{"id":37210,"date":"2008-09-10T22:00:00","date_gmt":"2008-09-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37210"},"modified":"2025-03-05T08:37:17","modified_gmt":"2025-03-05T08:37:17","slug":"villiger-gruppe-feierte-120-jaehriges-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37210","title":{"rendered":"Villiger Gruppe feierte 120-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<h3>Familienunternehmen Villiger S\u00f6hne feierte 120-j\u00e4hriges Bestehen auf Schloss Lenzburg im Kanton Aargau<\/h3>\n<p>[pic|96|l|||Firmenpatron Heinrich Villiger und seine Tochter Corina Villiger, die Mitglied im Verwaltungsrat des Unternehmens ist.|||]<\/p>\n<p><strong>ZIGARRE<\/strong><br \/> <strong>LENZBURG (DTZ\/da).<\/strong> Auf Schloss Lenzburg im Schweizer Kanton Aargau schlug das Haus Villiger am 5. September ein weiteres Kapitel seiner Firmengeschichte auf. Patron Heinrich Villiger hatte an diesem Tag zur Feier des 120-j\u00e4hrigen Bestehens seines Unternehmens eingeladen. Mehr als 200 G\u00e4ste aus der Schweiz, aus Deutschland und einigen anderen L\u00e4ndern waren dem Ruf des \u201eZigarren-Grandseigneurs\u201c auf das zu den sch\u00f6nsten eidgen\u00f6ssischen Burganlagen z\u00e4hlende Schloss Lenzburg gefolgt. Im Ambiente der weitr\u00e4umigen und gut restaurierten Festung erlebten sie einen ebenso genussreichen wie stilvollen Abend, der gespickt war mit zahlreichen \u201eLeckerbissen\u201c f\u00fcr Gaumen, Augen und Ohren. Daf\u00fcr sorgten u. a. neben einem mehrg\u00e4ngigen Men\u00fc die Blues- und Gospel-S\u00e4ngerin Othella Dallas mit ihrer Band und die Musikgesellschaft aus Full-Reuenthal, dem Wohnort von Heinrich Villiger.<\/p>\n<p> Gleichzeitig wurde die internationale G\u00e4steschar Zeuge der Premiere der \u201eVilliger 1888\u201c. Diese zum Firmenjubil\u00e4um aufgelegte Zigarren-Serie gibt es als handgefertigte Longfiller von der Manufaktur Abam aus der Dominikanischen Republik in den Formaten Robusto, Short Robusto und Corona sowie als kleiner Shortfiller \u201ePurito\u201c.<\/p>\n<p> Unter den G\u00e4sten begr\u00fc\u00dfte Heinrich Villiger neben mehreren Politikern aus den Kantonen Aargau und Luzern zahlreiche Importeure und Handelspartner. Sein besonderer Gru\u00df galt den Herren Jarl Uggla, President von Swedish Match International, und Beat Burger, CEO der Burger-\/Dannemann-Gruppe, sowie Steffen Rinn, Inhaber der Don Stefano Zigarrenmanufaktur, und Ernst-Michael Hasse, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Schwering &#038; Hasse Elektrodraht GmbH, die in wenigen Tagen ihr 150-j\u00e4hriges Firmenbestehen feiert und bis in die 80er Jahre Zigarren herstellte.<\/p>\n<p> Sehr herzlich willkommen hie\u00df Heinrich Villiger seinen Bruder Kaspar, seines Zeichens alt Bundesrat und fr\u00fcherer Schweizer Bundespr\u00e4sident. Kaspar Villiger hatte gemeinsam mit Heinrich Villiger 23 Jahre lang die Geschicke der Firma gelenkt, ehe er aufgrund seines politischen Engagements aus dem Familienunternehmen ausschied.W\u00e4hrend seiner Mitgliedschaft im Bundesrat, der Schweizer Regierung, war er Verteidigungsminister und Finanzminister. Heute ist er Mitglied im Verwaltungsrat des Nestl\u00e9-Konzerns.<\/p>\n<p> \u201eUm wirklich unabh\u00e4ngig Politik machen zu k\u00f6nnen, habe ich mich 1989 unwiderruflich von der Villiger S\u00f6hne AG getrennt\u201c, sagte Kaspar Villiger in seiner Festansprache. \u201eIch bin meinem Bruder dankbar, dass er Hand zu einer konstruktiven L\u00f6sung bot, die mir ein faires Ausscheiden und ihm ein Weitermachen als Alleininhaber erm\u00f6glichte.\u201c Seine Unabh\u00e4ngigkeit habe er unter Beweis gestellt: \u201eDie einzigen Steuern, die unter meiner Verantwortung nicht gesenkt, sondern erh\u00f6ht wurden, waren die Tabaksteuern\u201c, erkl\u00e4rte Kaspar Villiger.<\/p>\n<p> Ein Dorn im Auge ist dem fr\u00fcheren hochrangigen Schweizer Politiker die Regulierungswut der Politik. \u201eIrgendwie sollen pl\u00f6tzlich alle bevormundet werden, nicht nur die Raucher, sondern auch die Fettleibigen, die Spieler, die Hundehalter, die Offroadfahrer, die Extremsportler, die Eltern usw..\u201c Und irgendwann komme wohl auch die langsam aussterbende Randgruppe der Normalen ins Visier der Regulierungsw\u00fctigen. In der Politik werde versucht, \u201ejedem Problemchen mit einem Gesetzchen beizukommen\u201c, stellte er fest und f\u00fcgte hinzu: \u201eF\u00fcr jede Einzelvorschrift mag es plausible Begr\u00fcndungen geben. Aber etwas wird dabei \u00fcbersehen: Die Summe an sich plausibler Regulierungen schl\u00e4gt pl\u00f6tzlich um in eine neue Qualit\u00e4t, welche echt freiheitsbedrohend wird\u201c, warnte Kaspar Villiger. (DTZ wird in einer der n\u00e4chsten Ausgaben seine Festrede in Ausz\u00fcgen abdrucken.)<\/p>\n<p> Gegen die wuchernde Verbotspolitik sprach sich auch Heinrich Villiger aus. Der Firmenchef setzte sich dabei mit dem Thema \u201ePassivrauchen\u201c auseinander. \u201eWenn man davon ausgeht, dass Kolumbus den Tabak im Jahr 1492, also vor exakt 516 Jahren nach Europa brachte, so ist es doch einigerma\u00dfen verwunderlich, dass die Wissenschaft fast 500 Jahre gebraucht hat, um die angeblich ,t\u00f6dliche\u2019 Gefahr des Passivrauchens nachzuweisen, dies insbesondere auch in Anbetracht der Fortschritte in der Diagnostik im letzten Jahrhundert\u201c, wunderte sich Heinrich Villiger und stellte weiter fest: \u201eInzwischen liegen Erkenntnis vor, wonach diese ,Nachweise\u2019 verschiedener Forschungsinstitute jeglicher Grundlage entbehren, was insbesondere die von der WHO publizierten Zahlen von ,Passivrauchertoten\u2019 anbetrifft. Auch vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg wurde inzwischen zugegeben, dass die Zahl der ,Passivrauchertoten\u2019 statistisch ermittelt wurde; selbstredend seien keine Toten gez\u00e4hlt worden. <\/p>\n<p> Das ist nicht nur unverantwortlich, sondern makaber.\u201c Der Journalist Oliver Janich habe dazu unl\u00e4ngst im Magazin \u201eFocus Money\u201c geschrieben: \u201eTrotz \u00fcber 100 Studien zum Thema gibt es keine einzige, die die Sch\u00e4dlichkeit des Passivrauchens nachweist. Die angeblich an den Folgen des Passivrauchens dahinscheidenden Menschen werden \u00e4lter als der Rest der Bev\u00f6lkerung!\u201c<\/p>\n<p> Zuvor hatte Heinrich Villiger, der bereits seit 1951 im Unternehmen t\u00e4tig ist und 1958 Verantwortung als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer \u00fcbernommen hat, die Firmengeschichte Revue passieren lassen. Im Jahr 1888 legte Jean Villiger, der Gro\u00dfvater von Heinrich und Kaspar Villiger, den Grundstein f\u00fcr das Unternehmen in Pfeffikon im Kanton Luzern. 22 Jahre sp\u00e4ter rief seine Ehefrau Louise, die zu diesem Zeitpunkt bereits Witwe war, das deutsche Tochterunternehmen in Tiengen ins Leben. Der gr\u00f6\u00dfere deutsche Markt bot M\u00f6glichkeiten der Expansion und war der Beginn der Internationalisierung des Unternehmens. Nach dem ersten Weltkrieg \u00fcbertrug Louise Villiger die Verantwortung an ihre beiden S\u00f6hne Hans und Max. Deshalb firmierte das Unternehmen fortan mit Villiger S\u00f6hne. Zwischen den beiden Weltkriegen erlebte das Familienunternehmen eine rasante Entwicklung und bezeichnete sich bald als \u201edie gr\u00f6\u00dfte Stumpenfabrik Deutschlands\u201c. Der weitere Aufstieg wurde j\u00e4h gestoppt durch den Zweiten Weltkrieg, dem nach 1945 der Wiederaufbau folgte.<\/p>\n<p>  \u201eEs waren immer innovative neue Fabrikate oder aus dem \u00fcblichen Rahmen fallende Werbekampagnen, die das Unternehmen ,schubweise\u2019 voran brachten\u201c, f\u00fchrte Heinrich Villiger aus. Als Beispiele nannte er die \u201eVilliger-Kiel\u201c-Zigarren, die \u201eVilliger Rillos\u201c und die sogenannten \u201eEco-Cigarillos\u201c.<br \/> Die Villiger-Gruppe besch\u00e4ftigt heute rund 800 Mitarbeiter, davon etwa 150 am Stammsitz in Pfeffikon, 350 in Tiengen und im ostwestf\u00e4lischen B\u00fcnde sowie 300 in Indonesien bei Surabaya, wo Deckbl\u00e4tter aufbereitet werden. Im Unternehmen werden keine Zigarren und Zigarillos mehr von Hand gerollt. \u201eDas ist in unseren Breitengraden nicht kalkulierbar. Die gesamte Produktion in Europa ist mechanisiert\u201c, sagte Heinrich Villiger. Den Gruppenumsatz im vergangenen Jahr bezifferte er ohne Beteiligungen auf 186 Millionen Schweizer Franken, den Absatz an Zigarren und Zigarillos auf \u00fcber 600 Millionen St\u00fcck.<\/p>\n<p> Besonders erw\u00e4hnte Heinrich Villiger die Beteiligungen an den Habanos-Importeuren 5th Avenue Products Trading in Deutschland im Jahr 1989 und Intertabak AG in der Schweiz im Jahr 1995. \u201eDiese beiden Firmen sind die offiziellen Alleinimporteure f\u00fcr Habanos, also s\u00e4mtlicher Havanna-Marken, f\u00fcr Deutschland und f\u00fcr die Schweiz\u201c, erl\u00e4uterte Heinrich Villiger. \u201eBeide Unternehmen haben sich seit ihrem Bestehen positiv entwickelt.\u201c<\/p>\n<p> Das Villiger-Sortiment ist heute breit gef\u00e4chert und erf\u00fcllt auf vielf\u00e4ltige Weise die Raucherw\u00fcnsche von Zigarren- und Zigarillo-Liebhabern. Der klassische Stumpenraucher f\u00fchlt sich bei Villiger ebenso zu Hause wie der Genie\u00dfer karibischer Premiumzigarren oder auch der Konsument, der mal eben schnell ein Zigarillo oder Filterzigarillo rauchen m\u00f6chte. F\u00fcr die Zukunft der eigenen Firmengruppe ist Heinrich Villiger trotz des Antitabak-Klimas optimistisch. \u201eWir sind dank moderner Technik, starker Marken, eines weltweiten Vertriebsnetzes und dank eines guten Teams an F\u00fchrungskr\u00e4ften gut gewappnet.\u201c <\/p>\n<p> (DTZ 37\/08)<\/p>\n<p>  .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familienunternehmen Villiger S\u00f6hne feierte 120-j\u00e4hriges Bestehen auf Schloss Lenzburg im Kanton Aargau [pic|96|l|||Firmenpatron Heinrich Villiger und seine Tochter Corina Villiger, die Mitglied im Verwaltungsrat des Unternehmens ist.|||] ZIGARRE LENZBURG (DTZ\/da). Auf Schloss Lenzburg im Schweizer Kanton Aargau schlug das Haus Villiger am 5. 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