{"id":37439,"date":"2009-02-25T23:00:00","date_gmt":"2009-02-25T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37439"},"modified":"2025-03-05T08:45:36","modified_gmt":"2025-03-05T08:45:36","slug":"zigarettenautomaten-stellen-jugendschutz-18-sicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37439","title":{"rendered":"Zigarettenautomaten stellen Jugendschutz 18 sicher"},"content":{"rendered":"<p><strong>K\u00d6LN (DTZ\/fok).<\/strong> Seit 1. Januar 2009 gilt das gesetzliche Abgabeverbot f\u00fcr Tabakwaren an unter 18-J\u00e4hrige auch am Zigarettenautomaten. Dass die \u00dcbergangsfrist von 16 Monaten, die den Zigarettenautomatenbetreibern f\u00fcr die technische Umr\u00fcstung einger\u00e4umt worden war, tats\u00e4chlich ein sehr knapper Zeitraum f\u00fcr die anspruchsvolle technische Aufgabe war, stellte sich dabei klar heraus. <\/p>\n<p> <i>Knappe \u00dcbergangsfrist setzte Unternehmer unter Druck <\/i><br \/> BDTA-Gesch\u00e4fts\u00fchrer Carsten Zenner, der gemeinsam mit den Verbandsmitgliedern und seinen Kollegen f&uuml;r eine ausreichende \u00dcbergangsfrist gek\u00e4mpft hatte: \u201eDas war Spitze auf Knopf. F\u00fcr die Mehrzahl der Unternehmen wurde es richtig eng. <\/p>\n<p> <i>Vorgaben wurden umgesetzt<\/i><br \/> Das wichtigste ist: Der Jugendschutz 18 am Zigarettenautomaten wurde stichtagbezogen umgesetzt und funktioniert fl\u00e4chendeckend. Der Tabakwarengro\u00dfhandel hat erneut unter Beweis gestellt, dass er ein verl\u00e4sslicher Marktteilnehmer ist, der sich an die gesetzlichen Vorgaben h\u00e4lt.\u201c Dass der Weg dorthin steiniger war als erwartet, lag vor allem an der sp\u00e4ten Bereitstellung neuer Software-Updates seitens einiger Hersteller und Softwareanbieter, die in den ersten Wochen des neuen Jahres und teilweise auch aktuell noch Nachbesserungsarbeiten notwendig machten.<\/p>\n<p> <i>Umstellung ohne st\u00e4rkere Markteinbr\u00fcche<\/i><br \/> Nach ersten Erkenntnissen hat die Umstellung von Jugendschutz 16 auf Jugendschutz 18 am Automaten zu keinem st\u00e4rkeren Einbruch des Marktanteils dieser Vertriebsschiene gef\u00fchrt. Mit einem AP-Anteil von 12,1 Prozent war der Januar zwar schwach, doch das kann auch an den erh\u00f6hten AP-Auslieferungen im Dezember (Anteil 12,7 Prozent gegen&uuml;ber 12,5 Prozent im Jahresdurchschnitt 2009) gelegen haben, sowie an der traditionellen Schw\u00e4che des Automatenabsatzes in der nasskalten Jahreszeit. <\/p>\n<p> <i>Alterskennungsinstrumente erfolgreich im Einsatz<\/i><br \/> Hinzu kamen witterungsbedingte Probleme durch die niedrigen Au\u00dfentemperaturen, die die Batteriefunktion der Automaten h\u00e4ufig beeintr\u00e4chtigte und so zu Automatenst\u00f6rungen f\u00fc;hrte. Als Einkaufsquelle f\u00fcr die 16-18-J\u00e4hrigen hatte sich der Automat bereits weitestgehend mit dem Jugendschutz 16 verabschiedet, weil die GeldKarte mit Chip als Alterskennungsinstrument in dieser Gruppe kaum vorhanden ist.<\/p>\n<p> <i>400 000 Ger\u00e4te im Einsatz<\/i><br \/> Nach Angaben des BDTA sind derzeit rund 400 000 Zigarettenautomaten im Markt, davon 60 Prozent als Au\u00dfen- und 40 Prozent als Innenautomaten. Da bei den Innenger\u00e4ten neben der Verifizierung mit der Ziggi-Karte durch verantwortliches Gastropersonal auch eine Eigenverifizierung der Kunden mittels der GeldKarte m\u00f6glich ist, wurden auch diese Ger\u00e4te auf das Pr\u00fcfalter 18 Jahre umgestellt. Die Ziggi-Karten-Funktion ist dabei nach wie vor gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p> Die neuen Generationen an Dokumentenpr\u00fcfern, die der Akzeptanzverbesserung dienen, sind inzwischen in h\u00f6heren St\u00fcckzahlen im Markt. Bez\u00fcglich des T\u00dcV-Zertifizierungsverfahrens ist die Grundabnahme der Referenzmodelle sowie aller GeldKarten-Terminals durch den T\u00dcV bereits erfolgt.<\/p>\n<p> <i>Tabakwarengro\u00dfh\u00e4ndler monieren finanziellen Aufwand und knappen Zeitraum<\/i><br \/> Eine Umfrage bei einigen Tabakwarengro\u00dfh\u00e4ndlern zum Ablauf der Umstellung best\u00e4tigt, dass sich neben dem hohen finanziellen Aufwand das enge Zeitfenster als gr\u00f6\u00dftes Problem herausstellte. Als Ursache f\u00fcr die Verz\u00f6gerungen nannten die Gro\u00dfh\u00e4ndler u.a., dass von den Herstellern und Softwareanbietern st\u00e4ndig neue Software-Updates zur Verf\u00fcgung gestellt wurden, die zum Teil nicht untereinander kompatibel oder fehlerhaft waren, wie etwa G\u00fcter Nicolai, Tabakwaren Union N\u00fcrten, hervorhebt. \u201eGewisse Fehler sind immer noch nicht behoben und manche werden erst in der Nachbearbeitung auff\u00e4llig. Somit sind wir noch mittendrin und warten auf entsprechende L&ouml;sungen der Hersteller und Lieferanten\u201c, stellt Marco Lasch, Ross KG, fest.<\/p>\n<p>  Gleichzeitig verweist der Gro\u00dfhandel darauf, dass er im Zuge der Marktverwerfungen seine Personaldecke so strecken musste, dass jede gr\u00f6\u00dfere Umstellung zu einem organisatorischen Balanceakt wird, der im aktuellen Fall oft zus\u00e4tzliche Manpower erforderlich machte. In diesem Zusammenhang macht Burkhard Armborst, Tobaccoland Automatengesellschaft, darauf aufmerksam, dass es heute nicht mehr den Automaten gibt, sondern eine gro\u00dfe Vielfalt im Automatenpark, die die Branche bei \u00c4nderungen immer wieder vor neue Herausforderungen stellen wird.<\/p>\n<p> <i>Fazit der Branche<\/i><br \/> Fazit der Gro\u00dfh\u00e4ndler: Die Aufgabe Jugendschutz 18 ist geschafft, das zentrale Thema liegt nun auf einer als dringend notwendig erachteten Margenverbesserung, bei der man mit gro\u00dfen Hoffnungen auf die Zigarettenhersteller blickt.<\/p>\n<p> (DTZ 08\/09)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00d6LN (DTZ\/fok). Seit 1. Januar 2009 gilt das gesetzliche Abgabeverbot f\u00fcr Tabakwaren an unter 18-J\u00e4hrige auch am Zigarettenautomaten. 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