{"id":38129,"date":"2009-11-25T23:00:00","date_gmt":"2009-11-25T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=38129"},"modified":"2025-03-05T07:53:44","modified_gmt":"2025-03-05T07:53:44","slug":"dzv-branchentreffen-in-berlin-viele-tabaker-an-vielen-runden-tischen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=38129","title":{"rendered":"DZV Branchentreffen in Berlin: Viele Tabaker an vielen runden Tischen"},"content":{"rendered":"<h3>Ein neues Gespr\u00e4chsforum als Auftakt f\u00fcr einen intensiven Dialog der Tabakbranche<\/h3>\n<p> <strong>BERLIN (DTZ\/fok). <\/strong>Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) veranstaltete Mitte November erstmals ein Treffen der Tabakbranche unter seiner \u00c4gide. Mit dem erkl\u00e4rten Ziel, den Dialog innerhalb der Tabakbranche verbands\u00fcbergreifend anzuregen, wurde damit dem Wunsch etlicher Branchenbeteiligter nach einem \u201eRunden Tisch\u201c entsprochen, der der gemeinsamen Positionsbestimmung dienlich sein soll. <\/p>\n<p>[pic|195|r|||Die DZV-Vorstandvorsitzenden Ad Schenk (Mitte) und Hans-Josef Fischer (r.) konnten zahlreiche G\u00e4ste aus der Tabakfamilie begr\u00fc\u00dfen.|||]<\/p>\n<p>Genauer gesagt waren es viele runde Tische, an denen sich F\u00fchrungskr\u00e4fte und Mitarbeiter der DZV-Mitgliedsfirmen, die sich in den verschiedenen DZV-Aussch\u00fcssen regelm\u00e4\u00dfig engagieren, sowie Vertreter anderer Verb\u00e4nde der Tabakbranche und von Dachverb\u00e4nden zu einem regen Meinungsaustausch zusammengefunden hatten. <\/p>\n<p> Und das auf geschichtstr\u00e4chtigem Boden, denn Veranstaltungsort war die hochelegante Sky-Lobby der DZ Bank in unmittelbarer N\u00e4he zum Brandenburger Tor. Dort, wo vor 20 Jahren die Mauer fiel, war ein guter Platz, das Terrain auch f\u00fcr ein intensiveres gegenseitiges Verst\u00e4ndnis innerhalb der Branche zu ebnen.<\/p>\n<p> DZV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Marianne Tritz skizzierte anl\u00e4sslich der Begr\u00fc\u00dfung die vielf\u00e4ltigen Aufgabengebiete des vor gut eineinhalb Jahren gegr\u00fcndeten Verbandes, gepr\u00e4gt vom Arbeiten in einem regulierten Umfeld. <\/p>\n<p> <i>Gut verzahnter Dialog unverzichtbar<\/i><br \/>Sie wies darauf hin, dass mittlerweile nicht nur Tabak und Alkohol, sondern auch viele andere Branchen sich mit zunehmender Regulierung auseinander setzen m\u00fcssen. Eine gut verzahnte Informations- und Dialogpolitik sei dabei unverzichtbar. Dies gelte auch verbandsintern. <\/p>\n<p> So hatte der DZV im Vorfeld des Branchentreffens eine Plenartagung seiner zehn Aussch\u00fcsse durchgef\u00fchrt. In Kurzpr\u00e4sentationen wurden die aktuellen Aufgaben und Arbeitsergebnisse dargestellt und damit ausschuss\u00fcbergreifend informiert.<\/p>\n<p> <i>\u201eAuch Disharmonien machen Musik\u201c<\/i><br \/>Mit launischen Worten unterstrich Ad Schenk, Vorstandsvorsitzender des DZV, die Notwendigkeit, den Branchendialog zu intensivieren. \u201eAuch Disharmonien machen Musik\u201c, stellte er fest. \u201eDoch wir sitzen hier zusammen und das ist gut so.\u201c <\/p>\n<p> Ein Branchentreffen mache Sinn, sowohl bei Themen, die verbinden, als auch bei solchen, wo man m\u00f6glicherweise unterschiedliche Auffassungen vertrete. Der DZV habe die Aufbauphase zu gro\u00dfen Teilen bew\u00e4ltigt, aber noch nicht v\u00f6llig abgeschlossen. Im Gegensatz zum Vorg\u00e4ngerverband VdC sei die Arbeit st\u00e4rker auf die Notwendigkeiten der Zukunft ausgerichtet. Der DZV versuche, eine gemeinsame Stimme f\u00fcr die Industrie, f\u00fcr den Handel und f\u00fcr die Tabakbranche insgesamt zu orchestrieren. Denn viele Themen gingen alle an.<\/p>\n<p> <i>Keinen Illusionen hingeben<\/i><br \/>Zum Verh\u00e4ltnis der Politik gegen\u00fcber der Tabakbranche d\u00fcrfe man sich keine Illusionen machen, so Schenk. Der Druck stark gegen den Tabakgenuss gerichteter internationaler Organisationen, wie der WHO, werde auch unter der neuen Bundesregierung weiter bestehen.<\/p>\n<p> Die von dort ausgehenden Initiativen, die Tabakbranche bei der Diskussion um Regulierung auszuschlie\u00dfen, bezeichnete Schenk als schlimm und nicht mit den demokratischen Grundprinzipien vereinbar. Er hoffe, dass der Erhalt des Dialogs mit den politischen Entscheidungstr\u00e4gern bei der neuen Bundesregierung gut aufgehoben sei.<\/p>\n<p> <i>Wichtige Themen<\/i><br \/>Weiter begr\u00fc\u00dfte Ad Schenk die Anregung der EU, k\u00fcnftig die H\u00f6chstmenge der Privateinfuhren zu regulieren. Auch der Jugendschutz bleibe ein wichtiges Thema, in das sich der DZV schon in der Vergangenheit mit ma\u00dfgeblichen Initiativen eingebracht habe.<\/p>\n<p> Als Gastredner der Veranstaltung referierte Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrung zum Thema \u201eIndustrieland Deutschland \u2013 Perspektiven nach der Wahl\u201c. <\/p>\n<p> <i>Wunsch nach schwarz-gelber Regierungskunst<\/i><br \/>Schweer unterstrich die gro\u00dfe Bedeutung der deutschen Industrie f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Deutschland und w\u00fcnschte sich von der schwarz-gelben Koalition Regierungskunst, die die Balance wahre zwischen der Notwendigkeit zu sparen, Zukunftsinvestitionen, Abbau der B\u00fcrokratie und Steuersenkungen. <\/p>\n<p> Klar bekannte sich Schweer zur sozialen Marktwirtschaft. Aus Sicht des BDI werde das Jahr 2010 ganz entscheidend sein, denn die Bodenbildung der Konjunkturkrise werde erst in einem Jahr erreicht. Entscheidend sei auch, dass die Banken die Kreditversorgung der Industrie weiter aufrechterhalten. <\/p>\n<p> <i>\u201eWollen keine Verbotsgesellschaft\u201c<\/i><br \/>Schweer ging auch auf die zahlreichen Regulierungen aus Br\u00fcssel ein, die f\u00fcr den BDI ein wichtiges Thema seien. \u201eWir wollen keine Verbotsgesellschaft\u201c, machte Schweer klar. Der BDI werde sich f\u00fcr den m\u00fcndigen Verbraucher stark machen. Schweer lud den DZV ein, mit seiner Expertise an dieser Aufgabe mitzuarbeiten. <\/p>\n<p> (DTZ 48\/09)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neues Gespr\u00e4chsforum als Auftakt f\u00fcr einen intensiven Dialog der Tabakbranche BERLIN (DTZ\/fok). Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) veranstaltete Mitte November erstmals ein Treffen der Tabakbranche unter seiner \u00c4gide. 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