen Durchschnitt l\u00e4gen. <\/p>\n<p>Insofern dienen die Investitionen vor allem der Kostensenkung unter Beibehaltung des hohen Qualit\u00e4tsniveaus. <\/p>\n<p><strong>Philip Morris:1,1 Mrd. Euro investiert <\/strong><br \/>\nDie Philip Morris GmbH hat ihre Produktionsst\u00e4tten in Berlin und Dresden ebenfalls mit hohem Aufwand modernisiert, w\u00e4hrend das vor allem f\u00fcr den Export t\u00e4tige Werk in M\u00fcnchen Ende 2009 geschlossen wurde. <\/p>\n<p>In Berlin stellt Philip Morris rund 63 Mrd. Zigaretten her (2009), wovon 60 Prozent in den Export in 40 L\u00e4nder gehen. Seit dem Start im Jahr 1972 hat der Marktf\u00fchrer in Berlin ca. 1,1 Mrd. Euro investiert. Seit 2009 laufen dort modernste High-Speed-Produktionsgruppen, die Zigarettenmaschinen stellen bis zu 20&#8201;000 Zigaretten pro Minute her. In der Tochtergesellschaft f6 Cigarettenfabrik in Dresden wurden 150 Mio. Euro investiert, im Jahr 2009 waren es 9,5 Mio. Euro f\u00fcr Umbauten und neue Maschinen zur Aufbereitung und Verpackungen von Feinschnitttabak sowie zur Umstellung logistischer Prozesse.  <\/p>\n<p><strong>JTI Trier: State of the Art-Betrieb<\/strong> <\/p>\n<p>JTI setzt ganz stark auf den Produktionsstandort Trier \u2013 f\u00fcr den Binnenmarkt wie f\u00fcr die insgesamt 53 von dort aus belieferten Exportm\u00e4rkte. In den vergangenen vier Jahren wurden dort Investitionen von mehr als 200 Mio. Euro get\u00e4tigt, mit den Schwerpunkten Modernisierung des Maschinenparks (u.a. Einsatz von Ultra-High-Speed-Maschinen) und Logistik. <\/p>\n<p>So wurde 2010 ein neues 7&#8201;000 Quadratmeter gro\u00dfes Hochregallager gebaut und in Betrieb genommen, in dem 4,5 Mrd. Zigaretten auf 15&#8201;000 Lagerpl\u00e4tzen untergebracht werden k\u00f6nnen. Das neue Hochregallager ist neben dem bereits fr\u00fcher erfolgten Ausbau der Produktionsanlagen, der Errichtung einer Tabakexpansionsanlage und der Optimierung des Bereichs Tabakaufbereitung ein weiterer Schritt, die Position des Trierer JTI-Werks als \u201eState-of-the-Art\u201c-Betrieb zu festigen. <\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Werkleiter J\u00fcrgen Rademacher: \u201eMit dem neuen Fertigwarenlager wurde die Bedeutung des Werks im globalen Konzernverbund weiter erh\u00f6ht.\u201c Hatte das JTI-Werk Trier vor dem Bau des neuen Lagers eine Produktionskapazit\u00e4t von 24 Mrd. Zigaretten j\u00e4hrlich, so wurde diese zwischenzeitlich mehr als verdoppelt. Werkleiterin Christina Florian und Technikvorstand Dr. Rainer Eberlein freuen sich \u00fcber Ausbau und Modernisierung des Reemtsma-Werks. Blick auf das Werk von British American Tobacco in Bayreuth, das inzwischen das gr\u00f6\u00dfte Werk des Konzerns weltweit ist.<\/p>\n<p>(DTZ 03\/11)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HAMBURG (DTZ\/pnf\/fok). Die deutschen Werke der internationalen Zigarettenhersteller z\u00e4hlen zu den modernsten der Welt. Trotz eines leicht r\u00fcckl\u00e4ufigen Inlandsmarktvolumens sind in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in diese Produktionsst\u00e4tten geflossen, und auch 2011 investieren die Unternehmen hohe Betr\u00e4ge, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu erhalten. 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