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  • Was ist eine „Dunhill“ wert ?

    LONDON // Marlboro bleibt mit Abstand die wertvollste Marke aus dem Tabakbereich. Das hat die Agentur Brand Finance ermittelt. Damit hat die Marke im Vergleich zum Vorjahr noch einmal 8,5 Prozent auf nun 32,471 Milliarden US-Dollar (rund 30,555 Milliarden Euro) zugelegt.

    Auch auf den Plätzen 2 bis 6 hat sich den Angaben zufolge nichts verändert. Lediglich leichte Wertverschiebungen gab es, etwa den Rückgang bei Camel um 6,5 Prozent oder den Zuwachs des Markenwertes bei L & M um 8,9 Prozent. Auffällig der „Abstieg“ der Marke Dunhill um drei Ränge auf 15 sowie der Aufstieg des Unternehmens Philip Morris von 19 auf 17.

    Zum Vergleich: Die wertvollsten Marken weltweit über alle Branchen hinweg sind aktuell Google mit 109,5 Milliarden und Apple mit 107,1 Milliarden US-Dollar.

    20 der 50 wertvollsten Tabakmarken stammen aus den USA, 17 aus Großbritannien, jeweils vier aus Japan und Indonesien sowie drei aus Indien und eine aus Südkorea. Aus Deutschland findet sich lediglich die Marke West mit einem Markenwert von 584 Millionen auf Platz 36 auf der Liste.

    Interessant sind auch die sogenannten „Brand Ratings“, die an die Bonitätsstufen der großen Rating-Agenturen angelehnt sind. Auf ein „Triple-A“ – wenn auch mit Minuszeichen – bringt es nur die britische Viceroy von BAT auf Rang 24.

    Die Markenwerte sind theoretische Beträge, die zum Beispiel anhand künftig erwarteter Umsätze (Ertragswertverfahren) oder anhand der Verbreitung und des Bekanntheitsgrades einer Marke errechnet werden. Für viele Unternehmen ist der Markenwert wichtig, da er in manchen Ländern bilanziert werden kann.

    Mehr Infos zum aktuellen Ranking auf [link|http://brandirectory.com/]branddirectory.com [/link]unter „Tobacco 50 2017“.
    red

    (DTZ 10/17)

  • Valora profitiert von Expansion

    MUTTENZ // Die europaweit agierende Schweizer Valora AG in Muttenz erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 einen Brutto-Gewinnanstieg um 2, 9 Prozent auf 870 Millionen Schweizer Franken (CHF), umgerechnet rund 816,2 Millionen Euro, bei einem Außenumsatz von 2,6 Milliarden CHF (2,44 Milliarden Euro).

    Die Gruppe bilanziert ein EBIT-Wachstum von 31,1 Prozent auf 72,3 Millionen CHF (rund 67,7 Millionen Euro). Daraus resultiert eine Verbesserung der EBIT-Marge um 0,8 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent.

    Das Wachstum resultiert den Angaben zufolge im Wesentlichen aus der Reorganisation und Synergien der Retail-Sparte in der Schweiz und Österreich sowie aus dem operativen Einzelhandelsgeschäft in Deutschland und Luxemburg.
    Hier seien mit der fortgeschrittenen Bereinigung des Vertriebsnetzes und der Betreibermodelle die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Valora Holding Germany betreibt als Spezialist im kleinflächigen Einzelhandel rund 1.100 Filialen an Bahnhöfen, Flughäfen sowie in Einkaufszentren und Warenhäusern. Das Unternehmen unterhält eigenen Angaben zufolge bundesweit das größte zusammenhängende Kiosk-Netzwerk. Gleichzeitig ist Valora Holding Germany mit einem Marktanteil Branchen-Primus im deutschen Bahnhofsbuchhandel.

    Im Bereich Food Service resultiert das Wachstum in der Schweiz insbesondere durch das Format Brezelkönig in der Schweiz. Die internationale Expansion des Franchisekonzepts ist eingeläutet. Seit September 2012 gehören die deutsche Brezelbäckerei Ditsch mitsamt deren Schweizer Tochter Brezelkönig zu Valora Retail. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Gruppe ein Betriebsergebnis von rund 79 Millionen CHF. Zudem wird jährlich ein Zuwachs beim Bruttogewinn von ein bis drei Prozent erreicht werden.

    (DTZ 10/17)

  • Wachsen mit Dampf

    LONDON // Das französische E-Zigaretten-Unternehmen Le Petit Vapoteur ist Nummer 2 unter den am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas.

    Das geht aus einer entsprechenden Liste des amerikanischen Magazins „Inc.“ hervor. Die Zeitschrift bewertet jedes Jahr die Umsätze während einer Drei-Jahres-Periode. Dabei landete Le Petit Vapoteur mit einem Plus von 3957 Prozent auf dem zweiten Rang. Im Gründungsjahr 2012 hatte die Firma immerhin bereits 300 000 Euro erwirtschaftet, 2015 waren es dann bereits 14,5 Millionen Euro.

    Le Petit Vapoteur verkauft über seinen Online-Shop über 10 000 Artikel. Hinzu kommen sechs Ladengeschäfte im Nordwesten Frankreichs.

    Spitzenreiter der Inc-Liste ist 2017 mit einem Plus von 4695 Prozent übrigens der schwedische Uhren-Händler Daniel Wellington.
    red

    (DTZ 10/17)

  • iQos startet durch

    NEW YORK CITY // Der Zigarettenkonzern Philip Morris International (PMI) hat seine Zahlen fürs abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt.

    Währungsbereinigt legte der Umsatz um 4,4 Prozent auf fast 75 Milliarden US-Dollar (rund 70,5 Milliarden Euro) zu. Dieses Plus führt der Konzern auch auf die starke Performance risikoreduzierter Produkte zurück, „vor allem auf HeatSticks und iQos-Geräte“. Dabei schoss der Absatz der Tabak-Stäbchen von 396 Millionen auf 7,4 Milliarden nach oben.

    Gleichzeitig meldete PMI mit 4,48 Dollar einen um 11,8 Prozent höheren Gewinn je Aktie. Und das, obwohl der Umsatz mit Zigaretten um 4,1 Prozent auf knapp 813 Milliarden Stück schrumpfte. Kein Wunder, dass das Management auch für das laufende Jahr optimistisch ist: Der Gewinn je Aktie könnte demnach zwischen 4,80 und 4,95 Dollar landen, zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne zwischen 4,70 und 4,85 US-Dollar genannt.
    red

    (DTZ 10/17)

  • Das Gros der Händler hält sich an Jugendschutz

    TUTTLINGEN // Kurz vor dem Höhepunkt der diesjährigen Fastnachts- beziehungsweise Karnevals-Kampagne waren jugendliche Testkäufer unter anderem im Landkreis Tuttlingen und im nordrhein-westfälischen Ennepetal unterwegs. Sie sollten feststellen, ob das Verkaufsverbot für hochprozentigen Alkohol und Tabakwaren an unter 18-Jährige eingehalten wird.

    Jugendamt und Polizei nahmen bei ihrer Aktion im Landkreis Tuttlingen 18 Lebensmittelgeschäfte und Tankstellenshops unter die Lupe. Schwerpunkte der Überwachungsmaßnahmen bildeten das Stadtgebiet Tuttlingen sowie der Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Spaichingen.

    Das Ergebnis: In fünf Läden wurde den Jugendlichen Wodka verkauft. Besonders erwähnenswert ist den Behörden ein Fall, bei dem die Kassiererin sich den Personalausweis der zu jungen Kundin ansah, ein Warnhinweis auf dem Display ihrer Scanner-Kasse zu lesen war und dennoch den Wodka verkaufte. Gegen sie, wie auch gegen die vier anderen, wird die Polizei Anzeige bei der zuständigen Bußgeldbehörde des Landratsamtes Tuttlingen erstatten.

    „Beanstandungsquote erfreulich niedrig“
    Trotz dieser fünf schwarzen Schafe ziehen Polizeipräsidium und Landratsamt von Tuttlingen eine positive Bilanz: „Die Beanstandungsquote von knapp über einem Viertel liegt damit erfreulich niedrig und unter den Quoten der zuletzt durchgeführten Testkäufen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

    Auch im nordrhein-westfälischen Ennepetal zeigten sich die Verantwortlichen des Ordnungsamtes der Stadt mit dem Ergebnis ihrer Testkäufe zufrieden. Mit einer 15-Jährigen hatten sie in neun Geschäften kontrolliert, ob der Jugendlichen Zigaretten verkauft werden. Dies war nur in einem Laden der Fall. In allen anderen Geschäften fragte das Verkaufspersonal konsequent nach dem Personalausweis.

    Nicht ganz so gut, aber auch nicht wirklich schlecht lief es in Ulm. Dort gab es im vergangenen Jahr insgesamt 23 Testkäufe von 16- und 17-jährigen Jugendlichen in Supermärkten, Kiosken, Getränkemärkten und Tankstellen sowie in einem E-Zigaretten-Shop und in einer Shisha-Bar. Gut ein Drittel wurde bei der gemeinsamen Aktion von Bürgerdiensten und Polizei beanstandet. „Das ist ein besseres Ergebnis als in den Vorjahren, als die Anzahl der Beanstandungen rund doppelt so hoch war“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Gegen Händler beziehungsweise deren Angestellte, die gegen Jugendschutzbestimmungen verstoßen haben, wurden Bußgeldverfahren zwischen 150 und 750 Euro eingeleitet. pnf

    (DTZ 9/2017)

  • Gebinde mit größerer Schrift und in Farbe

    HAMBURG // Unter dem Titel „Schrift an den Gebinden zu klein?“ berichtete DTZ im September über den Hinweis von Händlern, dass die Wiedererkennung von Zigaretten- und Feinschnitt-Marken der BAT im Großhandelslager zu schwierig ist. Nun ist eine Lösung gefunden.

    Den Stein ins Rollen gebracht hat unter anderem der Tabakwaren-Großhändler Gunnar Rathmann vom Husumer Unternehmen Atlantik, der die Schrift an den neutralen Gebindekartons als zu klein bezeichnete. Allgemeiner Tenor im Tabakwaren-Großhandel: Das erschwert die Handhabung beim Zusammenstellen der Kommission und den Warenvergleich bei der Übergabe an den Kunden.

    Bei British American Tobacco hat man die Anregung des Handels aufgegriffen und das Problem seit Februar behoben. Die Gebinde werden nun farblich und mit größerer Schrift gekennzeichnet. kdp

    (DTZ 9/2017)

  • Falsche Strategie

    KUALA LUMPUR // Einheitspackungen fördern den illegalen Zigarettenhandel, statt den Tabakkonsum zu reduzieren. Diesen Ansatz vertrat Julian Morris bei einem Vortrag im malaysischen Putrajaya. Morris ist Vizepräsident einer gemeinnützigen US-amerikanischen Unternehmensberatung.

    Alternativ böten sich E-Zigarette und Zigarettenpreise als Mittel zum Zweck an. „Das Dampfen kann die Erwartungen des Ministeriums in puncto Tabakkonsum erfüllen und sogar übertreffen“, zitiert „The Malay Mail Online“ den Wissenschaftler. Und: „Es muss ein breiter Zugang für E-Produkte geschaffen werden.“

    Malaysia hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Einheitsschachteln einzuführen, um den Tabakkonsum zu reduzieren. Allerdings hat das Gesundheitsministerium Medienangaben zufolge das Thema solange zurückgestellt, bis die Frage zum Schutz des geistigen Eigentums geklärt sei. red

    (DTZ 9/2017)

  • Ausgezeichnete Arbeitgeber

    KÖLN/GRÄFELFING // Hier arbeitet man gerne: Die beiden in Deutschland vertretenen Tabakkonzerne Japan Tobacco International (JTI) und Philip Morris (PMG) erhielten für 2017 erneut die renommierte Auszeichnung als Top-Arbeitgeber.

    JTI wurde zum vierten Mal in Folge als „Top Employer“ ausgezeichnet und belegt Platz 1 unter den besten Arbeitgebern in Deutschland. Mit der Zertifizierung werden die hervorragenden Arbeitsbedingungen der JTI Vertriebsorganisation in Köln, der Produktionsstätte in Trier sowie dem anliegenden Forschungs- und Entwicklungszentrum mit globalen Funktionen anerkannt.

    Die Zertifizierung hat JTI auch in den Märkten Europa, im Nahen Osten und im Asiatisch-Pazifischen Raum erhalten. Das Unternehmen war eine von nur acht Organisationen, die 2016 als „Global Top Employer“ ausgezeichnet wurden.

    Bei seinen Angestellten ebenso angesehen ist PMG. Das unabhängige Zertifizierungsunternehmen Top Employers Institute würdigte die hohe Mitarbeiterorientierung von Philip Morris. Besonders hervorgehoben wurden die Abteilungen Aus- und Weiterbildung und Karriereentwicklung sowie das Arbeitsumfeld in der Verwaltung in München-Gräfelfing sowie in den Werken in Berlin und Dresden.

    Das Top Employers Institute zertifiziert weltweit die führenden Leistungen in der Mitarbeiterorientierung von Unternehmen. Die beteiligten Firmen durchlaufen einen einheitlichen Prozess und müssen hohe standardisierte Anforderungen erfüllen, um die Auszeichnung zu erhalten. Um die Aussagekraft und Wertigkeit des gesamten Zertifizierungsprozesses zu verstärken, wurden alle Antworten und Belege von einer unabhängigen Stelle eingehend geprüft. red

    (DTZ 9/2017)

  • Zigarrenverband und Gewerkschaft NGG appellieren

    BONN // Die Tabakbranche unterliegt in Europa und auch in Deutschland immer strenger werdenden Regulierungen, die die mittelständischen und meist familiengeführten Unternehmen der Zigarrenindustrie zunehmend vor immer größere Probleme stellen.

    Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und der Bundesverband der Zigarrenindustrie haben in einem gemeinsamen politischen Appel diese Sorge zum Ausdruck gebracht und setzen sich gegenüber Politik und Ministerien dafür ein, dass für Zigarren und Zigarillos schon jetzt bestehende Ausnahmen auch in Zukunft gelten sollten.

    „Das Kulturgut Zigarre und Zigarillo wird meist von Männern gehobenen Alters genossen“, so Bodo Mehrlein, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie, „ein Jugendschutzproblem besteht somit in der Praxis nicht“. Die Gewerkschaft NGG erkennt die besondere Situation der Zigarrenindustrie ebenfalls: „Bei der Zigarrenindustrie handelt es sich noch in großen Teilen um echtes Handwerk: Dies ist an dem sehr lohnintensiven Herstellungsprozess sehr deutlich zu erkennen“, so die NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger.

    Mit sehr großer Sorge sieht die Zigarrenindustrie die Einführung eines Systems der Rückverfolgbarkeit für Tabakprodukte, das den Tabakschmuggel zukünftig verhindern soll. Hier ist man sich einig, dass diese Maßnahme unverhältnismäßig ist, da es bei Zigarren und Zigarillos nachweislich keinen Tabakschmuggel gibt, diese Maßnahmen aber die mittelständischen Unternehmen in ihrer Wirtschaftlichkeit bedrohen werden. vi

    (DTZ 9/2017)

  • Automatisiert produzieren

    HANNOVER // Am 20. März beginnt in Hannover wieder die Computermesse CeBit, die vom 20. Bis 24. März in Hannover stattfindet. Ein großes Thema, die Digitalisierung der Wirtschaft. Aus diesem Anlass hat DTZ bei den Herstellern von Zigaretten und Feinschnitt nachgefragt: Wie weit sind Sie beim „Internet der Dinge“?

    Bei Philip Morris heißt es dazu: „Industrie 4.0 ist ein wichtiges Thema. Ein Beispiel sind intelligente Assistenzsysteme. Sie helfen, die Komplexität der Produktionsanlagen zu reduzieren und unterstützen unsere Mitarbeiter, die modernen Maschinen intuitiv zu bedienen, indem sie die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stellen. Das können beispielsweise Handlungsanweisungen sein, die Mitarbeiter über eine Virtual-Reality-Brille oder „Augmented Reality“-Displays eingespielt werden. Ziel ist es, den Arbeitsalltag angenehmer, flexibler und sicherer zu gestalten.“

    So weit ist es bei Pöschl noch nicht. Es werde wohl noch geraume Zeit dauern, bis es zu einem gemäß Industrie 4.0 vorgesehenen „selbstorganisierten Produktionsprozess über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg“ komme. Zudem sei bei Tabakwaren viel Handarbeit nötig und auch gewollt.

    Deutlich weiter ist man bei BAT: „In der Produktion in Bayreuth werden seit vielen Jahren fahrerlose Transportfahrzeuge eingesetzt. Dabei ist der gesamte Materialfluss von Anlieferung bis Bereitstellung an der Maschine automatisiert. Alle daran beteiligten IT-Systeme sind über Schnittstellen verbunden.“ Außerdem wurde in Bayreuth „eine neue Visualisierung der Maschinenleistungen“ eingeführt, die mit einem vollautomatischen Lichtsystem arbeitet. Damit kann die aktuelle Maschinenleistung schneller erfasst und dargestellt werden, letztlich anstehende Aufgaben besser vorbereitet und Stillstandzeiten minimiert werden. Auch bei BAT heißt es: „Solche Projekte lassen sich nur mit sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern realisieren.“
    max

    (DTZ 08/17)