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  • Will die WHO ein E-Zigaretten-Verbot?

    DELHI // Auf der siebten FCTC-Konferenz in Indien sprachen sich Delegierte für ein E-Zigaretten-Verbot aus.

    Die Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der WHO haben sich zum Ziel gesetzt, Tabakkonsum einzudämmen und internationale Richtlinien für Tabaksteuern, Regulierung von E-Zigaretten, Warnhinweise und Werbeverbote zu erörtern.
    Doch einigen Mitgliedsstaaten ging dies nicht weit genug. Teilnehmer aus Thailand, Kanada, Indien, Kenia und Nigeria sollten für ein komplettes Verbot von elektronischen Zigaretten votiert haben, berichtet die „Huffingtonpost“.

    Darüber hinaus haben die FCTC-Teilnehmer beschlossen, die Öffentlichkeit von der Tagung auszuschließen und ihre „discussions in private“ durchzuführen, heißt es. Medienvertreter protestierten. „Die Menschen sollten darüber besorgt sein, was bei der WHO passiert“, formulierte es ein kanadischer Pressevertreter.
    red

    (DTZ 46/16)

  • Philip Morris für Klimaschutz ausgezeichnet

    GRÄFELFING // Philip Morris International wurde erneut für sein Engagement im Klimaschutz ausgezeichnet. Das Unternehmen steht zum dritten Mal in Folge auf der „Climate A-Liste“ der gemeinnützigen internationalen Organisation CDP.

    Das Ranking bestätige den umfassenden Einsatz des Unternehmens zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Linderung der Folgen des Klimawandels, betont das Unternehmen. Gleichzeitig belege es die Transparenz der Datenaufbereitung des Herstellers. Philip Morris International gehört eigenen Angaben zufolge zu den besten neun Prozent, die es im diesjährigen Ranking auf die Liste geschafft haben.

    CDP, früher bekannt als „The Carbon Disclosure Project“, ist eine der führenden internationalen Non-Profit Organisationen in der Bewertung von Unternehmen im Bereich Klimaschutz. Weltweit stellen Unternehmen ihre jährlichen Umweltberichte zur Verfügung, um diese von unabhängiger Seite bewerten zu lassen.

    Andy Harrop, bei Philip Morris International für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich: „Wir freuen uns sehr, erneut auf der A-Liste der CDP-Klimastudie vertreten zu sein. Damit leisten wir unseren Beitrag, um die globale Erderwärmung zu begrenzen. Seit 2010 konnten wir den CO2-Ausstoß bereits um 200.000 Tonnen reduzieren. Wir werden uns auch weiterhin für eine nachhaltige Tabakproduktion und für Umweltverbesserungen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette einsetzen.“
    red

    (DTZ 46/16)

  • Reynolds will mehr Geld von BAT

    BRISTOL // British American Tobacco (BAT) will Reynolds für mehrere Milliarden übernehmen. Doch der US-Zigarettenhersteller hat die Offerte zurückgewiesen.

    Das 47 Milliarden US-Dollar-Angebot (rund 43 Milliarden Euro) der BAT sei in den Augen des Reynolds-Managements zu niedrig, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

    Die Briten seien den Angaben zufolge zu einer leichten Preisanhebung bereit. BAT hält bereits 42,2 Prozent an Reynolds und hatte im Oktober ein Übernahmeangebot für die restlichen Anteile gemacht.

    Mit der Übernahme würde BAT zum US-Marktführer aufsteigen.
    red

    (DTZ 46/16)

  • Australiens Ärzte stimmen für E-Zigaretten

    SYDNEY // Mediziner in Australien wollen die E-Zigarette legalisieren. Aktuell sind Produktion, Verkauf und Konsum von Nikotin-Liquids im Land gesetzlich verboten.

    Nikotin wird als „dangerous poison“ (deutsch: gefährliches Gift) im nationalen Gift-Register, dem „national medicines and poisons register“ unter Punkt sieben eingeordnet. Ein Skandal, finden zahlreiche Ärzte und Mediziner des Landes. Für sie ist das E-Produkt eine Alternative zur Tabakzigarette.

    Im benachbarten Neuseeland beurteilt die Regierung die Sachlage komplett anders. Dort werden E-Zigaretten und Nikotin-Liquids zur Raucherentwöhnung eingesetzt. Ähnlich sieht es in Großbritannien aus. Das Royal College of Physicians hatte vor kurzem sogar eine Empfehlung für die E-Zigarette als Ersatzprodukt ausgesprochen, wenn es um die Reduzierung des Tabakkonsums geht.
    red

    (DTZ 45/16)

  • Millionen-Investitionen bei Brinkmann

    BREMEN // Die Unternehmensgruppe Mignot & De Block bekennt sich zu ihrem Bremer Standort: Mit zwei neuen Maschinen stärken die Niederländer die moderne Filterproduktion bei Brinkmann Raucherbedarf.

    „Die Investition ist Teil der Strategie zur Standortsicherung“, zitiert der „Weser Kurier“ Christian Hinz, Gizeh-Geschäftsführer. Gizeh, eine Tochter von Mignot & De Block, übernahm 2015 die Filterhülsenproduktion von Brinkmann. Durch die aktuelle Investition seien die Arbeitsplätze der 78 Angestellten momentan nicht bedroht. „Unser Anspruch ist es, das Bremer Werk so zu spezialisieren, dass es das produziert, was andere nicht können“, sagt Hinz. Mit den neuen Maschinen sollen Aktivkohlefilter produziert werden, was das Werk zu einem „Kompetenzzentrum“ für diesen Filtertyp mache.
    red

    (DTZ 45/16)

  • Steuer pendelt sich ein

    BERLIN // Die Tabaksteuer erreicht nach den Verwerfungen durch das Tabakerzeugnisgesetz langsam wieder normale Niveaus. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik hervor.

    Demnach war der Oktober bei Zigaretten (1,06 Milliarden Euro) der stärkste Monat seit Mai. Das gilt mit 160,17 Millionen Euro auch für Feinschnitt. Allerdings lag das Gesamtaufkommen mit 1,23 Milliarden Euro immer noch 9,8 Prozent hinter dem Vorjahresmonat zurück.

    Wenig erfreulich ist auch der Blick auf die Netto-Bezugsmengen von Steuerzeichen. Sie hatten im Oktober einen Wert von insgesamt 1,15 Milliarden Euro, wovon auf die Zigarette gut 998 Millionen Euro entfielen. Zum Vergleich: Gegenüber Oktober 2015 ist das ein Rückgang von 18,5 Prozent, nur auf die Zigarette bezogen sogar von 19,1 Prozent.
    red

    (DTZ 45/16)

  • Dampfer-Shop in der Galeria Kaufhof

    PADERBORN // Paderborn schreibt Dampfer-Geschichte: Vor kurzem eröffnete German Flavour seinen ersten Shop-in-Shop in der Galeria Kaufhof. Die Resonanz zur Eröffnung war groß.

    Auf 50 Quadratmetern präsentiert das nordrheinwestfälische Unternehmen aus Sprockhövel dort ein umfangreiches Sortiment an Liquids, Aromen und Basen. An sechs Testbars und Stationen kann das Liquid-Angebot getestet werden. Mit dabei sind neben Einsteiger-Sets auch ein hochwertiges E-Zigaretten-Sortiment. „Kompetente Beratung und Fachwissen sind den Kunden garantiert“, sagt Shop-Leiter Harald Mösgen.

    Auch wenn sich der neue Shop mit dem Warensortiment in erster Linie an Fans und Freunde der Dampfszene richtet, waren zur Eröffnung schon viele Paderborner beim Shopping mit dabei und zeigten sich über die Ausrichtung des neuen „Shop-in-Shop-Angebots“ in der Galeria Kaufhof positiv überrascht.

    Mösgen freut sich mit seinem Team auf die bevorstehende Weihnachtszeit. „Die Produktpalette ist groß“ und „ für jeden Geschmack lässt sich etwas finden“, so auch die Vertriebsverantwortlichen Michael Potthast und David Plotka.

    Auch die Geschäftsleitung der Galeria Kaufhof sieht der Kooperation mit German Flavours zukunftsorientiert entgegen. Weitere Standort-Eröffnungen im gesamten Bundesgebiet sind geplant, heißt es.
    pi

    (DTZ 45/16)

  • Eine wichtige Stimme ist für immer verstummt

    KÖLN // Peter Heinrichs ist tot. Wie aus Familienkreisen bekannt wurde, verstarb der bekannte Kölner Fachhändler am 4. November im Beisein seiner Familie. Wer ihn persönlich kannte, ist tief berührt und betroffen.

    Denn mit Peter Heinrichs, dem Gründer des Kölner Fachgeschäfts „Haus der 10.000 Pfeifen“, tritt nicht nur einer der wichtigsten Protagonisten der deutschen Tabakbranche ab. Es ist auch eine kräftige Stimme, die mit rheinischem Zungenschlag und bei stets bemerkenswert guter Laune die aktuelle Situation der Branche nicht nur mit klaren Worten ehrlich einschätzte, sondern diese auch tatkräftig mitbestimmt und -gestaltet hat, für immer verstummt.

    Wie Kölner Medien berichten, wurde bei Peter Heinrichs, der erst vor kurzem von schwerer Erkrankung langsam wieder genesen war, ein Gehirntumor entdeckt. Die Diagnose, die laut Kölner Express Anfang der vergangenen Woche gestellt worden war, kam so überraschend wie sein Tod wenige Tage später. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens hat die Familie den Tod ihres Oberhaupts mitgeteilt: „Hallo liebe Freunde, so würde unser großer Peter den Satz beginnen. Heute haben wir unseren geliebten Ehemann, Vater, Bruder und Großvater verloren. Im Beisammensein mit der versammelten Familie ist unser großer Peter Heinrichs friedlich von uns gegangen. Eure Familie Heinrichs.“

    Ein Patrizierkaufmann durch und durch
    Heinrichs war Patrizierkaufmann durch und durch, sein Laden war sein Leben: Er war da, als um sechs Uhr in der Frühe die Türen geöffnet wurden und verließ das Geschäft erst nach Ladenschluss. Mit seinem jovialen Auftreten sorgte er dafür, dass sich seine Gäste, die er nie als Kunden, sondern immer als Freunde sah, in der rauchgeschwängerten Atmosphäre des familiengeführten Traditionsgeschäftes wie zuhause fühlen konnten. Und wer die Familie Heinrichs kennt, der weiß, dass das „Haus der 10.000 Pfeifen“ in genau diesem „guten Geist" weiter geführt werden wird.

    „Wenn man eine Sache angeht, dann muss man an sich und an diese Sache glauben, man muss mit Herz, Seele und vollem Einsatz an die Umsetzung gehen, und man muss immer bestrebt sein, besser zu sein als die anderen.“ Diese Devise, die auf dem Klappentext der 2010 (bezeichnenderweise in der Edition Fackelträger) erschienenen und von Dieter H. Wirtz aufgezeichneten Autobiografie zu lesen ist, beschreibt die Triebfeder für das Tun eines Tabakfachhändlers, der einer heute viel gescholtenen Branche ein Gesicht gegeben hat, das immer auch nach Verständigung suchte.


    „Levve und levve losse!“

    Die rheinische Lebensweisheit „Levve und levve losse!“ (Leben und leben lassen!) war Heinrichs Motto. Dass er gerade in jüngster Zeit mit dieser Einstellung angesichts der immer weiter um sich greifenden Intoleranz gegenüber dem Tabakgenuss wie einst Cervantes‘ Don Quichotte gegen Windmühlen kämpfte, war Peter Heinrichs egal: Ob im Kölner „Haus der 10.000 Pfeifen“ oder im „Chateau Henri“ in Niederaußem – gemeinsam mit seiner Frau Gertrud, den drei Töchtern Tanja, Petra und Sandra, den Schwiegersöhnen und Enkelkindern sorgte er dafür, dass das Rauchen stets mit dem Wort Genuss verbunden war.

    Eine eigene Zigarettenmarke, die er zuletzt geschickt gegen die Schockfotos zu verteidigen wusste, eine eigene E-Zigarette, unzählige Hausmischungen an Pfeifentabak, Pfeifen-Editionen, die dank seiner guten Vernetzung von namhaften Pfeifenmachern gestaltet wurden, ein stets gefüllter Humidor, gesellige Events zu Land und zu Wasser sowie nicht zuletzt die gemütliche Raucher-Lounge im Souterrain seines Kölner Geschäfts oder die Sitzgruppen in der Niederaußemer Dependance – all das dokumentiert die Umtriebigkeit einer Branchengröße, die wie ein Perpetuum mobile aus dem eigenen, erfolgreichen Tun immer neue Energie zu schöpfen schien.

    Vor diesem Hintergrund ist es besonders erschütternd und traurig, dass die Realität diese Quelle so jäh zum Versiegen gebracht hat.

    Am Samstag, den 12. November, findet eine öffentliche Messe um 12 in der Pfarrkirche St. Aposteln zu Köln, Neumarkt 30 in Köln statt. Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt.
    jgw

    (DTZ 45/16)

  • Wasserpfeifentabak in Garage

    FRANKFURT // Ende Oktober haben Beamte des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main in einer Garage in Saarbrücken 211 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sichergestellt.

    Der 35-jährige Garagenbesitzer aus Saarbrücken, ist darüber hinaus verdächtig, bereits mehrere Tonnen Wasserpfeifentabak bezogen und anschließend gewinnbringend verkauft zu haben. Die hinterzogenen Steuern belaufen sich auf über 125 000 Euro.

    Seit Ende 2015 ermitteln die Zollfahnder unter der Sachleitung der Saarbrücker Staatsanwaltschaft gegen den Mann wegen Verdachts der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei. „Ob wir über die Sicherstellung von 211 Kilogramm und den bereits umgesetzten Mengen hinaus weitere Lieferungen nachweisen können, müssen die jetzt folgenden Ermittlungen zeigen“, sagt Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main.

    Die Strafandrohung bei der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei reicht von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.
    pi

    (DTZ 44/16)

  • Umweltgifte bedrohen Menschen

    ZÜRICH // Knapp neun Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen von Umweltgiften. 200 Millionen sind direkt durch diese bedroht.

    Dabei werden Quecksilber, Blei und Chrom zu den Hauptverursachern gezählt. Das geht aus dem Umweltgiftreport 2016 hervor, den die Organisationen Green Cross und Pure Earth vor kurzem vorgestellt haben.

    Die Zahl der Menschen, die an Umweltgiften leiden, wächst jährlich. Für 2016 entspricht dies einem Verlust von insgesamt 17,8 Millionen Lebensjahren, oder sogenannten DALYs (englisch: Disability Adjusted Life Years). Damit definieren die Autoren Lebensjahre, die den Betroffenen entweder durch vorzeitigen Tod oder durch eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung verloren gehen.

    Der Report macht insgesamt zehn Giftquellen für das weltweite Drama verantwortlich, die in 49 Berichts-Ländern ausgemacht wurden. Die Top-Ten der Umweltgifte führt Blei an. In die Umwelt gelangt das Schwermetall, wenn alte Batterien unsachgemäß entsorgt werden. Allein 4,8 Lebensjahre gehen laut Report auf Bleivergiftungen zurück. Danach folgt der Bergbau mit 2,6 Millionen.
    Die Zahlen sprechen für sich. Durch Umweltgifte sterben weltweit mehr Menschen als durch den Tabakkonsum, konstatieren Schweizer Medien dazu.

    Laut Pure-Earth-Gründer Richard Fuller finden sich die größten Schadstoffverursacher in der Industrie und dort in kleinteiliger Produktion sowie in inzwischen stillgelegten Standorten.

    In der Regel finden die Gifte ihren Weg in die Umwelt und in den menschlichen Organismus im Bergbau, in Gerbereien, auf Deponien von Industrie- und Haushaltsabfällen, auf Industriearealen, in der chemischen Produktion und in der Farbstoffindustrie. Green Cross und Pure Earth sehen in der fehlenden Kontrolle und geringen Sachkenntnis über die Gefahrenquellen die Hauptursache für das Dilemma. Betroffen sind vor allem Ländern wie Indien, Indonesien, Nigeria oder Bangladesch.
    red

    (DTZ 44/16)