{"id":39249,"date":"2010-09-15T22:00:00","date_gmt":"2010-09-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=39249"},"modified":"2010-09-15T22:00:00","modified_gmt":"2010-09-15T22:00:00","slug":"eugh-urteil-bld-sieht-deutschen-gesetzgeber-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=39249","title":{"rendered":"EuGH-Urteil: BLD sieht deutschen Gesetzgeber gefordert"},"content":{"rendered":"<p><strong>FRANKFURT (DTZ\/fok). <\/strong>Die Entscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH), die derzeit geltende Regelung des Gl\u00fccksspiels in Deutschland sei nicht konform mit dem EU-Recht, sorgt bundesweit f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen. W\u00e4hrend Bef\u00fcrworter einer Liberalisierung darin das Ende des Staatsmonopols f\u00fcr Gl\u00fccksspiele sehen, erkennen die Gegner einer Liberalisierung lediglich \u00c4nderungsbedarf f\u00fcr die entsprechende deutsche Gesetzgebung und sehen durch das EuGH-Urteil das staatliche Monopol nicht in Frage gestellt.<\/p>\n<p><strong>Lottoannahmestellen besch\u00e4ftigen sich mit Urteil<\/strong>Speziell die Lottoannahmestellen als Garanten eines geregelten und sicheren Spielvertriebs besch\u00e4ftigen sich intensiv mit den m\u00f6glichen Folgen des Urteils.<\/p>\n<p>In einem Interview mit der Tabak Zeitung erl\u00e4utern Hermann Teckenburg, Vorsitzender des Bundesverbandes der Lotto-Toto-Verkaufsstellen in Deutschland (BLD), und G\u00fcnther Kraus, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer dieses Verbandes, ihre Sicht der Gerichtsentscheidung und die daraus notwendigen Konsequenzen f\u00fcr die k\u00fcnftige Ordnung des deutschen Gl\u00fccksspielwesens.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst stellt der BLD fest, dass auch weiterhin ausl\u00e4ndische Gl\u00fccksspielanbieter eine staatliche Erlaubnis f\u00fcr den Vertrieb ben\u00f6tigen. Dies habe der EuGH ebenso best\u00e4tigt, wie er ein staatliches Gl\u00fccksspielmonopol unter Einhaltung bestimmter Richtlinien erlaubt. <\/p>\n<p><strong>Deutsche Gerichte m\u00fcssen EU-Urteilsauslegung ber\u00fccksichtigen<\/strong>Der Vorstand des BLD weist darauf hin, dass das Urteil nicht \u00fcber den Ausgang der vor deutschen Gerichten anh\u00e4ngigen Verfahren entscheidet, die allerdings bei den von ihnen zu treffenden Entscheidungen an die Auslegung des europ\u00e4ischen Rechts durch den EuGH gebunden sind. <\/p>\n<p>Zwar h\u00e4tte der EuGH die Berechtigung des staatlichen Sportwettenmonopols in Zweifel gezogen, nicht jedoch die G\u00fcltigkeit der Vorschriften des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags im Allgemeinen. So sei ein Verbot der Gl\u00fccksspiele per Internet ebenso vereinbar mit dem EU-Recht wie die nationalen Erlaubnisvorbehalte. Eine Pflicht zur Anerkennung ausl\u00e4ndischer Erlaubnisse bestehe somit nach Auffassung des EuGH nicht.<\/p>\n<p><strong>BLD mahnt: \u201eDer Bund muss unverz\u00fcglich handeln\u201c<\/strong>Der BLD mahnte an, dass vor allem der Bund unverz\u00fcglich handeln m\u00fcsse, insbesondere im Bereich der Geldspielautomaten, um die Monopole europarechtskonform zu gestalten. Dazu sei eine Abstimmung zwischen Bund und L\u00e4ndern absolut erforderlich, damit eine Einheit f\u00fcr die Regelung aller Gl\u00fccksspielarten entstehe. <\/p>\n<p>Nach Auffassung des BLD sollen dabei auch der Bereich der Geldspielautomaten einem Monopol und damit dem Gl\u00fccksspielstaatsvertrag zugef\u00fchrt werden. Die Sonderregelungen f\u00fcr Pferdewetten k\u00f6nnten aufgehoben werden.  Der BLD-Vorstand stellt sich in seinen Ausf\u00fchrungen klar hinter das bestehende staatliche Gl\u00fccksspielsystem.<\/p>\n<p>(DTZ 37\/10)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FRANKFURT (DTZ\/fok). 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