{"id":37183,"date":"2008-09-02T22:00:00","date_gmt":"2008-09-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37183"},"modified":"2025-03-05T07:55:25","modified_gmt":"2025-03-05T07:55:25","slug":"dr-reto-cina-uns-geht-es-wirtschaftlich-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37183","title":{"rendered":"Dr. Reto Cina: \u201eUns geht es wirtschaftlich gut\u201c"},"content":{"rendered":"<h3>Oettinger Davidoff Group bleibt weltweit auf Wachstumskurs<\/h3>\n<p>[pic|89|l|||Dr. Reto Cina, CEO der Oettinger Davidoff Group, sieht am Ende die wirklich starken Marken, die nicht als \u201eSchn\u00e4ppchen\u201c verramscht werden, als Gewinner.|||]<\/p>\n<p><strong>BASEL (DTZ\/da). <\/strong>Den globalen Restriktionen gegen den Tabak zum Trotz bleibt die Oettinger Davidoff Group weiter auf Erfolgskurs. Das in \u00fcber 120 L\u00e4ndern der Erde agierende Familienunternehmen mit Firmenzentrale in Basel erzielte im Jahr 2007 mit 3 344 Mitarbeitern ein Umsatzplus von 1,0 Prozent auf 1,273 Mrd. Schweizer Franken. Zum positiven Abschneiden trugen insbesondere Zuw\u00e4chse in Asien und Osteuropa bei. Auch in der Schweiz \u201el\u00e4uft es gut\u201c, wie Dr. Reto Cina, CEO der Oettinger Davidoff Group, im Gespr\u00e4ch mit DTZ erkl\u00e4rt. R\u00fcckl\u00e4ufig ist die Entwicklung hingegen in Deutschland, Frankreich und Spanien. Deutlich gestiegen ist die Zigarrenproduktion mit einem Plus von 15,8 Prozent auf 30,8 Millionen St\u00fcck. Daf\u00fcr nennt Dr. Cina drei Gr\u00fcnde:<\/p>\n<p> [bul] Einf\u00fchrung neuer Produktlinien, auch in g\u00fcnstigeren Preislagen;<br \/> [bul] Ausbau der Drittmarken;<br \/> [bul] und last but not least Wachstum bei den Marken \u201eDavidoff\u201c und \u201eZino Platinum\u201c.<\/p>\n<p> Meistverkauftes Zigarrenprodukt des Unternehmens ist weiterhin die Corona der \u201eDavidoff 2000\u201c, die schon im Jahr 2002 das Panatela-Format der \u201eDavidoff No. 2\u201c an der Spitze abgel\u00f6st hat.<\/p>\n<p> Die weltweit positive Nachfrage nach Zigarren und Zigarillos der Oettinger Davidoff Group hat sich auch im ersten Halbjahr 2008 fortgesetzt. \u201eDie Zigarrenraucher sind bereit, f\u00fcr gute Produkte auch Geld auszugeben\u201c, so Dr. Cina. In Asien und Osteuropa sind Absatz und Umsatz weiter nach oben gegangen, ebenso in der Schweiz. In den USA ist die Nachfrage bis Mai gestiegen und seitdem etwas abgeflacht.<\/p>\n<p> Mehr als gut angenommen werde in den Vereinigten Staaten die im Herbst 2007 auf den US-Markt gebrachte Premiumzigarre \u201eWinston Churchill\u201c. \u201eDas scheint ein richtiger Renner zu werden\u201c, freut sich Dr. Cina. Wegen der hohen Nachfrage dort, die \u201ebereits an der 1-Million-St\u00fcck-Schwelle kratzt\u201c, sei die urspr\u00fcnglich f\u00fcr Mai 2008 vorgesehene Einf\u00fchrung in Deutschland auf September (zur Inter-tabac in Dortmund) verschoben worden. Dank ihrer Mischung mit kr\u00e4ftigen Tabaken sei die \u201eWinston Churchill\u201c auch absolut etwas f\u00fcr Liebhaber kubanischer Zigarren, meint Dr. Cina. Auf die DTZ-Frage, wo die Markenrechte f\u00fcr die \u201eWinston Churchill\u201c liegen, antwortet er: \u201eMit der Familie Churchill haben wir einen langfristigen, weltweit g\u00fcltigen Lizenzvertrag abgeschlossen.\u201c<\/p>\n<p> Aufgrund der Erfahrung mit \u201eWinston Churchill\u201c, wo das Mengenangebot nicht mehr der Nachfrage standgehalten hat, hat das Unternehmen die urspr\u00fcnglich schon f\u00fcr Sp\u00e4tsommer 2007 vorgesehene Einf\u00fchrung der neuen Serie \u201eDavidoff Puro Dominicano\u201c auf Anfang 2009 verschoben. \u201eWir haben einfach noch nicht die erforderlichen Mengen\u201c, begr\u00fcndet Dr. Cina diesen Schritt. Die \u201eDavidoff Puro Dominicano\u201c ist eine Longfillerzigarre, die ausnahmslos aus Tabaken von der Dominikanischen Republik gefertigt wird.  W\u00e4hrend es f\u00fcr das Unternehmen in vielen L\u00e4ndern positiv laufe, gebe die Entwicklung in Deutschland, Spanien und Frankreich, den nach den USA und vor der Schweiz wichtigsten M\u00e4rkten f\u00fcr Davidoff, weniger Anlass zur Freude. In Deutschland habe sich vor allem das Rauchverbot in der Gastronomie negativ auf die Nachfrage ausgewirkt. <\/p>\n<p> \u201eEine Zigarette raucht man ja noch drau\u00dfen vor der T\u00fcr, aber wer stellt sich schon eine halbe Stunde oder l\u00e4nger vor ein Lokal, um eine Zigarre zu genie\u00dfen?\u201c, fragt Dr. Cina und hat auch direkt die Antwort parat: \u201eNiemand!\u201c Auch zu Hause hole dies nach seiner Einsch\u00e4tzung kaum jemand nach. Ergo geht der Absatz verloren. Die Marke \u201eDavidoff\u201c hat dies auch bei ihren Gastronomie-Depots zu sp\u00fcren bekommen. Von den ehemals rund 500 Gastronomiedepots sind nach der Einf\u00fchrung der Rauchverbote nur noch zirka 300 \u00fcbrig geblieben. Rund zehn Prozent davon haben eine Davidoff-Lounge. Bei den Lounges arbeitet der langj\u00e4hrige deutsche Davidoff-Partner, die Firma Gebr. Heinemann in Hamburg, wo immer es m\u00f6glich ist, eng mit dem Fachhandel vor Ort zusammen.<\/p>\n<p> Neben der Rauchverbots-Problematik versch\u00e4rfe sich die Situation am Markt durch Druckverk\u00e4ufe von Wettbewerbern. \u201eDa spielen wir nat\u00fcrlich nicht mit, weil dies dem Image einer Marke massiv schadet. So mache ich eine Marke kaputt\u201c, wei\u00df Dr. Cina, der am Ende die wirklich starken Marken, die nicht als \u201eSchn\u00e4ppchen\u201c verramscht werden, als Gewinner sieht.<\/p>\n<p> Als \u201eSilberstreif am Horizont\u201c wertet der CEO von Oettinger Davidoff das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das das Rauchverbot in kleinen Einraumlokalen f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt hat. \u201eDieses Urteil verschafft uns zumindest eine Verschnaufpause\u201c, meint er. Sehr gespannt ist Dr. Cina jetzt, was Bayern machen wird. Vom Freistaat k\u00f6nnte eine gewisse Signalwirkung f\u00fcr die anderen Bundesl\u00e4nder ausgehen. Dass die bayerischen Wirte stinksauer auf die CSU sind und zum Beispiel geplante Veranstaltungen dieser Partei in ihren Lokalen abgesagt haben, zeige Wirkung. Die CSU werde sich angesichts der Landtagswahlen im September sehr wohl \u00fcberlegen m\u00fcssen, ob sie mit ihrem harten Antiraucherkurs gut beraten sei.<\/p>\n<p> Weiter fortsetzen wird sich nach Einsch\u00e4tzung von Dr. Cina der Konzentrationsprozess in der weltweiten Tabakwirtschaft. Der CEO der Oettinger Davidoff Group sieht bei allen negativen Begleiterscheinungen hierin auch gewisse Chancen f\u00fcr das eigene Unternehmen. Zum einen m\u00fcssten die \u00fcbernehmenden Konzerne Auflagen der Kartellbeh\u00f6rden erf\u00fcllen und in dem einen oder anderen Land bestimmte Marken abgeben, zum anderen h\u00e4tten kleinere Marken in dem riesigen \u201eKonglomerat\u201c eines Konzern meist keine Daseinsberechtigung mehr. \u201eDa dies bei uns nicht der Fall ist, er\u00f6ffnen sich f\u00fcr uns M\u00f6glichkeiten. So haben wir zum Beispiel auch bei den von uns gepflegten Kleinstmarken Zuw\u00e4chse verzeichnen k\u00f6nnen. Auf die DTZ-Frage, ob die Oettinger Davidoff Group ebenfalls an der \u00dcbernahme weiterer Firmen interessiert sei, erkl\u00e4rt Dr. Cina vielsagend, ohne konkret zu werden: \u201eSelbstverst\u00e4ndlich denken wir mehr als intensiv dar\u00fcber nach, unser Markenportfolio durch Zuk\u00e4ufe zu erweitern.\u201c<\/p>\n<p> Zu Ger\u00fcchten vom vergangenen Jahr, Oettinger Davidoff stehe selbst zum Verkauf, sagt Dr. Reto Cina: \u201eEine Tochter von Dr. Ernst Schneider wollte sich von ihren Unternehmensanteilen trennen. Das hat die Ger\u00fcchtek\u00fcche angeheizt. Per Ende des letzten Jahres konnte die Situation durch einen R\u00fcckkauf dieser Anteile durch die Besitzerfamilien g\u00fctlich bereinigt werden.\u201c<\/p>\n<p> Weiteren Spekulationen \u00fcber Verkaufsabsichten tritt der CEO der Unternehmensgruppe mit den Worten entgegen: \u201eUns geht es wirtschaftlich gut, wir haben keinen Grund, unsere Selbst\u00e4ndigkeit aufzugeben.\u201c <\/p>\n<p> (DTZ 34\/08)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oettinger Davidoff Group bleibt weltweit auf Wachstumskurs [pic|89|l|||Dr. Reto Cina, CEO der Oettinger Davidoff Group, sieht am Ende die wirklich starken Marken, die nicht als \u201eSchn\u00e4ppchen\u201c verramscht werden, als Gewinner.|||] BASEL (DTZ\/da). Den globalen Restriktionen gegen den Tabak zum Trotz bleibt die Oettinger Davidoff Group weiter auf Erfolgskurs. 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