{"id":38544,"date":"2010-01-27T23:00:00","date_gmt":"2010-01-27T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=38544"},"modified":"2025-03-05T07:53:47","modified_gmt":"2025-03-05T07:53:47","slug":"weichenstellung-fuer-staatsvertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=38544","title":{"rendered":"Weichenstellung f\u00fcr Staatsvertrag"},"content":{"rendered":"<h3>Im Jahr 2010 werden f\u00fcr das Gl\u00fccksspiel wichtige Entscheidungen erwartet<\/h3>\n<p> <strong>M\u00dcNSTER (DTZ\/vi).<\/strong> Im Jahr 2010 stehen bedeutende Weichenstellungen im Bereich des Gl\u00fccksspielwesens bevor. <\/p>\n<p> Nach \u00a7 27 des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags sind die Bundesl\u00e4nder verpflichtet, die Auswirkungen des Vertrags bis Ende 2010 zu evaluieren. Voraussichtlich im Herbst des Jahres werden die Ergebnisse der Evaluation vorliegen. Auf ihrer Grundlage beraten die Bundesl\u00e4nder dann \u00fcber das weitere Fortgelten des Staatsvertrags, der bis Ende 2011 befristet ist.<\/p>\n<p> <i>Suchtpr\u00e4vention: Staatsmonopol entspricht Anforderungen<\/i><br \/>Vor allem unter den Aspekten der Spielsuchtpr\u00e4vention sowie des Jugend- und Spielerschutzes ist keine schl\u00fcssige Alternative zum staatlichen Monopol ersichtlich. In diesem Sinn lassen sich auch die im Jahr 2009 ergangenen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs deuten: Die Verfassungsrichter best\u00e4tigen am 20. M\u00e4rz 2009, dass das staatliche Monopol (am Beispiel der Sportwetten) einer suchtpr\u00e4ventiven Ausrichtung folgt und damit den Anforderungen des Verfassungsrechts entspricht. <\/p>\n<p> Der Europ\u00e4ische Gerichtshof stellt in seinem \u201eLiga Portuguesa\u201c-Urteil vom 8. September 2009 klar, dass Gl\u00fccksspielmonopole nicht gegen den Grundsatz des freien Dienstleistungsverkehrs versto\u00dfen und somit die Mitgliedstaaten ihre Gl\u00fccksspielm\u00e4rkte regulieren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p> <i>2010: wegweisender Europ\u00e4ischer Gerichtshof<\/i><br \/>Auch 2010 sind wieder wichtige Entscheidungen des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs zu erwarten. In den Rechtssachen \u201eBetfair\u201c und \u201eLadbrokes\u201c hat Generalanwalt Yves Bot bereits am 17. Dezember 2009 seine Schlussantr\u00e4ge ver\u00f6ffentlicht. Darin best\u00e4tigt er die Zul\u00e4ssigkeit eines ausschlie\u00dflich staatlichen Gl\u00fccksspielangebots und st\u00e4rkt damit das Modell des deutschen Gl\u00fccksspielstaatsvertrags.<\/p>\n<p> Von gro\u00dfer Bedeutung wird das Urteil des EuGH zu mehreren miteinander verbundenen Vorlageverfahren deutscher Verwaltungsgerichte sein, die auf die Kl\u00e4rung der Europarechtskonformit\u00e4t der deutschen Regelungen zum Gl\u00fccksspielwesen zielen. Hier sind die Schlussantr\u00e4ge f\u00fcr den 3. M\u00e4rz 2010 angek\u00fcndigt. Bisher ist beim EuGH in seinen Entscheidungen eine klare Linie zu erkennen, die einem Staatsvertragsmodell wie in Deutschland nicht entgegensteht.<\/p>\n<p> (DTZ 4\/10)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2010 werden f\u00fcr das Gl\u00fccksspiel wichtige Entscheidungen erwartet M\u00dcNSTER (DTZ\/vi). Im Jahr 2010 stehen bedeutende Weichenstellungen im Bereich des Gl\u00fccksspielwesens bevor. 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