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  • Presse-Grosso tagte

    KÖLN // Der Bundesverband Presse-Grosso hat seinen Jahresbericht 2017 vorgelegt. Der Erste Vorsitzende des Verbandes, Frank Nolte, unterstreicht in einem Interview in dem Bericht die Initiativen des Berufsstandes für die aktive Vermarktung von Presse am Point of Sale.

    „Wir haben 2017 richtig Gas gegeben“, so sein Resümee. Nolte zeigt ferner, wie der Pressegroßhandel den Medien- und Strukturwandel vor dem Hintergrund einer herausfordernden Marktentwicklung und eines wachsenden Margendrucks aktiv gestalten will. Im Fokus des Marketing-Mix des Presse-Grosso als Manager der Kategorie Presse stehen die Partner im Einzelhandel – vom Lebensmitteleinzelhandel über den Pressefachhandel bis hin zu den klassischen Kiosken.

    Auf der Hauptversammlung des Verbandes wurde zudem der Unternehmer Vincent Nolte neuer zweiter Vorsitzender des Bundesverbandes Presse-Grosso. Er tritt die Nachfolge von Robert Herpold an, der sein Mandat nach neun Jahren abtritt. Frank Nolte und Jan Carlsen führen ihre Mandate als Erster Vorsitzender beziehungsweise Vorstand Betriebswirtschaft fort.

    Herpold bedankte sich bei den Mitgliedern für das Vertrauen sowie bei seinen Vorstandskollegen für die erfolgreiche Zusammenarbeit und die stets gute Unterstützung. „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge von Bord“, so Herpold. Die Verbandsarbeit habe ihn geprägt. Er freue sich, einen geschätzten Kollegen als Nachfolger gewonnen zu haben.

    Vincent Nolte ist geschäftsführender Gesellschafter der Presseservice Nord GmbH & Co. KG in Bremen. Der gelernte Verlagskaufmann und Diplom-Betriebswirt ist seit 2007 in der Branche tätig und engagiert sich seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen im Bundesverband Presse-Grosso: seit 2013 als Vorstand der Regionalgruppe Nord und seit 2015 als Bereichsleiter Regulierung.

    vi

    (DTZ 20/18)

  • AMV ruft Kartellamt an

    MAINZ // Die Mitgliedsverlage des Arbeitskreises Mittelständischer Verlage (AMV) sind der Ansicht, dass die Handelsspannenvereinbarung zwischen Verlagsallianz und Grosso kleine und mittlere Verlage diskriminiert. Verbesserungen für kleine Titel hat der Grosso-Vorstand bislang abgelehnt.

    Daher hat der AMV nach eigenen Angaben eine Kartellamtsanfrage wegen diskriminierenden Verhaltens auf den Weg gebracht. Die Unterlagen seien der Behörde am 11. Mai zugestellt worden.

    Der AMV will es dem Kartellamt überlassen, die Sachlage zu beurteilen.

    pi

    (DTZ 20/18)

  • WHO gegen Tabakgenuss

    GENF // Am 31. Mai ist es wieder so weit: Rund um den Globus finden zahlreiche Aktionen zum Weltnichtrauchertag statt. Händler müssen sich auf schleppende Geschäfte einstellen.

    „Der große deutsche Politiker Herbert Wehner hat gesagt: ‚Die Raucher sind immer toleranter als Nichtraucher! Uns stört das nicht, dass sie nicht rauchen!‘ Aber im Ernst: Tabak ist ein legales Produkt. Daher muss es auch eine legitime Art geben, ihn zu konsumieren. Grundlage ist bewusster Genuss bei rücksichtsvollem Verhalten. Angesichts des gegenwärtigen Trends zu Egoismus und Ich-Bezogenheit droht Rücksichtnahme als wichtiger Wert zunehmend in Vergessenheit zu geraten.“ So nimmt Michael von Foerster, Hauptgeschäftsführer beim Verband der Rauchtabakindustrie, Stellung zu der Initiative. Sein Fazit: „Seit 2014 Jahren streitet man sich alljährlich um das Motto, welches den Nichtraucher-Tag schmücken soll, da die Protagonisten untereinander nicht einig sind. Das ist bezeichnend.“

    In diesem Jahr legt die Weltgesundheitsorganisation WHO den Fokus auf das Thema „Tabak und Herzkrankheiten“. Auch die Plakate, mit denen der Aktionstag beworben wird, bilden ein menschliches Herz ab, aus deren (abgeschnittenen) Adern es qualmt. Laut WHO sind Tabakgenuss und Passivrauchen verantwortlich für zwölf Prozent aller Herztoten und damit Todesursache Nummer 2 hinter zu hohem Blutdruck.

    Die Organisation schreibt, mehr als sieben Millionen Menschen würden jedes Jahr an der „globalen Tabak-Epidemie“ sterben, darunter fast 900 000 Nichtraucher. Unter den etwa eine Milliarde Rauchern lebten knapp 80 Prozent in Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen. Dort seien die gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Tabaks am stärksten.

    Die WHO schlägt zudem verschiedene Maßnahmen vor, mit denen Regierungen den Tabakgenuss innerhalb der eigenen Grenzen bekämpfen könnten: das Schaffen völlig rauchfreier Zonen, das Bereitstellen verschiedener Angebote zum Ausstieg aus der Tabak- beziehungsweise Nikotinabhängigkeit, Warnungen vor den Folgen des Tabakgenusses durch Einheitspackungen oder große Bildwarnhinweise, das Fördern effektiver Kampagnen in Massenmedien, mit denen die Öffentlichkeit vor Tabak gewarnt werden könne, umfassende Verbote für Tabakwerbung und Sponsoring sowie deutliche Anhebungen von Steuern auf Tabakwaren, um diese weniger erschwinglich zu machen.

    red

    (DTZ 20/18)

  • Flagge zeigen

    MAINZ // Nicht nur Fußball-Fans freuen sich auf die Weltmeisterschaft in Russland. Auch Tabakwarenfachhändler blicken gespannt auf die Großveranstaltung, bei der neben Sonder-Editionen (wie in den Bildern dargestellt) auch Zusatzsortimente in schwarz-rot-gold-farbener Optik für reichlich Umsatz sorgen dürften.

    Für den Einzelhandel gilt: Je weiter die deutsche Nationalmannschaft im Turnier kommt und je besser das Wetter ist, desto ertragreicher verläuft das Geschäft. Und erfahrene Händler wissen: Fans kaufen ihre Knabbereien, Getränke und Sieger-Zigarren erst kurz vor Beginn einer Fußball-Übertragung. Zudem verstärkt sich der Kauf von Fan-Artikeln erst unmittelbar vor dem Eröffnungsspiel. Dabei schaffen Sonderangebote bei internationalen Sportwettbewerben neue Kaufanreize.

    Die zeitlich begrenzt verfügbaren Markenartikel liefern Neukunden einen Anlass, von einem Niedrigpreis-Produkt zu wechseln. So gönnen sich sparsame Verbraucher nicht nur etwas Besonderes, sondern sorgen mit einem außergewöhnlichen Artikel auch für Gesprächsstoff in ihrem Bekanntenkreis. Umsichtige Händler sorgen im Laden mit einer gut sichtbaren Verbundplatzierung von WM-Produkten bei Kunden für Aufmerksamkeit und fördern so den Impulskauf.

    schu

    Lesen Sie dazu auch das Special „Fußball WM“ auf den Seiten sechs und sieben in der DTZ-Printausgabe 20/18.

  • Fiskus kassiert wenig

    WIESBADEN // Der frühsommerliche April hat den Rückgang der Verkäufe bei Tabakwaren bremsen, allerdings nicht stoppen können. Der Staat verzeichnete im vergangenen Monat einen Rückgang der Tabaksteuereinnahmen um 5,2 Prozent, wobei das Gros (14,3 Prozent) auf den Feinschnitt entfielen.

    Bei Zigaretten lag das Minus bei 4,0 Prozent, bei Zigarren und Zigarillos nahm das Steueraufkommen 63,2 Prozent zu. Absolut betrachtet sanken die Steuereinnahmen in den ersten vier Monaten gegenüber 2017 um 7,3 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro.

    Der Netto-Bezug von Steuerzeichen legte im April um 9,5 Prozent (Zigarette: 10,8 Prozent, Zigarren/Zigarillos: 1,6 Prozent, Pfeifentabak: 69,8 Prozent) zu, Feinschnitt verlor 0,5 Prozent. Insgesamt hat 2018 damit schlechter abgeschnitten, als im langjährigen Mittel.

    max

    (DTZ 19/18)

  • Pfeifen made in Germany

    NÜRNBERG // Seit 170 Jahren existiert die Firma Vauen und ist damit die älteste deutsche Pfeifenfabrik. Und seit 38 Jahren steht ihr Alexander Eckert als Geschäftsführer vor. Im Interview erzählt Eckert, was für ihn eine gute Pfeife ausmacht und warum der Fachhandel so wichtig für sein Unternehmen und die ganze Branche ist.

    Herr Eckert, was empfinden Sie, wenn Sie an die Marke Vauen denken?
    Alexander Eckert: Seit 36 Jahren bin ich für die Führung des Familien-Unternehmens Vauen verantwortlich und jeden Tag stolz darauf, die Geschicke eines solch traditionsreichen Unternehmens mit solch wunderbaren Produkten lenken zu dürfen. Insbesondere freut es mich, wenn ich die Entwicklung der letzten 20 Jahre Revue passieren lasse. Trotz Rauchverboten und Anfeindungen von allen Seiten ist es meinem Unternehmen gelungen, stetig zu wachsen und die Beliebtheit des schönsten aller Rauchgenüsse weiter zu steigern. Die Marke Vauen ist im eigentlichen Sinn ein echtes Markenprodukt geworden, das bei Pfeifenrauchern in aller Welt aufgrund der gleichbleibenden, hohen Qualität zu einem vernünftigen Preis geschätzt und beliebt ist.

    Heute ist der Name Vauen aus den Vitrinen guter Geschäfte und unzähliger Tabakgenießer ja gar nicht mehr wegzudenken. Worin sehen Sie den Erfolg der Marke begründet?
    Eckert: Ja, wir sind schon ein wenig stolz, dass es uns gelungen ist, die deutsche, handgefertigte Pfeife wieder in aller Munde zu sehen. Dieser Erfolg ist das Ergebnis unermüdlichen Strebens, Pfeifenrauchern in der ganzen Welt Produkte anbieten zu können, die durch ihre hohe Qualität einen echten Wert darstellen, der erkannt und bezahlt wird. Wir bringen in einem Jahr zwei Mal neue Pfeifenkollektionen heraus, die immer etwas Besonderes darstellen und eine Bereicherung der eigenen Pfeifensammlung sind. Zudem haben wir uns bei den Pfeifenrauchern und unseren Händlern einen guten Namen gemacht, indem wir jedes Jahr mindestens eine ganz außergewöhnliche Designerkollektion anbieten. Diese Pfeifen gehen weg vom „Normalen“ und sind ganz im jeweiligen Zeitgeist von namhaften Designern kreiert worden. Dies hat den positiven Effekt, dass die Pfeifenraucher das Gefühl vermittelt bekommen, dass die Pfeife „lebt“ und zeitgemäß ist. Aber auch unsere Bemühungen, dem Tabakhandel beim Abverkauf behilflich zu sein, gehört hier hin.


    Zum Beispiel?

    Eckert: Für die Bewerbung unserer Neuheiten stellen wir ebenfalls zwei Mal im Jahr attraktiv gestaltete Prospekte zur Verfügung. Weiterhin veranstalten wir in Zusammenarbeit mit dem Handel Pfeifenanfängerabende, die nachweislich zu neuen Pfeifenrauchern führen. Neu hinzugekommen sind unsere Aktivitäten im Social-Media-Bereich, was zur Erhöhung unseres Bekanntheitsgrades wesentlich beiträgt und neue Pfeifenraucher generiert. Schließlich nehmen wir für uns in Anspruch, einen sehr guten Kundendienst zu haben. Wir lassen unsere Händler und unsere Verbraucher nicht alleine, wenn es doch einmal Probleme geben sollte.


    jgw


    Das vollständige Interview lesen Sie in der DTZ-Ausgabe 19/18.

  • Arnold André erweitert Führungsspitze

    BÜNDE // Mit Wirkung ab dem 1. Juli 2018 werden Mathias Döring (49) und Thomas Strickrock (53) zu weiteren Geschäftsführern der Arnold André GmbH & Co. KG bestellt. Schwerpunktmäßig wird Mathias Döring für Finanzen und Verwaltung, Personal und Einkauf, Thomas Strickrock für Tabak, Produktion, Marketing, Vertrieb Inland und Export verantwortlich zeichnen.

    Mit dieser Maßnahme wird dem Wunsch von Rainer Göhner (63) Rechnung getragen, seine Tätigkeit für das Haus im Juni 2020, nach dann 33jähriger Unternehmenszugehörigkeit, zu beenden. Bis zu seinem Ausscheiden wird er den Vorsitz der Geschäftsführung innehaben.

    Mathias Döring trat nach Abschluss seines Studiums als Diplom-Betriebswirt und mit Erfahrungen aus der Konsumgüter- und IT-Branche im Jahr 2000 in das Unternehmen ein. Zuletzt zeichnete er als Senior Direktor und Stellvertreter des Geschäftsführers für Finanzen, Verwaltung und IT verantwortlich.

    Thomas Strickrock ist seit zwei Jahren als Direktor Vertrieb für das Haus André tätig. Zuvor bekleidete er in namhaften Unternehmen verantwortliche Positionen als Key Account Manager, Vertriebsleiter und Geschäftsführer. Seit mehr als 25 Jahren ist er mit der Tabakbranche verbunden.

    „Ich bin sehr zufrieden“, so Rainer Göhner, „dass von Herrn André diese rechtzeitige Erweiterung der Geschäftsführung ermöglicht wurde und ich freue mich ganz besonders darauf, mit ihm und den Kollegen Döring und Strickrock zusammen in den letzten Jahren meiner beruflichen Tätigkeit die Geschicke von Arnold André zu lenken.“

    Axel-Georg André beschreibt Mathias Döring und Thomas Strickrock als zwei Persönlichkeiten, die sich auch durch ihre Fachkompetenz für die Leitung des Unternehmens auszeichnen. Gleichzeitig sei er glücklich, dass mit dieser Lösung eine besonnene Stabübergabe gewährleistet wird.

    pi

    (DTZ 19/18)

  • Umfangreiches Register

    BERLIN // Das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) hat sich die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) geführte Liste sämtlicher Registrierungen aus dem E-Zigarettensektor beschafft und sie seinen Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Sämtliche Erzeugnisse – etwa die sogenannten Clearomizer und alle nikotinhaltigen Liquids – müssen sechs Monate, bevor sie auf den Markt gebracht werden, bei der Behörde registriert werden. Das betrifft auch Produkte, die im Ausland hergestellt werden.

    Eigentlich müssen diese Daten gemäß Tabakerzeugnisverordnung vom zuständigen Ministerium oder vom BVL veröffentlicht werden. Bislang jedoch gibt es keine Abrufmöglichkeit. Dabei sind die enthaltenen Informationen insbesondere für den Handel von großer Bedeutung. Grund: Nur Waren, die in die Liste aufgenommen wurden, dürfen auch verkauft werden. Derzeit müssen sich die Händler darauf verlassen, dass Produzenten oder Großhändler nur entsprechende Erzeugnisse zur Verfügung stellen. Bei Verstößen drohen laut BfTG einerseits Abmahnungen, andererseits Geldstrafen bis zu 5000 Euro.

    Die nun zugängliche Liste, die DTZ vorliegt, umfasst mehr als 113 300 Positionen. Zu allen werden das Datum der Registrierung, der Grund für den Antrag, Hersteller mit Adresse, Produktname sowie ein Identifizierungs-Code sowie eine Kurzbeschreibung genannt.

    Dustin Dahlmann, Vorsitzender des BfTG, warnt seine Mitglieder in diesem Zusammenhang: „Auf die von der Firma Posh Global GmbH importierten Produkte müssen wir aus aktuellem Anlass eine offizielle Warnung aussprechen. Posh Global GmbH wurde untersagt, Produkte in Verkehr zu bringen, ohne sechs Monate vorher die Mitteilung vorgenommen zu haben.“ In der Registrierungsdatenbank befinden sich nur 36 Einträge von Posh Global GmbH zu Liquids der Marke Prime. Dahlmann: „Anscheinend ist selbst die Registrierung für die E-Zigaretten, ihrer eigenen Marke ,beposh‘ ausgeblieben.“

    max

    (DTZ 19/18)

  • Werbeverbot für Tabak gefordert

    BERLIN // Findet das Verbot für Tabakwerbung in der laufenden Legislaturperiode eine Mehrheit? DTZ hat den Entwurf von Bündnis 90 / Die Grünen vorliegen und nennt die wichtigsten Eckpunkte.

    Die Fraktion hat den Entwurf am 24. April eingereicht, einen Tag später erfolgte die Veröffentlichung als Drucksache 19/1878. Der „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes“ schildert zunächst das aus Sicht der Verfasser bestehende Problem, dass Deutschland das einzige Land der Europäischen Union sei, „in dem großflächige Außenwerbung auf Plakaten oder Tabakwerbung im Kino immer noch erlaubt“ seien. Damit verstoße Deutschland gegen internationale Rahmenabkommen. Außerdem erschwere die Werbung eine wirksame Suchtprävention.

    Mit dem nun vorgelegten Gesetzentwurf soll demnach ein „Verbot der Außenwerbung und der Kinowerbung für Tabakerzeugnisse, elektronische Zigaretten und Nachfüllbehälter geschaffen“ werden. Außerdem soll die kostenlose Abgabe von Tabakerzeugnissen untersagt werden. Die Maßnahmen dieses Gesetzes dienten dazu, „den Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu verbessern“.

    Außerdem führen die Verfasser des Entwurfes ein Kapitel zu den erwarteten Kosten aus. Darin heißt es, Städte und Gemeinden vermieteten Werbeflächen und erzielten auf diese Weise Einnahmen für die kommunalen Kassen. Da jedoch auch private Unternehmen solche Flächen anböten, sei nicht festzustellen, welche Beträge den Kämmerern als Folge des geplanten Werbeverbotes entgingen.

    Genauer gehen die Autoren auf die volkswirtschaftlichen Kosten durch „Krankheiten und Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit dem Rauchen“ ein, die sie – in Anlehnung an eine Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums von 2015 – mit 79,1 Milliarden Euro beziffern.

    Im eigentlichen Gesetzentwurf fällt auf, dass einerseits im Bereich E-Zigarette nicht zwischen nikotinhaltigen und nikotinfreien Liquids unterschieden wird. Bestehen bleibt die Möglichkeit des Fachhandels, an seinen Außenwänden zu werben.

    Im Allgemeinen Teil halten die Verfasser fest, dass der Entwurf als Ergänzung der bestehenden Werbeverbote im Hörfunk, in der Presse und anderen gedruckten Erzeugnissen sowie im Fernsehen und in digitalen Medien gedacht sei. Das neue Verbot solle – nach einer Übergangsfrist – am 1. Juli 2020 in Kraft treten. „Die mit diesen Maßnahmen einhergehenden Eingriffe in die Freiheitsrechte der betroffenen Unternehmen der Tabakwirtschaft und der Werbewirtschaft, insbesondere in die Grundrechte der Meinungsäußerungsfreiheit und der Berufsfreiheit, sind aus Gründen des Gesundheitsschutzes gerechtfertigt“, schreibt die Fraktion. Zudem seien die Werbeverbote verhältnismäßig, heißt es: „Angesichts einer nur leicht rückläufigen Raucherquote sind Warnhinweise und sonstige bisher getroffene Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums trotz des hohen Schutzgutes der Pressefreiheit gegenüber der überragenden Bedeutung des Gesundheits- und Jugendschutzes keine geeignete Handlungsalternative.“

    red

    (DTZ 19/18)

  • Die ersten Annahmestellen gänzlich ohne Spielscheine

    BAD BERGZABERN // Erstmals in der Geschichte von Lotto Rheinland-Pfalz hat in Bad Bergzabern eine Annahmestelle eröffnet, in der es keine klassischen Lottoscheine mehr gibt und in der auch nicht alle Spielangebote verfügbar sind. Das Glücksspielunternehmen möchte sich mit dieser Maßnahme, wie es heißt, noch breiter aufstellen und fit für die Zukunft sein.

    Wer in der Lotto-Annahmestelle von Christian Albrecht im Edeka in Bad Bergzabern den traditionellen Lotto-Schreibplatz mit der bunten Spielscheinpalette sucht, wird nicht fündig werden. Stattdessen steht neben dem Verkaufstresen ein Terminal, an dem die Lottospieler künftig ihren Tippschein per Touchscreen vorbereiten können, um ihn dann beim Annahmestellenleiter ins Spiel zu geben. Außerdem kann man seine Tipps auch direkt am Terminal als Quick-Tipp, Copy-Tipp oder Chip-Tipp ins Spiel geben.

    Darüber hinaus kann man in dieser Annahmestelle nur noch einen Teil des gesamten Lotto-Sortimentes, nämlich die Hauptprodukte Lotto 6aus49, Eurojackpot, die Glücksspirale sowie die Zusatzlotterien Spiel 77 und Super 6, spielen.

    „Die scheinlose Annahmestelle und die sogenannten Teilsortimenter könnten ein Modell der Zukunft sein“, sagt Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner: „Wir wollen mit diesem Pilotprojekt eine verlässliche Alternative zum stetig wachsenden Glücksspielmarkt im Internet anbieten und gleichzeitig Erfahrungen sammeln, wie dieses Geschäftsmodell angenommen wird. Außerdem sparen wir dadurch auch eine Menge Papier ein, was auch positive Folgen für die Umwelt hat.“

    Die Testphase erstreckt sich über ein Jahr und wird in mehreren Annahmestellen in allen Teilen von Rheinland-Pfalz durchgeführt.

    pnf

    (DTZ 19/18)