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  • Forschungsobjekt Zigarette

    JENA (DTZ/red/kes). Wissenschaftler aus Jena, Hamburg und Wien sind der politischen Bedeutung der Zigarette auf der Spur.

    Der Forschungsverbund „PolitCIGs“ untersucht die materiellen, gesellschaftlichen und politischen Kulturen im Deutschland und Österreich des 20. und 21. Jahrhunderts am Beispiel der Zigarette, teilt die Friedrich-Schiller-Universität Jena mit. Die Untersuchung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmenprogramm „Die Sprache der Objekte: Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen“ seit dem 1. Oktober 2013 für drei Jahre unterstützt.

    Insgesamt handelt es sich um einen Fördertopf von 1.000.000 Millionen Euro. Davon erhält die Universität Jena 640.000 Euro und das Museum der Arbeit Hamburg 320.000 Euro. "Hierbei handelt es sich um eine so genannte 100-Prozent-Förderung, d.h. es sind keine finanziellen Mittel anderer vorgesehen", teilt das Ministerium auf DTZ-Anfrage mit.

    Die Forscher interessiert beispielsweise welche „Art von Politik verbirgt sich hinter dem schönen Schein ihrer oft exotisch anmutenden Markenwelten, in ihren Tabakmischungen, Verpackungen und den verschiedensten Werbemitteln?“ Die grundlegende These lautet: Zigaretten können und konnten politische Inhalte vermitteln oder durch ihre Produktkommunikationen indirekt Gehalte der Politik beglaubigen.

    Zum Verbund gehören Historikerinnen und Historiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), Museumswissenschaftler des Museums der Arbeit in Hamburg sowie Psychologinnen und Psychologen der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien (SFU).

    (DTZ 43/13)

  • US-Regierung unterstützt e-Zigarettenstudie

    BEIRUT (DTZ/red). Die Amerikanische Universität in Beirut (AUB) erhält umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro für einen fünfjährigen Forschungsauftrag, der die Sachverhalte rund um die elektronische Zigarette klären soll.

    Die Finanzierung und Leitung der Forschungsarbeit an der privaten US-Hochschule übernimmt Medienberichten zufolge die US-Arznei- und Lebensmittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) sowie das US-Gesundheitsinstitut NIH (National Institutes of Health).

    Die Untersuchung ist Teil einer 13-Millionen-Dollar-Investionen der US-Regierung, die damit ein Zentrum zur Erforschung von Tabakprodukten in den USA aufbauen will, berichtet der Online-Dienst „The Small Business Newswire“.

    Hier soll das Forschungsmaterial neuer Tabakprodukte gebündelt und ausgewertet werden, um schließlich in die politische Entscheidungsfindung und Tabakregulierung einzufließen.

    (DTZ 43/13)

  • Gesundheitsministerium mus erklären

    BANGKOK (DTZ/red). Das thailändische Gesundheitsministerium streitet vor Gericht für größere Bildwarnhinweise. Statt bisher 55 Prozent sollen 85 Prozent der Zigarettenpackungen mit Schockbildern bedruckt werden.

    Die gesetzliche Regelung war ursprünglich ab 2. Oktober geplant, wurde jedoch durch die juristische Auseinandersetzung vor einigen Monaten bereits verschoben. Die Zigarettenindustrie stoppte die Einführung durch eine gerichtliche Verfügung. Seither sind beide Parteien, Hersteller und Ministerium, aufgefordert ihre Argumente zu erörtern, schreibt die „Deutsche Welle“ (DW).

    „Ein beispielloser Fall“, zitiert DW Pokpong Srisanit, Professor an der Juristischen Fakultät der Thammasat University.

    (DTZ 42/13)

  • Raucher sollen länger arbeiten

    WIEN (DTZ/red). In der österreichischen Tarifverhandlung der Maschinen- und Metalwarenindustrie (FMMI) fordern die Arbeitgeber, dass Rauchpausen während der Arbeitszeit abgezogen werden.

    Die dritte Runde der Kollektivvertragserhandlungen startet diese Woche und hat es in sich. Neben den Lohnforderungen von 3,4 Prozent für die rund 120.000 Arbeitnehmer, überraschen auf der anderen Seite die Arbeitgeber mit ihrer Forderung künftig die Rauchpausen als Unterbrechung der Arbeitszeit zu definieren, berichtet die österreichische Presse. Das heißt, Raucher sollen länger arbeiten.

    „Konkret würde das bedeuten, dass Raucher entweder jedes Mal ausstempeln müssen, wenn sie zur Zigarette greifen. Oder dass eine tägliche Pauschalzeit – fünf bis zehn Minuten – von der Arbeitszeit abgezogen wird“, schreibt die Tageszeitung „Die Presse“.

    Die Gewerkschaftsvertreter halten die Forderung für „absurd“.

    (DTZ 42/13)

  • Unterschiedliche Positionen und doch im selben Boot

    MÜNSTER (DTZ/red). Der Lotto- und Toto-Verband der Annahmestelleninhaber in NRW (LTV) mit Geschäftsführer Tobias Buller und WestLotto mit Prokurist und Vertriebschef Hans-Jürgen Gärtner, Prokurist und Vertriebschef – da stehen sich im Gespräch zwei Persönlichkeitengegenüber, deren Interessen nicht deckungsgleich sind, die sich aber andererseits bewusst sind, dass sie gleichwohl in einem Boot sitzen.

    Schließlich geht es darum, in einem schwierigen Umfeld Spielumsätze zu generieren. Gelder für gemeinnützige Zwecke, für Steuereinnahmen, aber auch Provisionen für die Annahmestellen. Friede und Freude aller Orten? Weit gefehlt. Die Probleme und Positionen beider Seiten sind auch kontrovers. Der eine kann aber nicht ohne den anderen. Schließlich muss ja das Produkt „Spiel“ zum Kunden.

    Frage: Wie steht es um das Miteinander, wie ist denn die Zusammenarbeit wirklich?

    Tobias Buller: Aus meiner Sicht partnerschaftlich, offen, ehrlich, natürlich auch kontrovers und optimierbar. Das war aber nicht immer so. Heute fühlen wir uns ernst genommen, finden Gehör. Der Dialog funktioniert. Die Ergebnisse sind natürlich nicht immer in unserem Sinn.

    Hans-Jürgen Gärtner: Als alter Hase kann ich nur sagen: Die Zeiten des „kalten Krieges“ sind lange vorbei. Auch von unserer Seite denkt man heute dialogorientierter, offener und nach Verlegung des Verbandssitzes nach Münster auch unmittelbarer. Wir hören zu, schließlich sind trotz der notwendigen Suche nach neuen Vertriebswegen unsere Annahmestellen der Vertriebspartner Nr. 1. Lassen Sie mich auch sofort deutlich machen: Sie werden es auch bleiben!

    Frage: In beiden Organisationen vollzieht sich ein Generationswechsel nicht nur bei den handelnden Personen. Wie sieht die Zukunft aus?

    Hans-Jürgen Gärtner: Der LTV hat den Generationswechsel, zumindest was das Hauptamt angeht, vollzogen. Auch bei uns ändert sich vieles. Nicht nur handelnde Personen, sondern Entscheidendes rund um die Annahmestellen. Die Fluktuation ist groß. 13 Annahmestellen haben im letzten Monat vorwiegend aus wirtschaftlichen Gründen entweder selbst das Handtuch geworfen oder sind insolvent gegangen. 153 neue Annahmestellen sollen in diesem Jahr neu dazu kommen, dabei wird aber die Anzahl der Annahmestellen nicht erhöht. Rund 3 640 Annahmestellen haben wir zurzeit, deutlich weniger als noch vor Jahren. Die Standorte verändern sich, die stark frequentierten Lagen sind für uns unverzichtbar. Sie entwickeln sich nachweislich wirtschaftlich besser und sind zukunftsträchtig. Bestehende Vertragspartner sind aufgefordert, sich über ihr zukünftiges Sortiment ernsthafte Gedanken zu machen. Die traditionellen Annahmestellen mit dem Sortiment Lotto, Zeitschriften und Tabak an einem frequenzarmen Standort haben jedenfalls aus meiner Sicht kaum eine Zukunft.

    Tobias Buller: Ich bin jetzt seit über zwei Jahren im Amt. Was sich allein in den letzten zwei Jahren verändert hat, lässt mich vermuten, dass in einigen Jahren nichts mehr so ist wie heute. Klar ist: Es wird für die Annahmestellen nicht einfacher.

    Unsere Aufgabe als Verband ist dabei, die Rahmenbedingungen zu verbessern, um das Überleben möglichst vieler Annahmestellen sicher zu stellen. Dies wird aber nur möglich sein, wenn auch die Mitglieder sich bewegen, Neues ausprobieren, mit der Zeit gehen. Um nur ein Thema anzusprechen: Der Online-Handel wird wachsen, die Annahmestellen müssen reagieren. Eine Mehrkanalstrategie ist unabdingbar.

    Hans-Jürgen Gärtner: Hier sind wir völlig einer Meinung. Es gilt unter Experten als gesichert, dass beide Vertriebskanäle einander stark beeinflussen, so dass ein moderner Händler auf einen Internetauftritt nicht verzichten kann. Wir werden die Annahmestellen bei der Errichtung eines Internetauftrittes tatkräftig unterstützen.

    Frage: Die veränderten Rahmenbedingungen wurden genannt. Wie steht es um das leidige Thema „Staatsvertrag“. Was hat sich nach der Verabschiedung verändert? Wohin geht die Reise?

    Tobias Buller: Eine unendliche Geschichte… Die Geburtswehen des Staatsvertrages haben wir hautnah erleben dürfen. Zu unserem Leidwesen allerdings erst nach massivem Einwirken. Die Anhörung im Landtag von NRW zum neuen Glücksspielstaatsvertrag war jedenfalls ernüchternd. Jugendschutz und Suchtbekämpfung, Wettbewerb über private Wettanbieter, illegales Spielgeschäft – um nur einige Kernprobleme zu nennen – sind nach langem Hick-Hack in einen neuen Vertrag gegossen worden. Der Stein der Weisen konnte nicht gefunden werden. Schon auf der politischen Ebene gab es widerstreitende Interessen zwischen den Bundesländern. Die jetzt im Nachgang in NRW verabschiedete Werberichtlinie gibt ein wenig Hoffnung auf Besserung. Andere Dinge werden auch weiter die Gerichte beschäftigen.

    Hans-Jürgen Gärtner: Lassen Sie mich das Stichwort Werberichtlinie aufgreifen. Hier wird man sehen müssen, inwieweit die Gerichte die aus Sicht der Lottogesellschaften dringend notwendige Möglichkeit mitmachen, wieder intensiver Werbung betreiben zu dürfen, wie die Privaten es unbehelligt seit Jahren tun. Nur so nebenbei: Schließlich geht es auch um rund 670 Mio. Euro, die jährlich durch WestLotto für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Auch die Genehmigungspraxis zum Betreiben von Annahmestellen macht uns sehr viel Arbeit. Der heilige Bürokratius zwingt auch langgediente Annahmestellen, u. a. ein polizeiliches Führungszeugnis und einen aktuellen Gewerbezentralregister-Auszug vorzulegen. Bis heute sind auch die Lizenzen für Sportwetten noch nicht vergeben. Herr Buller hat uneingeschränkt recht: Eine unendliche und zudem in Teilen auch noch sehr unerfreuliche Geschichte…

    Frage: Das Thema Wettbewerb klang an. Das Internet gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wo liegen die Grenzen? Ist Internetspiel Chance oder Risiko für die Annahmestellen?

    Hans-Jürgen Gärtner: Augenblicklich unterhalten wir uns um eine Größenordnung von unter 5 Prozent vom Gesamtumsatz. Wenn ich in die Zukunft blicken soll, so sind die Wachstumsraten sicher – wie im übrigen Einzelhandel auch – auf den ersten Blick bedrohlich. Dennoch: Ich glaube, dass eine Größenordnung von über 20 Prozent Umsatzanteil, die eine im Auftrag des Bundesverbands der Lottoannahmestellen erstellte Analyse nahelegt, nicht realistisch ist. Ich will das Internetspiel nicht klein reden, schließlich wachsen neue, international aufgestellte Anbieter wie Pilze aus dem Boden, eine Regulierung scheint kaum möglich. Das staatliche Lotto muss durch neue Spiele, durch Seriosität punkten. Abzocke sei den anderen überlassen!

    Tobias Buller: Die Annahmestellen leiden unter den zunehmenden Angeboten im Internet. Sie würden auch gerne an den dort erzielten Umsätzen teilhaben. Die Frage des „Wie“ beschäftigt uns seit geraumer Zeit. Neidisch blicken wir auf die Kollegen in Bayern, die an den Umsätzen im Internet beteiligt werden. Einen Weg dahin sehe ich, wenn es den Annahmestellen – auf welchem Weg auch immer – gelingt, nachweislich im Internet Umsatz zu generieren. Ich wiederhole mich: Dazu ist es zunächst dringlich notwendig im Internet vertreten zu sein! Wir müssen lernen, den stationären und den Internethandel zu verzahnen, auch wenn ich für diese Meinung oft kritisiert werde. Wir müssen schauen, wo der Kunde ist und uns auf dieses Medium mit einstellen. Andernfalls spielen wir den privaten Anbietern in die Karten.

    Frage: Das Dauerthema Spielsucht und Jugendschutz klang an. Gibt es etwas Neues?

    Hans-Jürgen Gärtner: Leider ja. Die Tests werden jetzt im Verantwortungsbereich der jeweiligen Bezirksregierungen durchgeführt. Das „Leider“ bezieht sich auf die drohenden Sanktionen wie Ordnungsgelder und Lizenzentzug durch die staatliche Aufsichtsbehörde.

    Tobias Buller: Das „Leider“ gilt aber für uns auch! Anreizsysteme wie Prämien für diejenigen, die sich vorbildlich verhalten, gibt es künftig nicht mehr. Andererseits eröffnen Maßnahmen der Ordnungsbehörden auch den Weg zu den Gerichten – vom Einspruch bis zur Klage gegen drohende Schließungen. Gleichwohl hätte ich es für ein richtiges Signal den Annahmestellen gegenüber gehalten, die bislang gezahlten Prämien beizubehalten.

    Frage: Von der Einführung des Eurojackpots hat man sich viel versprochen. Konnten die Erwartungen erfüllt werden?

    Hans-Jürgen Gärtner: Hier kann ich mit einem uneingeschränktem „Ja“ antworten. Die Wachstumsraten sind sehr erfreulich, besonders bei dem derzeitig steigenden Jackpot. Über acht Prozent des gesamten Umsatzes in NRW entfallen bereits auf das neue Spielangebot. Das zeigt deutlich die wachsende Bedeutung dieses Produktes.

    Tobias Buller: Die Entwicklung zeigt, wie ungeheuer wichtig es ist, dass neue und zudem auch konkurrenzfähige Produkte das Geschäft beleben. Spieler wollen spannende und gewinnträchtige Anreize haben. Natürlich ist klar, dass das Damoklesschwert Spielsucht über allem schwebt. Neue Produkte zu kreieren, ist nicht das Problem, sie genehmigungsfähig zu machen, ist die weit schwerere Aufgabe.

    Frage: Eine abschließende Frage zum künftigen Miteinander: Was erwartet der LTV von WestLotto und wie ist die Erwartung von WestLotto?

    Hans-Jürgen Gärtner: Wir haben eine offene und faire Gesprächskultur entwickelt und sind weiterhin sehr daran interessiert, bei allen anstehenden Themen die Annahmestellen und insbesondere den LTV als deren Interessenvertreter einzubinden. Daran erkennt man auch, dass keine Annahmestelle in NRW Befürchtungen haben muss, eine Mitgliedschaft im Verband werde vom Unternehmen negativ gewertet. Wir erwarten aber von unseren Gesprächspartnern ein hohes Maß an Professionalität. Die komplexer werdenden Zusammenhänge lassen auf schwierige Fragen leider keine einfachen Antworten zu.

    Tobias Buller: Wir wollen nicht nur gehört, sondern stets auch ernst genommen werden. Wir wollen konstruktiv und – wenn notwendig auch mit kontroversen Positionen – mitwirken, um unsere berechtigten Interessen zur Geltung bringen. Wir sehen dabei die Lottogesellschaft nicht als natürlichen Feind, sondern als Partner – wir sitzen schließlich im selben Boot.

    Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus einer Broschüre des LTV NRW.

    (DTZ 42/13)

  • Steuerzeichenstelle informiert zum nächsten Tabaksteuerschritt

    BONN (DTZ/vi). Die Vorbereitungen für die Umsetzung der vierten Stufe des Tabaksteuermodells laufen. Wie der Bundesverband des Tabakwaren-einzelhandels BTWE in seinem dieswöchigen Newsletter BTWE Chef-Info meldet, werden bei den Gattungen Zigarette und Feinschnitt die Änderungen der vierten Stufe ab dem 1. Januar 2014 wirksam, ausgenommen sind die Gattungen Zigarre/Zigarillo und Pfeifentabak.

    Einzelheiten zum Tabaksteuertarif können z. B. auf der Internetseite der Bundeszollverwaltung unter [link|http://www.zoll.de]www.zoll.de[/link] nachgelesen werden.

    So erhöht sich bei Zigaretten für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 der spezifische Tabaksteuersatz von bisher 9,44 Cent auf dann 9,63 Cent je Stück. Der proportionale Steuersatz verändert sich von bisher 21,80 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 18,881 Cent je Stück abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises der zu versteuernden Zigarette auf neu: 21,74 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 19,259 Cent je Stück abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises der zu versteuernden Zigarette.

    Beim Feinschnitt steigt für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 der spezifische Tabaksteuersatz von bisher 45,00 Euro je Kilogramm auf neu 46.75 Euro je Kilogramm. Der spezifische Steuersatz des Feinschnitts erhöht sich von bisher 14,51 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 88,20 Euro je Kilogramm abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises des zu versteuernden Feinschnitts auf neu: 14,63 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 91,63 Euro je Kilogramm abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises des zu versteuernden Feinschnitts.

    Es besteht die Möglichkeit, die neuen Steuerwerte ab sofort mit dem Hauptzollamt Bünde abzugleichen.

    Laut dem Hauptzollamt Bünde ergeben sich für die einzelnen Gattungen die in der Tabelle aufgeführten Kennzeichnungen.

    Der Restbedarf an Steuerzeichen für den Bezugszeitraum bis einschließlich 31. Dezember 2013 ist rechtzeitig, spätestens jedoch bis zum 15.11.2013, und nur im erforderlichen Maße anzumelden bzw. mit Steueranmeldung zu bestellen(§ 32 Absatz 4 TabStV).

    Ebenso ist der Bedarf an neuen Steuerzeichen für die Zeit ab 1. Januar 2014 rechtzeitig anzumelden bzw. mit Steueranmeldung zu bestellen. Die neuen Steuerzeichen können frühestens ab dem 1. November 2013 bezogen werden, wobei die Bestellfristen des § 32 TabStV zu beachten sind.

    Alle Steueranmeldungen/Bedarfsmeldungen für neue Steuerzeichen (Zigaretten; Feinschnitt), gültig ab 1. Januar 2014, sind bis zum 31. Dezember 2013 deutlich mit „NEU“ zu kennzeichnen. Alle übrigen Steueranmeldungen/Bedarfsmeldungen sind deutlich mit „ALT“ zu kennzeichnen. Dieser Aufwand ist erforderlich, damit die Wahrscheinlichkeit von Verwechslungen nahezu ausgeschlossen werden kann.

    (DTZ 42/13)

  • BTWE äußert sich enttäuscht über Beschluss des Europa-Parlaments

    KÖLN (DTZ/vi). BTWE-Präsident Rainer von Bötticher erklärte zu dem in der letzten Woche erfolgten Beschluss des Europäischen Paralaments zur TPD: „Wir sind sehr enttäuscht, dass das Europäische Parlament die einmonatige Verschiebung der Abstimmung über die Novelle der EU-Tabakproduktrichtlinie auf den 8.10.2013 doch nicht genutzt hat, um eine ausgewogene Regulierung zu finden, die dem Anliegen des Gesundheitsschutzes genauso wie den legitimen Interessen der Hersteller, des Handels und der Tabakbauern sowie der dort Beschäftigten Rechnung trägt.“

    Der BTWE vermisst weiterhin einen überzeugenden Nachweis, dass die Einführung von übergroßen Schockbildern mit 65 % auf der Vorder- und Rückseite die Entscheidung von Nichtrauchern, mit dem Rauchen zu beginnen oder von Konsumenten, das Rauchen aufzugeben, beeinflusst und zu einem Rückgang der Raucherquoten führt. Zugleich würde mit den Schockbildern das Geschäft in ein Gruselkabinett verwandelt. Die geplante Einführung von geschmacklichen „Einheitsprodukten“ durch das Verbot sämtlicher geschmacksbildender Aromen (u.a. bei Feinschnitt) und weitere Standardisierungsvorhaben würden zudem die Angebotsvielfalt ausdünnen. Auch die geplante Regelung zur Rück- und Nachverfolgbarkeit von Tabakprodukten ist nach BTWE-Einschätzung kontraproduktiv und gleicht einem Bürokratiemonster.

    „Dies wird vor allem für kleine und mittelständische Herstellerbetriebe, aber auch den mittelständischen Großhandel organisatorisch und finanziell nicht zu stemmen sein. Der damit programmierte Wegfall kleiner und regionaler Marken wird zudem die Sortimentsvielfalt im Tabakwaren-Facheinzelhandel extrem einschränken. Das kostet Umsatz und Ertrag. Somit wird die Existenz der rund 8 000 Fachhandelsgeschäfte mit ihren 25 000 Arbeitsplätzen massiv gefährdet,“ sagt BTWE-Präsident v. Bötticher.

    (DTZ 42/13)

  • Philip Morris wehrt sich gegen Werbeverbot durch Landratsamt

    MÜNCHEN (DTZ/fnf). Die Philip Morris GmbH (PMG) prüft rechtliche Schritte gegen einen Bescheid des Landratsamtes München, der dem Unternehmen untersagt, mit den Worten „Maybe“ (vielleicht) und „Be“ (sein) und allen in seiner „Maybe“-Kampagne verwendeten Bild- und Textmotiven zu werben. Dieser Bescheid ist PMG am 9. Oktober zugestellt worden.

    „Wir haben keine andere Wahl als den Bescheid in Frage zu stellen, weil wir davon überzeugt sind, dass diese Kampagne die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften erfüllt und immer erfüllt hat“, sagte Claudia Oeking, Pressesprecherin der PMG. „Das Landratsamt München hat einen Bescheid erlassen, der rechtlich und tatsächlich jeder Grundlage entbehrt. Entgegen den Vorwürfen richtet sich die Kampagne ausschließlich an erwachsene Raucher. Konsumenten unserer Marken sollen in ihrer Wahl bestätigt werden, Raucher von Wettbewerbsmarken sollen für unsere Produkte gewonnen werden.“

    Nach einer früheren Mitteilung des Landratsamtes über eine Verbraucherbeschwerde im letzten Jahr hatte PMG die betroffene „Maybe“-Außenwerbung zunächst freiwillig ausgesetzt, um einen unbelasteten Dialog mit den Behörden zu ermöglichen. In Folge wurde die Ende 2011 eingeführte Kampagne unter Berücksichtigung der Bedenken des Landratsamtes überarbeitet. Zudem kam man in den Gesprächen mit den Behörden überein, dass die Außenwerbe- und POS- (Point of Sale/Verkaufsort) Motive der Kampagne vor ihrer Verwendung der unabhängigen Institution Wettbewerbszentrale zur zusätzlichen Prüfung der Gesetzmäßigkeit vorgelegt werden Die Organisation besitzt dafür eine besondere Expertise und überprüft regelmäßig Inhalte von Kampagnen aus unterschiedlichen Branchen. PMG ist der Selbstverpflichtung vollumfänglich nachgekommen.

    Das Landratsamt München beruft sich auf seine Zuständigkeit mit bundesweiter Wirkung, weil PMG ihren Unternehmenssitz in Gräfelfing, Landkreis München, hat.

    (DTZ 42/13)

  • US-Zigarettenhersteller auf Einkaufstour

    GREENSBORO/GIBRALTAR (DTZ/red). Der US-Zigarettenhersteller Lorillard hat Anfang Oktober den britischen e-Zigarettenhersteller Skycig übernommen.

    Für umgerechnet rund 72 Millionen Euro hat Lorillard erneut in das Geschäft mit E-Zigaretten investiert. Bereits im April 2012 hatte der drittgrößte amerikanische Zigarettenkonzern das US-e-Zigaretten-Unternehmen Blu eCigs erworben.

    (DTZ 41/13)

  • Zigarettenschmuggel – das blühende Geschäft mit dem blauen Dunst

    LEIPZIG (DTZ/red). Der Zigarettenschmuggel boomt in Europa. Die Gewinne sind gewaltig. Und jede Erhöhung der Tabaksteuer heizt das illegale Geschäft weiter an. Die MDR-Reportage „Exakt – Die Story“ am 9. Oktober, 20:45 Uhr, folgt den Spuren der Schmuggler, Händler und Käufer.

    Der Erfolg ist für die Ermittler nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn das Geschäft mit dem blauen Dunst hat seit Monaten Hochkonjunktur und ist lukrativer als der Drogenhandel. Die Gewinne sind immens: Einkauf 70 Cent pro Päckchen, Verkauf zwei Euro fünfzig. Jede fünfte im Bundesgebiet gerauchte Zigarette wird nicht in Deutschland versteuert. In Sachsen, Thüringen und Brandenburg mancherorts sogar jede zweite. 2012 hat der deutsche Zoll 146 Millionen illegale Zigaretten beschlagnahmt.

    Der Fernsehbeitrag verfolgt die Spuren der Zigaretten-Mafia von der deutsch-polnischen Grenze über Berlin bis nach Dresden und erklärt wie die Geschäfte abgewickelt werden und wie viel Schmuggler, Hehler und Straßenhändler verdienen. Außerdem begleiten die Redakteure einen Detektiv der Reemtsma Cigarettenfabriken und zeigen im Labor mit welchen Zusatzstoffen der Tabak gestreckt wird.

    (DTZ 41/13)