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  • Neuer Referent beim VdR

    BERLIN // Christian Puck (Foto), seit 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter im deutschen Bundestag, ist zum 1. Dezember zum Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) gewechselt. „Wir freuen uns sehr, mit Herrn Puck einen höchst kompetenten Referenten bei uns zu begrüßen“, sagt Michael von Foerster, Hauptgeschäftsführer des VdR.

    Puck (43) war in der abgelaufenen Legislaturperiode Büroleiter der CSU-Bundestagsabgeordneten Iris Eberl. Insgesamt war Puck im Deutschen Bundestag sechs Jahre für die Bundestagsabgeordneten Philipp Lengsfeld (CDU), Cemile Giousouf (CDU) sowie Iris Eberl (CSU) als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter tätig. Er folgt auf Inga Vogt, die den Verband auf eigenen Wunsch verlässt und eine neue Herausforderung annimmt.

    Beim VdR berichtet Puck direkt an den Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster. „Herr Puck wird unseren Mitgliedern eine exzellente rechtliche Beratung bieten“, so von Foerster, „aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung im Bundestag bringt er ein ausgeprägtes Verständnis für die Gesetzgebung und für politische Zusammenhänge mit, um besonders die rechtlichen Interessen unserer Mitgliedsunternehmen und die Herausforderungen des Verbandes im Bereich der Tabakregulierung vertreten zu können.“

    vi

    (DTZ 49/17)

  • Aldi steigt ins Lottogeschäft ein

    MÜLHEIM / BRILON // Aldi Süd mit Zentrale in Mülheim an der Ruhr will die Lottowelt erobern. Seit 1. Dezember bietet der Discounter auf seiner Website Lotterien an.

    Unter www.aldi-lotto.de können die beliebtesten Lotterien des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB), also Lotto 6aus49, Eurojackpot, GlücksSpirale sowie die Zusatzlotterien Spiel 77 und Super 6 gespielt werden. Der Lebensmittel-Konzern wirbt dabei mit den deutschlandweit günstigsten Spielscheingebühren in Höhe von 20 Cent. Bei einem gesamten Schein für Lotto 6aus49 in einer Höhe von 11,99 Euro werde keine weitere Gebühr erhoben.

    Dem Vernehmen nach ist Aldi Süd die erste Lebensmittelkette, die über mehrere Bundesländer hinweg online mit Spielangeboten des DLTB am Start ist. Kooperationspartner dabei ist die Lottowelt AG im sauerländischen Brilon. Dieses Unternehmen ist ein offziell zugelassener Lotterievermittler in Deutschland und steht in Wettbewerb mit Lotto.de, dem Internet-Angebot des DLTB. Die Spieleinnahmen von Lottowelt werden allerdings an die staatlichen Lotteriegesellschaften in jenen Bundesländern abgeführt, in denen der jeweilige Tipper seinen Wohnsitz hat.

    „Durch die staatliche Lizenz der Lottowelt AG und die Erfüllung der strengen gesetzlichen Vorgaben machen wir Online-Lottospielen für die Teilnehmer genauso sicher wie das Tippen am Kiosk – nur einfacher und günstiger“, behauptet Vittorio ‧Rotondo, der bei Aldi Süd verantwortlich für Service-Angebote ist. Scheinabgabe rund um die Uhr, Speicherung der Spielscheine, Gewinnbenachrichtigung per E-Mail und automatische Gewinngutschrift seien nur einige der Vorteile.

    Wer bei dem Discounter online Lotto spielen will, muss sich zunächst auf der Plattform www.aldi-lotto.de mit seiner in Deutschland gemeldeten Adresse registrieren lassen. Nach der Altersverifizierung kann der Kunde einen Spielschein ausfüllen und bezahlen. Lottowelt gibt diesen Spielschein dann über eine Online-Schnittstelle bei der jeweils zuständigen Landeslotteriegesellschaft ab.

    „Wir sehen in Deutschland ein Potenzial von 20 Millionen Lottospielern, die regelmäßig bei Aldi Süd einkaufen“, erklärt der Geschäftsführer von Lottowelt, Tom Schröder, nach dessen Einschätzung der Online-Lotterie-Markt über ein hohes Potenzial verfügt. Schröder ist überzeugt davon, dass Aldi die besten Voraussetzungen erfüllt, um zu einem führenden Anbieter für Lotterien aufzusteigen.

    red

    (DTZ 49/17)

  • DTZ-Special: Deutschlands Zigarillo-Renner

    MAINZ // Während Premiumzigarren in der Gunst von Aficionados ganz oben stehen, haben Zigarillos beim Absatz eindeutig die Nase vorne.

    Denn mehr als 90 Prozent des deutschen Zigarren- und Zigarillo-Marktes entfallen auf die kleinen Pendants der großen Formate. Dabei stechen einige Absatzrenner hervor, aber auch Marken, die sich gerade im Fachhandel großer Beliebtheit erfreut. DTZ hat sich auf dem Markt umgeschaut.

    da

    (DTZ 48/17)

  • PMI fördert weiter

    LAUSANNE // Die zweite Finanzierungsrunde von PMI Impact, einer Initiative von Philip Morris International (PMI) zur Bekämpfung des illegalen Handels und der damit zusammenhängenden Verbrechen, verbucht großes Interesse: 157 Projekte haben sich an der ersten Stufe der Ausschreibung beteiligt. Dies teilte das Unternehmen in Lausanne mit.

    Eingegangen sind Anfragen von Regierungsbehörden, öffentlichen Universitäten, privaten Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen aus 56 Ländern in Asien, Lateinamerika, Osteuropa, dem Nahen Osten, Afrika, der EU und den USA. Diese Anfragen werden nun geprüft. Im Anschluss an die Prüfungen werden die ausgewählten Antragsteller aufgefordert, ihre vollständigen Projektvorschläge Anfang 2018 zur weiteren Bewertung und endgültigen Auswahl durch den PMI-Impact-Expertenrat einzureichen.

    PMI stellt 100 Millionen US-Dollar für drei Finanzierungsrunden von PMI Impact bereit. In der ersten Runde der Initiative wurden 32 Projekte ausgewählt.

    pi

    (DTZ 48/17)

  • Neuer E-Markt ?

    SKOPJE // Das Unternehmen Mabsut Life will nach Angaben der Plattform „Leafly.de“ im kommenden Jahr eine E-Zigarette auf den Markt bringen, mit der ein spezieller Cannabis-Extrakt wie die bislang gebräuchlichen Liquids verdampft und konsumiert werden können.

    Basis ist das Patent eines israelischen Herstellers. Die neue E-Zigarette soll in Mittel- und Osteuropa verkauft werden und auch in Deutschland und Österreich auf den Markt kommen.

    Lauf Leafly war es bislang schwierig, die richtige Verdampfungstemperatur und Temperaturstabilität für Cannabis in E-Zigaretten zu erreichen.

    Bislang ist das Unternehmen Storz & Bickel einziger Anbieter, der in Deutschland von den (meisten) Krankenkassen bezahlte Cannabis-Vaporizer anbietet. Die Tuttlinger wollen offenbar demnächst einen sogenannten Vape-Pen anbieten.

    red

    (DTZ 48/17)

  • Widerstand gegen Track & Trace

    BERLIN // Nachdem der Verband der Rauchtabakindustrie (VdR) bereits in der vergangenen Woche darauf hingewiesen hatte, dass die EU-Kommission regulieren wolle, „wo es nichts zu regulieren gibt“, legt der Verband in dieser Woche noch einmal nach.

    Das Rückverfolgungssystem für Tabakprodukte „Track & Trace“, das die EU-Kommission unter Federführung der DG Santé vorgelegt hat, stößt beim VdR auf scharfen Widerstand. So habe die EU-Kommission bis heute kein technisches Konzept für ein derartiges IT-Überwachungssystem ausgearbeitet, das sowohl den Anforderungen des Datenschutzes als auch der Daten- & Cybersicherheit entspreche.

    „Allein deswegen“, so VdR-Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster, „ist die Umsetzung der Direktive bis zum 20. Mai 2019 zeitlich unmöglich. Es fehlt an einer sicherheitstechnischen Zertifizierung, zum Beispiel nach den entsprechenden Standards des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik.“ Aber auch die zu erwartenden hohen Kosten für den Aufbau eines solchen Systems seien für die einzelnen Staaten bisher nicht überschaubar.

    Von Foerster: „Der VdR fordert die Verabschiedung einer technisch ausgereiften und anerkannten Lösung, die dem gemeinsamen Ziel entspricht, den Schmuggel zu bekämpfen. Dabei ist auch die Komplexität eines solchen Systems zu berücksichtigen, die sich in einem realistischen Zeitrahmen widerspiegeln muss.“

    Abgesehen von der bislang ungelösten sicherheitstechnischen Komponente weise Track & Trace einen grundlegenden Denkfehler auf, der die Sinnhaftigkeit der Direktive insgesamt massiv in Frage stelle. Von Foerster: „Auch Herstellung und Vertrieb von Pfeifen- und Schnupftabak, Feinschnitt sowie Zigarren/Zigarillos sollen im Rahmen von ‚Track & Trace‘ künftig aufwändig erfasst werden. Einzig: Keines dieser Produkte wird geschmuggelt!“

    Track & Trace sieht vor, dass Zigaretten und Feinschnitt ab 2019 durch einen Code auf der Verpackung erfasst werden, ab 2024 sind auch Pfeifen- und Schnupftabak sowie Zigarren und Zigarillos betroffen. Die Ware soll jederzeit aufgespürt und ihre Herkunft nachvollzogen werden können. Nach Berechnungen des VdR kommen dabei allein auf den deutschen Mittelstand Kosten in dreistelliger Millionenhöhe zu. Ein enormer Aufwand für eine praxisfremde Regelung, die gerade kleine Betriebe vor schier unlösbare Herausforderung stellt: Denn sie produzieren keine Massenware, sondern bieten individuelle Tabakprodukte in unterschiedlichen Verpackungsgrößen an.

    vi

    (DTZ 48/17)

  • Irrsinn in den USA

    WASHINGTON // „Rauchen tötet 1200 Amerikaner. Jeden Tag.“ – Mit dieser und ähnlichen Werbebotschaften erscheinen derzeit ganzseitige Anzeigen in 45 US-Zeitungen, einmal pro Monat in den Wochenendausgaben.

    Entsprechende Spots laufen ein Jahr lang fünfmal wöchentlich. Finanziert wird die Werbung von – Altria und Reynolds. Grund ist ein seit 1999 dauernder Rechtsstreit der Industrie mit der US-Regierung. Allein Altria gibt dafür rund 30 Millionen Dollar aus – spart aber weitaus höhere Strafzahlungen in Milliardenhöhe.

    max

    (DTZ 47/17)

  • Viel Bewegung bei JTI in Trier

    TRIER // Japan Tobacco International (JTI) baut seine Strukturen in Deutschland um. Das hat der Konzern jetzt bekannt gegeben. Dabei wird ein Teil der Zigarettenproduktion abgegeben, der Fokus vor allem auf die Bereiche Feinschnitt und Vorprodukte gelegt. Diese Umstrukturierung soll laut Unternehmensangaben in den Jahren 2019 und 2020 erfolgen.

    Zwar werden dabei etwa 300 von insgesamt 1800 Arbeitsstellen in Trier abgebaut. Allerdings soll dies ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen.

    Die gute Nachricht: JTI investiert am Standort Trier in den kommenden Jahren einen „hohen zweistelligen Millionenbetrag“. Das sieht auch Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt, positiv: „Angesichts der Tatsache, dass andere Tabakkonzerne ganze Fabriken in Deutschland geschlossen haben, freut es mich, dass JTI am Standort Trier erhalten bleibt und die Produktion qualitativ sogar noch aufgewertet wird.“

    Tatsächlich kann der Umbau als Zeichen gewertet werden, dass JTI an der Trierer Produktion festhalten will – trotz des zunehmenden Kostendrucks und der wenig tabakfreundlichen politischen Situation in Deutschland und in Europa.

    Nach Angaben des Unternehmens völlig unabhängig von den Umstrukturierungsplänen ist der kürzlich bekannt gewordene Weggang von JTI-Geschäftsführer Klaus Neureuther. Das habe vielmehr mit der Zuordnung von Märkten innerhalb des Konzerns zu tun, hieß es. Neureuther hatte seine Karriere bei JTI vor 13 Jahren begonnen. 2008 stieg er als Personalchef in die Geschäftsleitung auf. Seit 2016 war er Werksleiter und Geschäftsführer in Trier und zugleich zuständig für die JTI-Produktionsstätten in der Schweiz, auf den Kanarischen Inseln und in Andorra.

    Bilgehan Anlas aus dem globalen JTI-Vorstand erklärte: „Klaus Neureuther hat maßgeblich zur positiven Entwicklung des Standorts Trier beigetragen und sich um den Standort verdient gemacht. Wir danken ihm außerordentlich für sein Engagement und seinen Einsatz.“

    red

    (DTZ 47/17)

  • Flyer zur E-Zigarette

    MÜNCHEN // Als Branchenverband vertritt das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) die klein- und mittelständischen Betriebe zur E-Zigarette. Um auch die Konsumenten zu informieren, hat das BfTG eine „Dampfer-Broschüre“ mit dem Titel „Respektieren statt reglementieren“ erstellt.

    Damit will das BfTG nach eigenen Angaben vor allem auf die Belange der Verbraucher eingehen, aber auch die politisch problematische Situation eingehender beleuchten.

    Der Folder kann ab sofort auf der [link|http:// www.tabakfreiergenuss.org] Homepage [/link]des Verbandes heruntergeladen und gegebenenfalls weiter verteilt werden.

    red

    (DTZ 47/17)

  • EU-Kommission will regulieren, wo es nichts zu regulieren gibt

    BRÜSSEL / BERLIN // Die EU-Kommission will illegalen Zigarettenhandel bekämpfen. Bei den Anforderungen für ein Rückverfolgbarkeitssystem (Track & Trace) greift sie jedoch nach Überzeugung des Verbands der Rauchtabakindustrie (VdR) zu absurden Mitteln und reguliert dort, wo es nichts zu regulieren gibt. Die Folge: Die mittelständische Tabakwirtschaft wird massiv belastet, warnt der Verband in einer aktuellen Mitteilung an die Medien.

    Durch den illegalen Handel mit Zigaretten entgehen den EU-Mitgliedstaaten jährlich Milliardensummen an Steuereinnahmen. Ein Rückverfolgungssystem für Tabakprodukte, wie es die EU-Kommission unter Federführung der Generaldirektion Santé vorgelegt hat, sei damit auf den ersten Blick als Bekämpfungsinstrument durchaus sinnvoll und nachvollziehbar. In ihrem Regulierungseifer schieße die Kommission allerdings weit übers Ziel hinaus. Denn auch Herstellung und Vertrieb von Pfeifen- und Schnupftabak, Feinschnitt sowie Zigarren und Zigarillos sollen im Rahmen von Track & Trace künftig aufwändig erfasst werden. Einzig: Keines dieser Produkte wird geschmuggelt.

    Track & Trace sieht vor, dass Zigaretten und Feinschnitt ab Mai 2019 durch einen Code auf der Verpackung erfasst werden, fünf Jahre später sind auch Pfeifen- und Schnupftabak sowie Zigarren und Zigarillos von der Regelung betroffen. Denn die Ware soll jederzeit aufgespürt und ihre Herkunft nachvollzogen werden können. Nach Berechnungen des VdR kämen dabei alleine auf den deutschen Tabak-Mittelstand Kosten in dreistelliger Millionenhöhe zu.

    „Gerade für kleine Betriebe seien Teile des von Brüssel ausgedachten Systems völlig praxisfremd“, moniert VdR-Vorsitzender Patrick Engels. Da sie keine Massenprodukte herstellten, sondern individuelle Verpackungsgrößen anböten, sei eine Standardisierung schwierig und mit erheblich steigenden Kosten verbunden. Dazu VdR-Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster: „Zigarren werden beispielsweise in Handarbeit hergestellt. Sie müssten also alle einzeln erfasst werden, während das bei Zigarettenpackungen vollautomatisch passiert.“

    Ein weiteres Problem zeigt sich nach Ansicht von VdR-Vorstand und Geschäftsführung hinsichtlich des geplanten Versandwegs, der bereits bis zu zehn Tage vor der Produktion festgelegt werden muss. Von Foerster: „Anders als bei den großen Zigarettenproduzenten wissen kleinere Hersteller bei der Produktion ihrer Ware häufig noch gar nicht, wohin diese geliefert werden soll. Übertragen auf die Landwirtschaft wäre das so, als wenn der Milchbauer schon eineinhalb Wochen vor dem Melken festlegen müsste, in welchem Supermarkt die Milch von Kuh Elsa irgendwann angeboten wird.“

    Zur Farce werde das Ganze, wenn man an Schnupf- und Pfeifentabak denke. Der VdR-Hauptgeschäftsführer: „Wer hätte jemals davon gehört, dass Schnupftabak in neblig-düsteren Nächten, etwa im Bayerischen Wald, über die Grenze geschmuggelt wird? Dennoch scheint in Brüssel nach dem Motto verfahren zu werden: Es muss reguliert werden, wo es nichts zu regulieren gibt.“

    Der VdR fordert daher die General-direktion Santé dazu auf, eine sinnhafte und technisch ausgereifte Lösung auf den Tisch zu legen, die sich darauf konzentriert, den tatsächlichen Schmuggel zu bekämpfen, anstatt kleine und mittelständische Betriebe überzureglementieren und ihnen überflüssige Kosten aufzubürden.

    vi
    (DTZ 47/17)