{"id":37385,"date":"2008-12-17T23:00:00","date_gmt":"2008-12-17T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37385"},"modified":"2025-03-05T08:44:02","modified_gmt":"2025-03-05T08:44:02","slug":"rheinland-pfalz-schliesst-lotto-verkaufsstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37385","title":{"rendered":"Rheinland-Pfalz schlie\u00dft Lotto-Verkaufsstellen"},"content":{"rendered":"<h3>Gesetz sieht Reduzierung auf 1 150 bis 2011 vor <\/h3>\n<p> <strong>MAINZ (DTZ\/red).<\/strong> Rheinland-Pfalz &auml;ndert verschiedene Paragraphen seines Landesgl&uuml;cksspielgesetzes. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Reduzierung der Zahl der Annahmestellen. Bis zum 31. Dezember 2011 soll es landesweit nicht mehr als 1 150 Annahmestellen geben.<\/p>\n<p> Die Begrenzung des Verkaufsstellen-Netzes ist vor dem Hintergrund des am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen und von allen Bundesl&auml;ndern verabschiedeten Gl&uuml;cksspiel-Staatsvertrags zu sehen, der die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (BVG) umsetzt.<\/p>\n<p>  <i>Jugendschutz in der Verfassung<\/i><br \/> Die Karlsruher Richter hatten mit ihrem Urteil vom 28. M&auml;rz 2006 entschieden, dass ein staatliches Wettmonopol nur dann verfassungsgem&auml;&szlig; ist, wenn es sich am Jugendschutz und der Bek&auml;mpfung der Spiel- und Wettleidenschaft ausrichtet. <\/p>\n<p> <i>Vertrieb in N&auml;he der Kunden<\/i><br \/> Das BVG hatte u. a. beanstandet, dass die Vertriebswege f&uuml;r die Sportwette Oddset sich nicht an einer Bek&auml;mpfung von Suchtgefahren und Wettleidenschaft orientiere. Vielmehr finde der Vertrieb in einer Vielzahl von Annahmestellen in bewusster N&auml;he zum Kunden statt. <\/p>\n<p> Damit werde das Produkt zu einem allerorts verf&uuml;gbaren Gut des t&auml;glichen Lebens. Die Bundesl&auml;nder hatten deshalb eine Begrenzung der Zahl der Annahmestellen in den Gl&uuml;cksspiel-Staatsvertrag aufgenommen. <\/p>\n<p> Zuvor war in Rheinland-Pfalz bereits auf der Grundlage der BVG-Entscheidung die Zahl der Annahmestellen von 1 312 im April 2006 auf 1 252 bis zum Jahresende 2007 reduziert worden. Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz 1 208 Annahmestellen. <\/p>\n<p> <i>Sozialvertr&auml;gliche Schlie&szlig;ung<\/i><br \/> Bei der Schlie&szlig;ung der rund 60 Annahmestellen bis Ende 2011 werde die Lotto Rheinland GmbH sozialvertr&auml;glich vorgehen, erkl&auml;rt der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Unternehmens, Hans-Peter Sch&ouml;ssler. Angesichts der prek&auml;ren wirtschaftlichen Lage vieler Einzelh&auml;ndler mit Tabakwaren, Presse und Lotto schlie&szlig;t Sch&ouml;ssler ein Annahmestellen-Sterben in den n&auml;chsten Jahren nicht aus. <\/p>\n<p> Er bef&uuml;rchtet deshalb, dass die Zahl der Verkaufsstellen sogar unter die gesetzliche Vorgabe von 1 150 sinken k&ouml;nnte. Und dies ohne das Zutun der Lottozentrale. \u201eUnd ohne dass wir das wollen\u201c, so Sch&ouml;ssler.<\/p>\n<p> <i>Keine Trennung von Gl&uuml;cksspiel und Einzelhandel<\/i><br \/> Das rheinland-pf&auml;lzische Landesgl&uuml;cksspielgesetz sieht &uuml;brigens keine durchgehende Trennung des Lotto- und Wettgesch&auml;fts vom &uuml;brigen Einzelhandels-Sortiment vor. Das bedeutet konkret: Neben dem Spielangebot d&uuml;rfen z.B. auch S&uuml;&szlig;waren verkauft werden. Wie es in der Begr&uuml;ndung hei&szlig;t, seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Annahmestellen in Fragen des Jugendschutzes und der Suchtpr&auml;vention geschult und entsprechend sensibilisiert. <\/p>\n<p> Neben der sozialen Kontrolle bestehe ein weiterer Vorteil des Verbundbetriebs mit anderen Produkten darin, dass die Annahmestellen aufgrund der Sortimentsvielfalt nicht ausschlie&szlig;lich vom Lotterie- und Wettgesch&auml;ft abh&auml;ngig seien und deshalb weniger in Gefahr geraten k&ouml;nnten, den Abschluss von Spielvertr&auml;gen zu forcieren.<\/p>\n<p> (DTZ 51\/52\/08)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesetz sieht Reduzierung auf 1 150 bis 2011 vor MAINZ (DTZ\/red). Rheinland-Pfalz &auml;ndert verschiedene Paragraphen seines Landesgl&uuml;cksspielgesetzes. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Reduzierung der Zahl der Annahmestellen. Bis zum 31. Dezember 2011 soll es landesweit nicht mehr als 1 150 Annahmestellen geben. 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