{"id":37348,"date":"2008-11-05T23:00:00","date_gmt":"2008-11-05T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37348"},"modified":"2025-03-05T08:43:04","modified_gmt":"2025-03-05T08:43:04","slug":"bvg-bestaetigt-deutsche-gluecksspielregelung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37348","title":{"rendered":"BVG best\u00e4tigt deutsche Gl\u00fccksspielregelung"},"content":{"rendered":"<h3>Staatsvertrag f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df erkl\u00e4rt<\/h3>\n<p> <strong>KARLSRUHE\/STUTTGART (DTZ\/vi).<\/strong> Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit nun bekannt gewordenem Beschluss vom 14. Oktober 2008 (Az. 1 BvR 928\/08) den neuen Gl\u00fccksspielstaatsvertrag in allen wesentlichen Punkten f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df erkl\u00e4rt und eine Verfassungsbeschwerde eines kommerziellen Spielvermittlers nicht zur Entscheidung angenommen. Zudem haben in den vergangenen Wochen mehrere obere Verwaltungsgerichte best\u00e4tigt, dass der Gl\u00fccksspielstaatsvertrag weder gegen europ\u00e4isches Recht noch gegen das Grundgesetz verst\u00f6\u00dft, so etwa der Verwaltungsgerichtshof Baden-W\u00fcrttemberg am 28. Oktober 2008. <\/p>\n<p> \u201eDamit sind alle Zweifel am Gl\u00fccksspielstaatsvertrag vom Tisch\u201c, sagte Dr. Friedhelm Repnik, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-W\u00fcrttemberg und derzeitiger Federf\u00fchrer im Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB). \u201eDie kommerzielle Gl\u00fccksspielindustrie behauptet ohne Pause, der Gl\u00fccksspielstaatsvertrag sei nicht zul\u00e4ssig. Der sehr ausf\u00fchrlich begr\u00fcndete Beschluss des Bundesverfassungsgerichts entkr\u00e4ftet diese Argumente v\u00f6llig\u201c, so Dr. Repnik.<\/p>\n<p> Nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts sind die Normen des Gl\u00fccksspielstaatsvertrages in jeder Hinsicht zul\u00e4ssig. Der Gl\u00fccksspielstaatsvertrag dient vorrangig dem Ziel, die Bev\u00f6lke-rung, insbesondere Kinder und Jugendliche, vor den Gefahren der Gl\u00fccksspielsucht und der mit Gl\u00fccksspielen verbundenen Folge- und Begleitkriminalit\u00e4t zu sch\u00fctzen. Damit verfolgt er \u00fcberragend wichtige Gemeinwohlzwecke, die eine Beschr\u00e4nkung der Berufsfreiheit rechtfertigen.<\/p>\n<p> \u201eNotwendig ist jetzt, dass das geltende Recht konsequent angewandt wird und die illegalen Wettangebote unterbunden werden\u201c, so Dr. Repnik weiter. \u201eDie Bedenken einzelner erstinstanz-licher Verwaltungsgerichte d\u00fcrften nach diesen klaren Entscheidungen nun ausger\u00e4umt sein.\u201c<\/p>\n<p> Ebenfalls am 14. Oktober 2008 ver\u00f6ffentlichte der Generalanwalt beim Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) in einer portugiesischen Rechtssache seine Schlussantr\u00e4ge. Dabei wurde die grunds\u00e4tzliche Zul\u00e4ssigkeit staatlicher Gl\u00fccksspielmonopole in der EU ausdr\u00fccklich betont, wie DTZ bereits berichtete. Folgt der EuGH diesen Antr\u00e4gen, w\u00e4re das Konzept des Gl\u00fccksspielstaatsvertrages auch auf europ\u00e4ischer Ebene umfassend best\u00e4tigt. Die Entscheidung des EuGH wird f\u00fcr Anfang 2009 erwartet. <\/p>\n<p> (DTZ 45\/08)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Staatsvertrag f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df erkl\u00e4rt KARLSRUHE\/STUTTGART (DTZ\/vi). Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit nun bekannt gewordenem Beschluss vom 14. Oktober 2008 (Az. 1 BvR 928\/08) den neuen Gl\u00fccksspielstaatsvertrag in allen wesentlichen Punkten f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df erkl\u00e4rt und eine Verfassungsbeschwerde eines kommerziellen Spielvermittlers nicht zur Entscheidung angenommen. 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