{"id":37102,"date":"2008-07-30T22:00:00","date_gmt":"2008-07-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37102"},"modified":"2025-03-05T07:51:44","modified_gmt":"2025-03-05T07:51:44","slug":"oeffnung-des-gluecksspielmarktes-gefaehrdet-die-sportfoerderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=37102","title":{"rendered":"\u00d6ffnung des Gl\u00fccksspielmarktes gef\u00e4hrdet die Sportf\u00f6rderung!"},"content":{"rendered":"<p>[head]\u00d6ffnung des Gl\u00fccksspielmarktes gef\u00e4hrdet die Sportf\u00f6rderung![\/head]<\/p>\n<h3>Sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion lehnt Liberalisierung ab<\/h3>\n<p>[pic|61|l|||Dagmar Freitag: \u201eEine \u00d6ffnung des Marktes ist unter den gegebenen Umst\u00e4nden kritisch zu betrachten.\u201c|||]<\/p>\n<p><strong>Lotto<\/strong><br \/> <strong>BERLIN (DTZ\/vi).<\/strong> Die Bundestagsabgeordnete und sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Freitag, steht einer Liberalisierung des Gl\u00fccksspielmarktes ablehnend gegen\u00fcber. Im Interview mit dem \u201egl\u00fcxmagazin\u201c, der Kundenzeitschrift der Lottgesellschaften von Baden-W\u00fcrttemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, bef\u00fcrwortet sie den neuen Staatsvertrag, der das staatliche Lotterieangebot f\u00fcr vier weitere Jahre sichert. <\/p>\n<p> \u00dcber die staatliche Aufsicht der Annahmestellen werde ein seri\u00f6ses, ausreichendes Gl\u00fccksspielangebot gew\u00e4hrleistet, das den Spielerschutz ins Zentrum stelle und der Spielsuchtpr\u00e4vention diene. \u201eEine Kommerzialisierung und \u00d6ffnung des Marktes ist unter den gegebenen Umst\u00e4nden kritisch zu betrachten: mehr Spielangebote, mehr Spiels\u00fcchtige, mehr Begleitkriminalit\u00e4t, mehr dubiose Wettangebote. Darum habe ich mich f\u00fcr den Staatsvertrag eingesetzt. Der Bundestag hat Antr\u00e4ge, den Sportwettenmarkt zu \u00f6ffnen, abgelehnt\u201c, sagt Dagmar Freitag, die auch Vizepr\u00e4sidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes ist. Die 500 Millionen Euro, die Lotto, Oddset und die anderen staatlichen Lotterien deutschlandweit der Sportf\u00f6rderung zur Verf\u00fcgung stellten, seien f\u00fcr den deutschen Sport sehr wichtig. Eine \u00d6ffnung der M\u00e4rkte w\u00fcrde diese F\u00f6rderung eher gef\u00e4hrden. Aus sportpolitischer Sicht w\u00e4re das nicht zu bef\u00fcrworten.<\/p>\n<p> Derzeit f\u00f6rdern die staatlichen Lottogesellschaften \u2013 zum Teil \u00fcber die Haushalte der L\u00e4nder \u2013 das Gemeinwohl in Deutschland mit j\u00e4hrlich etwa drei Milliarden Euro, macht die SPD-Politikerin die Dimensionen deutlich. Sie hat gro\u00dfe Zweifel, dass dieses finanzielle Engagement bei der F\u00f6rderung des Gemeinwohls in einem kommerzialisierten Markt noch m\u00f6glich w\u00e4re. Denn Unternehmen, die sich in einem offenen Markt etablieren und behaupten wollten, m\u00fcssten jede Chance der Gewinnmaximierung nutzen \u2013 und beispielsweise in Steueroasen wie Gibraltar abwandern, mit negativen Folgen f\u00fcr die Einnahmen der Bundesl\u00e4nder. <\/p>\n<p> Dagmar Freitag: \u201eF\u00fcr den deutschen Sport w\u00e4re das ausgesprochen problematisch, weil die F\u00f6rderung der Vereine, der verschiedenen Mannschaften und nicht zuletzt der Jugend in dem Ma\u00dfe nicht mehr m\u00f6glich w\u00e4re. Und genau diese ist so wichtig. Ohne die gute Arbeit an der Basis w\u00e4ren die sportlichen Erfolge in den vergangenen Jahren nicht m\u00f6glich gewesen.\u201c<\/p>\n<p> (DTZ 31\/08)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[head]\u00d6ffnung des Gl\u00fccksspielmarktes gef\u00e4hrdet die Sportf\u00f6rderung![\/head] Sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion lehnt Liberalisierung ab [pic|61|l|||Dagmar Freitag: \u201eEine \u00d6ffnung des Marktes ist unter den gegebenen Umst\u00e4nden kritisch zu betrachten.\u201c|||] Lotto BERLIN (DTZ\/vi). Die Bundestagsabgeordnete und sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Freitag, steht einer Liberalisierung des Gl\u00fccksspielmarktes ablehnend gegen\u00fcber. 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