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  • Drastische Gebührenerhöhung für Lottoannahmestellen

    DÜSSELDORF // Zum 1. Oktober 2014 haben die Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen die Genehmigungsgebühr für den Betrieb einer Lotto-Annahmestelle in NRW von bislang 100 Euro auf 1250 Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren erhöht.

    Zeitgleich vertrat das Finanzministerium die neue Auffassung, dass diese Gebühren nunmehr von den Annahmestellen und nicht von der Westdeutschen Lotterie (WestLotto) – als Veranstalter von Glücksspielen in NRW – zu zahlen sei.

    Dagegen wehrte sich der Verband – und hat ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis hat die Politik auf den Plan gerufen. Nachdem sich auch der Haushalts- und Finanzausschuss im Landtag NRW in die Angelegenheit eingemischt hat, hat sich nunmehr Finanzminister Dr. Walter-Borjans persönlich eingeschaltet. Mit Schreiben vom 23. April hat der Minister angeboten, die Thematik mit LTV-Geschäftsführer Tobias Buller (39) persönlich zu erörtern. Das Gespräch ist für 8. Juni terminiert.

    Buller: „Wir sind froh, dass nunmehr offensichtlich Bewegung in das Thema kommt – für immerhin über 3600 Annahmestellen in NRW. Möglicherweise lässt sich auf dieser Ebene ein Rechtsstreit mit dem Land noch vermeiden; die notwendigen Beschlüsse für ein Klageverfahren haben die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung am 26. April jedenfalls gefasst.“
    pi

    (DTZ 18/15)

  • BDTA: Warten auf den Gesetzgeber

    DRESDEN // Bei der Unternehmertagung des Bundesverbandes Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA) in Dresden blickte der BDTA-Vorsitzende Dr. Michael Reisen zunächst auf die Marktsituation.

    Reisen stellte dabei heraus, dass der Absatz im Markenzigarettensegment 2014 gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf insgesamt 71,6 Milliarden Stück angestiegen ist. Eine weitere – wenig überraschende – Erkenntnis sei aber auch, dass der absolute Preis bei der Zigarette ungebremst an Bedeutung gewinnt. Dies drücke sich darüber aus, dass im vergangenen Jahr zum ersten Mal die untere Preiskategorie (Handelseigenmarken und „Billigpreislagen“ im Markenzigarettensegment) über die Hälfte des Gesamtabsatzes bei der Fabrikzigarette repräsentiert hat.

    Für mehr Planungssicherheit
    Außerdem sprach sich Reisen dafür aus, dass das fünfstufige Tabaksteuermodell, das Ende 2015 ausläuft, im Rahmen eines Folgemodells über die nächsten Jahre weitergeführt wird. Der BDTA-Vorsitzende plädierte dafür, dass man sich vor dem Hintergrund der Planungssicherheit für Staat und Wirtschaft offen für einen politischen Dialog über die Fortführung eines marktschonenden Tabaksteuermodells zeigen sollte. Das Hauptkriterium im Hinblick auf eine abschließende Positionierung des BDTA zum Thema Tabaksteuerpolitik ist aber der Aspekt konstanter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Tabakwarenhandel.

    Reisen betonte, dass jede Form des Ausscherens aus der seit Jahrzehnten gängigen Praxis der Wirtschaftsnutzenverteilung zwischen Industrie und Handel, die mit negativen wirtschaftlichen Konsequenzen für den Handel einhergeht, nicht nur den Aspekt der Planungssicherheit für den Tabakwarenhandel konterkariert, sondern deutlich und nachhaltig auch den eben genannten Aspekt konstanter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Handel erschüttert.


    TPD: Herausforderung für Industrie und Handel

    Beim Thema TPD stellte der BDTA Vorsitzende das von Brüssel geforderte System zur Rückverfolgbarkeit von Tabakerzeugnissen als immense Gefahr und Herausforderung für Industrie und Handel heraus. Alle Anstrengungen des BDTA müssen darauf gerichtet sein, dass der Handel mit Tabakerzeugnissen auch unter den Maßgaben der aus Brüssel geforderten Rückverfolgbarkeit wirtschaftlich darstellbar und praktikabel bleibt. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit muss die Grundlage politischen Agierens bilden.

    Im Rahmen der BDTA-Mitgliederversammlung wurde die Rechnungslegung für das Jahr 2014 durch die Versammlung einstimmig genehmigt. Vorstand und Geschäftsführung wurden entlastet und der Etatvoranschlag für 2016 von der Versammlung verabschiedet. Bei den Wahlen zum Vorstand bestätigten die Mitglieder einstimmig Dr. Michael Reisen als Vorsitzenden und Paul Heinen als Stellvertretenden Vorsitzenden für die nächsten zwei Jahre in ihren Abschließend unterrichtete BDTA-Geschäftsführer Carsten Zenner die Mitglieder im Rahmen seines Tätigkeitsberichts über die Schwerpunkte der Arbeit des Verbandes im vergangenen Jahr und die anstehenden Herausforderungen, speziell im Zusammenhang mit dem durch die EU-Kommission geforderten System der Rückverfolgabrkeit von Tabakwaren. Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der aktuellen DTZ.
    red

    (DTZ 17/15)

  • Tabaksteuereinnahmen sprudeln

    WIESBADEN // Im ersten Quartal wurden in Deutschland 0,4 Prozent mehr Zigaretten versteuert als im ersten Quartal 2014.

    Insgesamt wurden Von Januar bis Ende März Tabakwaren im Kleinverkaufswert (Verkaufswert im Handel) von 5,2 Milliarden Euro versteuert. Das waren 161 Millionen Euro beziehungsweise 3,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

    Dabei ist der Zigarettenkonsum mit 16,1 Milliarden Stück um 0,4 Prozent gegenüber 2014 gewachsen. Die Menge des versteuerten Feinschnitts um 1,2 Prozent. Dagegen sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal die Menge des versteuerten Pfeifentabaks um 12,6 Prozent auf 289 Tonnen zurück sowie der Absatz von Zigarren und Zigarillos um 42,1 Prozent.

    Der starke Rückgang bei Zigarren und Zigarillos ist auf eine seit dem 1. Januar geltende EU-Richtlinie zurückzuführen: Eco-Zigarillos, deren Deckblatt nicht aus Papier, sondern aus verarbeitetem Tabak bestehen, müssen seither wie Zigaretten versteuert werden.
    Dieser Betrag ergibt sich aus dem Steuerzeichenbezug von Herstellern und Händlern nach Abzug von Steuererstattungen für zurückgegebene Steuerzeichen (Nettobezug).
    red

    (DTZ 17/15)

  • Dorothea Misch ist neue Pressesprecherin der Philip Morris GmbH

    MÜNCHEN // Dorothea Misch ist seit dem 1. Februar 2015 Manager Communication and Contribution bei der Philip Morris GmbH. In dieser Funktion ist sie Pressesprecherin und verantwortet die interne sowie externe Kommunikation für das deutsche Unternehmen des weltweit führenden Tabakkonzerns Philip Morris International (PMI).

    Außerdem zeichnet sie verantwortlich für sämtliche soziale Projekte der Philip Morris GmbH. Sie folgt auf Claudia Oeking, die den Bereich Communication und Contribution seit April 2013 verantwortet hat, und nun als Manager Regulatory Affairs insbesondere die Umsetzung der EUTabakprodukt- Richtlinie in nationales Recht begleitet. Beide Positionen sind der Abteilung Corporate Affairs angegliedert, Misch und Oeking berichten an Lars-Olaf Brendel, Director Corporate Affairs.

    Ein weiterer Neuzugang in der Kommunikationsabteilung des Marktführers auf dem deutschen Zigarettenmarkt ist Volker Winkel. Er verstärkt das Team seit Januar 2015 als Supervisor Communication.
    pi

    (DTZ 17/15)

  • IVW: Auflagenrückgänge flachen ab

    MAINZ // Das erste Quartal 2015 ergab für die deutschen Zeitungen und Zeitschriften sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich erneut Rückgänge der verkauften Auflagen – aber teilweise mit geringerer Verlustrate als noch im vergangenen Jahr.

    Die Tageszeitungen verloren im Vergleich zum Vorquartal 0,7 Prozent, im Jahresvergleich 4,9 Prozent der insgesamt verkauften Auflage. Die Publikumszeitschriften verzeichneten ein Minus der verkauften Auflagen von 1,8 Prozent im Quartal, im Jahresverlauf von 5,2 Prozent. Dies teilte die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) am heutigen Dienstag mit. „Landlust“, „Der Spiegel“ und „stern“ gewannen die Rangfolge.
    kh

    (DTZ 17/15)

  • Wirte protestieren gegen Rauchverbot

    WIEN // Die österreichischen Pläne ein komplettes Rauchverbot in der Gastronomie einzuführen, sorgen für dicke Luft in der Branche.

    Sollte der Gesetzentwurf in der geplanten Form verabschiedet werden, wolle der Gastronomieverband vor dem Verfassungsgericht klagen, kündigten die Wirte vergangene Woche in Wien an.

    Für den 28. April ist um 17 Uhr eine Demonstration vor dem Parlament geplant. Bei dieser Gelegenheit will der Verband eine Liste mit 300.000 Unterschriften überreichen, die von Bürgern unterzeichnet wurden, die sich gegen das Rauchverbot aussprechen.

    Die österreichische Regierung hatte vergangenen Freitag beschlossen ab Mai 2018 ein striktes Rauchverbot in Lokalen einzuführen. Nach der aktuellen Regelung können Wirte separate Raucherräume einrichten, solange im sogenannten Hauptraum ein Rauchverbot gilt. In kleinen Lokalen ist Rauchen noch erlaubt.
    red

    (DTZ 17/15)

  • Peter Obeldobel verstärkt Führungsteam von Valora Retail

    HAMBURG // Valora Retail erweitert ihren Führungskreis: Seit April gehört Peter Obeldobel zur Geschäftsführung von Valora Retail Deutschland.

    Als deren Vorsitzender wird er Mitglied in der erweiterten Konzernleitung der Valora Gruppe, zugleich unterstützt er seine deutschen Geschäftsführungskollegen Lars Bauer und Thomas Weber.

    Mit Peter Obeldobel konnte das Unternehmen einen erfahrenen Experten für die deutsche Geschäftsführung gewinnen. Zu den bisherigen beruflichen Stationen des 48-jährigen Pfälzers zählen unter anderem die WMF Württembergische Metallwarenfabrik AG und Christ Juweliere und Uhrmacher. Bei WMF war er innerhalb seiner zwölfjährigen Tätigkeit acht Jahre als Vorsitzender für den Geschäftsbereich Filialen verantwortlich. Zuletzt war Peter Obeldobel Vorsitzender der Geschäftsführung sowie Geschäftsführer Vertrieb bei Christ Juweliere und Uhrmacher.
    red

    (DTZ 16/15)

  • Drei Marken gehen in Reval auf

    MAINZ // Alles neu macht der Mai – bei Reemtsma bedeutet es, dass man das Angebot filterloser Zigaretten straffen will.

    Das Hamburger Unternehmen hat sich entschlossen, ab Mai schrittweise die Marken Eckstein No. 5, Juno und Salem No. 6 in Reval zu überführen. Damit soll das Sortiment für Konsumenten vereinfacht werden, erklärt Steve Brock im Interview. Die Maßnahme soll bis August abgeschlossen sein.
    Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der aktuellen Printausgabe DTZ 16/15.
    red

    (DTZ 16/15)

  • Österreich plant striktes Rauchverbot in der Gastronomie

    WIEN // Österreich plant ein striktes Raucherverbot für die Gastronomie. Ab Mai 2018 soll die Maßnahme in Kraft treten.

    Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) präsentierten einen entsprechenden Gesetzentwurf. Die Frist bis zur geplanten Umsetzung sei zwar lang, allerdings würde die Mehrzahl der Betriebe, dank einer sognannten „Nichtraucherschutz-Prämie“ schon früher umstellen, berichtet das „Neue Volksblatt“.

    Wer bereits vor Juli 2016 das Rauchverbot im Lokal umgesetzt habe, bekomme zehn Prozent des Restbuchwertes für die Umbaumaßnahmen zur Trennung der Gastbereiche, die noch nicht steuerlich berücksichtigt wurden. Zudem können die Wirte ihre Investitionen weiterhin vorzeitig abschreiben. Die geschätzten Kosten für den Staat bewegen sich dafür zwischen fünf und 20 Millionen Euro, sagte Mitterlehner den Medien.


    Generelles Rauchverbot auch für E-Zigarette

    Das strikte Rauchverbot, das auch für die E-Zigarette gilt, wird ebenso Mehrzweckhallen, Vereinslokale und Zeltfeste betreffen. Einzige Ausnahme sind Hotels, die einen Raucherraum ohne Service einrichten dürfen, Speisen und Getränke dürfen dorthin nicht mitgenommen werden. Gegen das generelle Rauchverbot will der Fachverband Gastronomie ind Wirtschaftskammer Österreich (WKO) klagen, kündigt der Fachverbandsobmann Helmut Hinterleitner an.
    red

    (DTZ 16/15)

  • Nie ohne Pfeife

    MAINZ // Günter Grass, der Nobelpreisträger und Schriftsteller, ist tot. Der gebürtige Danziger starb mit 87 Jahren in einer Lübecker Klinik. Grass galt als einer der weltweit bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart.

    Mit seinem ersten Roman „Die Blechtrommel“ (1959) gelang ihm ein Welterfolg, der von Volker Schlöndorff verfilmt wurde und 1980 den Oscar für den besten ausländischen Film erhielt. Grass, der 1999 den Nobelpreis für Literatur erhielt, wollte kein abgehobener Dichter sein, er mischte sich leidenschaftlich in gesellschaftspolitischen Debatten ein, oder stieß sie an.

    Individuell und streitbar

    Seine Individualität, das Eintreten für seine persönliche Überzeugung, seine Offenheit und Bodenständigkeit waren auch die Gründe warum das Tabak Forum Grass 2000 zum Pfeifenraucher des Jahres kürte. Die Laudatio hielt damals der Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe. Darin unterstrich er auch, dass die Pfeife so etwas wie ein Markenzeichen von Günter Grass sei.
    Die Nähe und häufig enge Verbundenheit von Kunst und Pfeife werde besonders deutlich, wenn man einen Blick in die europäische Kulturgeschichte werfe, so Saxe. Der Schriftsteller selbst war an diesem Abend bester Laune und plädierte für das Genussrauchen mit Pfeife. „Viele Politiker sollten mal einen Zug aus der Pfeife nehmen, bevor sie etwas sagen“, gab Grass seinen Zuhörern mit auf den Weg.
    red

    (DTZ 16/15)